Allgemeine Berichte | 12.07.2021

„Heitere Gelassenheit“ bei der Naturgartenexkursion der Naturschutzinitiative e.V. (NI)

Naturgärten schaffen Artenvielfalt in Fülle

Susanne Piwecki erklärte mit den Teilnehmer ihr grünes Reich. Foto: Naturschutzinitiative e.V. (NI)

Quirnbach. Das war die Stimmung, die rund 25 Teilnehmer der vollständig ausgebuchten Naturgartenexkursion der Naturschutzinitiative e.V. (NI) durch das grüne Reich von Susanne Piwecki durch den Abend begleitete. Gleich zu Beginn erklärte die erfahrene Naturgartenplanerin, dass die Pflege eines Naturgartens getreu dem Motto „Einatmen, ausatmen … heitere Gelassenheit!“ folgt. „Das soll heißen, hier darf sich der Mensch ein wenig zurücknehmen und die Natur auch einfach mal Natur sein lassen“, so Claudia Luber, Geschäftsstellenleiterin der Naturschutzinitiative e.V. (NI). Bevor man ein Naturgarten auf diese Art genießen kann, ist allerdings etwas Planung und Fachwissen von Nöten. Hier ist man bei der Fachfrau Susanne Piwecki aus Oberzeuzheim an richtiger Stelle.

Während der Führung durch die verschiedenen Bereiche ihres Naturgartens erläuterte die Expertin den vielfältigen Nutzen solcher Gärten als wichtige Bereitstellung und Vernetzung von Lebensräumen und Förderung der Biodiversität. Nur einheimische Pflanzen sollten zum Einsatz kommen, denn diese locken auch einheimische Tiere an. Dabei sollte auch auf eine standortgerechte Platzierung der Pflanzen geachtet werden. Jede Pflanze hat ihre eigenen Vorlieben und bei einer Entwicklung zu mehr Natur sollte der eigene Garten zunächst einer Analyse unterzogen werden. Hier wird nach nährstoffarmen und -reichen, feuchten und trockenen, schattigen und sonnigen Bereichen unterschieden und je nach Standort die passenden Pflanzen ausgesucht.

Ein weiterer Grundsatz eines Naturgartens: Kein organisches Material sollte den Garten verlassen. Wilde Ecken mit Astschnitt bieten vielen Tieren einen geeigneten Lebensraum. Laub, das im Herbst nicht zusammengerecht wird, sondern unterm Baum liegen bleiben sollte, versorgt den Baum mit genau den Nährstoffen, die er im nächsten Jahr zum Wachsen braucht. Fazit: Nichts wandert in die Tonne, auch nicht in die Biotonne, alles wird vor Ort im Kreislauf der Natur belassen.

„Bitte verwenden sie keine Mähroboter!“ Diese dringende Bitte wurde von Frau Piwecki an alle Rasengarten-Besitzer gerichtet. Denn diese Art zu mähen verletze und töte kleine Igel und andere Kleintiere auf grausame Art und Weise. Schrecklich verstümmelte Tiere landen regelmäßig in Wildtierauffangstationen oder bei Tierärzten. „Diese Mähroboter gehören meiner Meinung nach gesetzlich verboten“, so die Expertin weiter. Auch die NI schließt sich dieser Meinung an und appelliert an alle Besitzer solcher Geräte, die Nutzung zu überdenken. Auf einem ständig kurz geschorenen Rasen lebt nichts mehr, ebenso gibt es hier kein Nahrungsangebot mehr für unsere Insekten. „Jeder Gartenbesitzer hat die Möglichkeit, einen kleinen Beitrag zur Vernetzung von Lebensräumen und zur Förderung der Artenvielfalt zu leisten. Zusammen mit vielen anderen Gartenbesitzern, werden viele kleine Beiträge zu einem großen“, so Claudia Luber von der NI.

Harry Neumann, Vorsitzender der NI, bedankte sich bei den Teilnehmern für das Mitgehen und bei Susanne Piwecki für diese eindrucksvolle Führung. „Sie haben uns in ihrem „kleinen Nationalpark“ die Bedeutung der Biodiversität anschaulich vor Augen geführt. Diese ist unsere Lebensgrundlage, die wir schützen und schätzen sollten“, so Harry Neumann.

Nach dieser spannenden Exkursion durch den lebendigen Naturgarten fühlten sich alle Teilnehmer entspannt durch die angenehme Atmosphäre, die ein solcher Garten mit all seinen pflanzlichen und tierischen Bewohnern verströmt.

Susanne Piwecki erklärte mit den Teilnehmer ihr grünes Reich. Foto: Naturschutzinitiative e.V. (NI) Foto: HARRY NEUMANN

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