Rheinbach nimmt erste Hochleistungspumpe für Starkregen in Betrieb
Neue Pumpentechnik stärkt Hochwasserschutz in Flerzheim
Rheinbach. Die Stadt Rheinbach hat die erste von insgesamt drei Hochleistungspumpen für den Einsatz bei Starkregenereignissen in Dienst gestellt. In Kombination mit mobilen Hochwasserschutzelementen erweitert die Stadt ihre Möglichkeiten, insbesondere den Ortsteil Flerzheim künftig noch besser vor den Folgen extremer Niederschläge zu schützen. Die Maßnahme ist Teil des präventiven Hochwasserschutzes im Wiederaufbauplan nach der Förderrichtlinie Wiederaufbau Nordrhein-Westfalen.
Die mobilen Pumpen sollen bei Hochwasser und Starkregen Wasser aus tieferliegenden Straßenbereichen gezielt in die Swist ableiten und so Überflutungen reduzieren. Die Beschaffung der drei Pumpen wurde als wichtige Maßnahme zur Starkregenvorsorge beschlossen. Die beiden weiteren Pumpen werden voraussichtlich Anfang Juli geliefert.
„Mit der Indienststellung der ersten Pumpe stärken wir unsere Einsatzfähigkeit bei Hochwasser- und Starkregenlagen deutlich. Gerade für Flerzheim, das in der Vergangenheit mehrfach von Überflutungen betroffen war, ist dies ein wichtiger Baustein unserer Vorsorgestrategie“, sagt Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel.
Die neue Drehkolbenpumpe verfügt über eine Förderleistung von bis zu 10.000 Litern pro Minute. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pumpensystemen kann sie neben Wasser auch Feststoffe wie Schlamm fördern und eignet sich damit besonders für Einsätze unter anspruchsvollen Bedingungen. Da die Pumpe fest auf einem Anhänger montiert ist, kann sie schnell und flexibel an den Einsatzort gebracht werden. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Wartung: Durch die eingewiesenen Personen können Verschleißteile ausgetauscht und Fremdkörper aus der Pumpe entfernt werden.
Vor der Indienststellung wurden Mitarbeitende des Betriebshofes sowie Gerätewarte der Freiwilligen Feuerwehr in die Bedienung der neuen Technik eingewiesen. Ziel der Schulung war es, die Einsatzkräfte mit der neuen Pumpentechnologie vertraut zu machen und eine sichere sowie effiziente Nutzung im Ernstfall zu gewährleisten.
Mit der – durch Bund und das Land NRW geförderten – Investition in Höhe von rund 120.000 Euro setzt die Stadt Rheinbach ihre Maßnahmen zur Anpassung an die zunehmenden Wetterextreme konsequent fort und stärkt die Vorsorge für künftige Hochwasser- und Starkregenereignisse.BA
