Auf dem Urbacher Friedhof stehen nun zwei Stelen für Urnen
Neue Wege bei der Bestattung gehen
Urbach. In den letzten Jahren gibt es immer mehr Menschen, die aus verschiedensten Gründen von der klassischen Friedhofsbestattung mit Grabstein und bepflanzten Grab weggehen. Das liegt zum einen am demographischen Wandel, denn immer mehr junge Leute wohnen nicht mehr dort, wo ihre Eltern und Großeltern begraben werden, zum anderen sind es allerdings auch oftmals finanzielle Gründe, denn eine traditionelle Bestattung kostet ganz schnell mehrere tausend Euro. Institutionen wie der Ruhewald in Steimel erfreuen sich deshalb immer größerem Zulauf.
Darauf hat das Kirchspiel Urbach nun reagiert und ein Angebot für die Menschen geschaffen, die ihre Lieben gerne trotzdem möglichst nah bei sich bestatten möchten. Kürzlich stellte Verbandsbürgermeister Volker Mendel in Urbach die beiden Stelen vor, die für Urnenbestattungen ab 1. Juli zur Verfügung stehen. Die Stelen verfügen über je 16 Kammern mit Platz für zwei Urnen. Anders als im Ruhewald gibt es in jeder Kammer zusätzlich zum gravierten Namensschild einen kleinen Platz für Blumen oder eine Kerze. Bei entsprechender Nachfrage kann auch noch eine dritte Stele entstehen. Zudem wird es nebenan auch noch ein halbanonymes Grabfeld geben, auf dem die Urnen eingegraben werden können. Hier steht am Rande des Feldes eine Tafel mit den eingravierten Namen an Stelle der Grabplatten. Beide Möglichkeiten stellen deutlich günstigere Alternativen für die Bestattung dar.
Volker Mendel erhofft sich von dem erweiterten Angebot, den Leuten mehr Alternativen für eine persönlich passende Bestattung ihrer Angehörigen zu bieten.
