Allgemeine Berichte | 09.09.2016, 09:00 Uhr

Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg informiert

Neuer Integration Point für Flüchtlinge

Rhein-Sieg-Kreis. Eine schnelle Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt ist und bleibt das Ziel einer weiteren gemeinsamen Anlaufstelle der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, des Jobcenters Rhein-Sieg und des Rhein-Sieg-Kreises. Marita Schmickler-Herriger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bonn/Rhein-Sieg, Landrat Sebastian Schuster und Ralf Holtkötter, Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Sieg, begrüßten die Einrichtung der neuen gemeinsamen Anlaufstelle für geflüchtete Menschen. „Nach bisherigen Erfahrungen verfügen viele Flüchtlinge zwar über keine formale berufliche Qualifikation, kommen aber mit einer hohen Arbeitsmotivation nach Deutschland. Rund 30 Prozent von ihnen sind bis zu 25 Jahre jung, also im besten Alter, um im Erwerbsleben Fuß zu fassen. Diese Fakten zeitnah für die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu nutzen, ist ein wesentlicher Baustein zur gesellschaftlichen Integration und Vermeidung von Langzeitarbeitslosigkeit. Zukünftig werden erste Schritten zur Integration geflüchteter Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im neuen Integration Point Rhein-Sieg II umgesetzt“, sagt Marita Schmickler-Herriger. Das Ziel auch in diesem Integration Point ist es, alle relevanten und unmittelbar verantwortlichen Akteure und deren Dienstleistungen räumlich und inhaltlich eng miteinander zu verzahnen, um damit eine schnelle Integration von Flüchtlingen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu erreichen. Die einheitliche Anlaufstelle bietet den Flüchtlingen Orientierung, Information und Beratung. Durch eine frühzeitige Ansprache sollen Flüchtlinge mit einer hohen Bleibeperspektive erreicht werden. Der Integration Point ist als erste Anlaufstelle mit Lotsenfunktion konzipiert und bietet entsprechende Unterstützung an, bis die ersten Hürden für eine Arbeitsaufnahme, wie zum Beispiel Sprachprobleme aus dem Weg geräumt sind und die weiteren Vermittlungsbemühungen greifen können. Landrat Sebastian Schuster meint: „Mir war es von Anfang an wichtig, die Einrichtung der Integration Points dezentral zu gestalten. Mit der neuen Anlaufstelle können die geflüchteten Menschen aus dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis nun ortsnäher mit Informationen und Hilfen versorgt werden. Und auch den vielen Ehrenamtlern, die sich um die betroffenen Menschen kümmern und denen ich an dieser Stelle für ihr Engagement danke, kommt die Ortsnähe zugute.“ Um die berufliche Integration der Flüchtlinge zu beschleunigen, arbeiten Fachkräfte der Agentur für Arbeit Bonn, des Jobcenters Rhein-Sieg sowie des Rhein-Sieg-Kreises und seiner Stadt- und Gemeindeverwaltungen kooperativ zusammen. Weitere regionale Partner wie zum Beispiel die Migrationsberatung oder das IQ-Netzwerk zur Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse, werden anlassbezogen in die Kooperation mit einbezogen. Eine enge Abstimmung der Aktivitäten zur arbeitsmarktlichen Integration mit dem kommunalen Integrationszentrum, den ehrenamtlichen Organisationen, den Kammern und den Sprachkursträgern wird, wie im Integration Point Troisdorf, praktiziert. „Nach unseren Erfahrungen im Integration Point Troisdorf hat sich die Zusammenarbeit bewährt, was auch die positiven Rückmeldungen aus dem Bereich der Politik und dem Ehrenamt zeigen. Wir haben den Betrieb in Bonn am 1. September aufgenommen und freuen uns, dass wir nun auch aus dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis gut zu erreichen sind. Damit einher, geht eine Entzerrung der Kundenströme und eine bessere Betreuungsrelation“, erläuterte Ralf Holtkötter.

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