Präventionstheater an der Karl-Fries-Realschule plus Bendorf
„Nein“ zu Drogen sagen
Nur, wer die Gefahren kennt, kann eine mündige Entscheidung treffen
Bendorf. Junge Menschen müssen heute viele Herausforderungen meistern und sich immer wieder neuen Situationen stellen. Dabei besteht die Gefahr, dass sie sich in gefährliche Abhängigkeiten begeben, denn Suchtmittel versprechen den Heranwachsenden vermeintlich, das Leben leichter zu machen. Das Präventionstheater „Natürlich bin ich stark!“ hat zum Ziel, die Schüler darin zu unterstützen, sich bewusst gegen Drogen oder andere Suchtmittel zu entscheiden. Das Projekt entstand auf Initiative des Kreisju-gendamtes Mayen-Koblenz und wurde gemeinsam mit der Schulsozialarbeit der Karl-Fries-Realschule plus sowie der Stadtjugendpflege Bendorf durchgeführt.
Drogen bieten jungen Menschen keine Lösung für ihre Problem, denn Drogen werden häufig selbst zum Problem. Dennoch sind die Gründe, warum Jugendliche zu Suchtmitteln greifen vielfältig: Manche experimentieren aus reiner Neugierde mit verschiedenen Suchtmitteln und wollen auf diesem Weg der Langweile im Alltag entkommen. Andere versuchen, sich damit zu entspannen oder auch einen gewissen Protest auszudrücken. Es ist wichtig, dass Heranwachsende früh und umfassend über Wirkung und Gefahren der Drogen informiert werden. Nur wer die Risiken kennt, kann auch die möglichen Folgen des Konsums realistisch einschätzen.
Das Präventionstheater wurde an drei Terminen für Schüler und Lehrer der achten Klassen aufgeführt. Die beiden pädagogisch geschulten Schauspieler Katrin Heepenstrick und Daniel Marré zeigten verschiedene Szenen aus dem Alltag junger Menschen. Nach jeder Szene wurde der Inhalt mit den Schülern besprochen, um eine intensive Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Thema zu ermöglichen. Die Schüler nahmen das Angebot dieser innovativen und nachhaltigen Form der Prävention im Rahmen des Schulunterrichts gut an und arbeiteten engagiert mit. Auch die Themen Mobbing und Cypermobbing wurden angesprochen und praxisnahe Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt, wie Jugendliche sich im Falle eigener Betroffenheit verhalten können.