Allgemeine Berichte | 13.07.2023

Neben den sechs bisherigen Standorten stehen weitere 15 in der Kernzone des Naturparks im Fokus

Neue Windpotentiale ermittelt: SWN prüfen, was machbar ist

Neuwied. Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung der Stadtwerke Neuwied (SWN) beauftragt, gemeinsam mit einem Projektentwickler zusätzliche Flächenpotenziale in der Kernzone des Naturparks zu untersuchen. Etwa 15 mögliche Standorte wurden ermittelt. Stimmen die Grundstückeigentümer zu, werden diese auf die technische und wirtschaftliche Machbarkeit hin bewertet. In der Stadtratssitzung im März hatte SWN-Geschäftsführer Stefan Herschbach die Potentiale am westlichen Rand des Naturparks erläutert. Sechs Standorte wurden ermittelt, der Stadtrat hatte einer weiteren Prüfung und Grundstücksicherung zugestimmt. „Die weiteren Potentiale blieben außen vor, da wir zunächst die Flächen außerhalb der Kernzone des Naturparks betrachtet hatten. „Nachdem die Landesregierung nicht nur den Mindestabstand zu Wohngebieten reduziert hat, sondern auch grundsätzlich die Kernzonen nicht mehr ausschließt, haben wir die Anregungen aus dem Stadtrat aufgenommen, auch diese Gebiete zu betrachten.“

Neben den bereits im Rat diskutierten sechs Standorten stehen weitere fünf westlich von Monrepos und weitere 14 im Heimbach-Weiser Wald im Fokus: „Ein paar Standorte im Heimbach-Weiser Wald sind für uns wegen der schwierigen topografischen Lage – sprich einer Hanglage – nachrangig, so dass etwa zehn übrig sein könnten.“

Das Wort „könnten“ setzt Herschbach bewusst: „Erfahrungsgemäß schafft es die Hälfte der Standorte nicht bis zur Antragsreife.“ FFH-Vorprüfung, naturschutzfachliche Gutachten, Umweltverträglichkeitsprüfung zum Boden- und Wasserschutz: „Die Hürden sind hoch, denn wir müssen Klimaschutz und Energieerzeugung mit Arten- und Naturschutz unter einen Hut bringen.“

Windkraft könne aber einen wichtigen Beitrag leisten, damit Neuwied von fossilen Energien und externen Energieanbietern unabhängig werde: „Ich gehe aktuell davon aus, dass es drei Säulen gibt: Windkraft, Photovoltaik und Biomasse.“ Am Ende sei die Strom- und Wärmewende jedoch ein komplexes Mosaik verschiedenster Teile: „Welche Art der Erzeugung später am Gesamtmix welchen Anteil hat, wissen wir noch nicht. Bevor jetzt der Aufschrei kommt, dass 20 Windräder gebaut werden: Nein, wir prüfen bisher nur, wo es möglich ist.“ Je größer die Auswahl, desto mehr Spielraum habe man künftig. Oberbürgermeister und Aufsichtsratschef Jan Einig betont: „Der Weg ist noch lang. Wir müssen ermitteln, welche klimaschonenden Technologien sich in Neuwied eignen, aber auch den Bedarf sehr detailliert nicht nur für die Stadt und die Stadtteile, sondern bis hinunter auf die Ebene der Wohnquartiere und einzelnen Gebäude klären. Wo macht die Wärmepumpe Sinn, wo die Fernwärme oder andere Lösungen? Das alles geht in die kommunale Wärmeplanung ein, in der Potentiale definiert werden. Das brauchen wir, damit die Stadt, die SWN, Investoren und Unternehmen, Handwerker, Hauseigentümer und Mieter zuverlässig planen können.“ Zudem versichert der OB, das Stadt- und Ortsbeiräte beteiligt und der gesamte Prozess transparent begleitet werde, sobald erste konkrete Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen: „Und das gilt für den Prozess wie auch für die Bestandteile. Sei es Windkraft, PV oder die Planungen.“

Ziel sei es, so Einig und Herschbach, die in der Stadt benötigte Energie zu erzeugen und dass Energie bezahlbar bleibe: „Nicht mehr, aber auch nicht weniger.“

Pressemitteilung

der Stadtwerke Neuwied

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