Allgemeine Berichte | 19.03.2024

Kunstförderverein EifelArt

Neuer Vorstand gesucht

Aus dem Erlös einer Lesung in der Evangelischen Erlöserkirche wurde eine Gedenktafel gestaltet, der Inhaber eines nicht mehr bestehenden Möbelhauses in Adenau hat eine jüdische Familie vor dem Terror gerettet, die Tafel soll demnächst in der Stadtmitte platziert werden. Foto: Werner Dreschers

Adenau. Dem im Jahre 1995 gegründeten erfolgreichen Kunstförderverein EifelArt ist es auf der letzten Mitgliederversammlung nicht gelungen einen neuen Vorstand zu wählen. Die seit der Gründung des gemeinnützigen Vereins amtierende 1. Vorsitzende Dietlind Greifenhagen hat sich nicht erneut zur Wahl gestellt. Andere Kandidaten fanden sich in der Versammlung mit 25 Mitgliedern nicht, dem Verein gehören 65 Mitglieder an. Die Vorsitzende hatte seit geraumer Zeit mitgeteilt, dass sie aus persönlichen Gründen für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stehen werde. Auch für das Amt einer Geschäftsführerin bzw. eines Geschäftsführers gab es keine Kandidatur. Eine Kandidatin hatte sich zwar für das Amt einer stellvertretenden Vorsitzenden gemeldet, auch der bisherige Kassenwart war zu einer erneuten Kandidatur bereit. Die Versammlung beschloss die Neuwahl des vierköpfigen Vorstands in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, voraussichtlich am 11. Juli, erneut anzugehen. Der bisherige Vorstand bleibt kommissarisch im Amt.

Die 1. Vorsitzende hatte den Geschäftsbericht für die Jahre 2022 und 2023 vorgetragen, die beiden Berichte waren seinerzeit wegen Ausfalls der Mitgliederversammlung aus wichtigen Gründen nicht vorgetragen worden. Die Vorsitzende ließ eine Reihe von gut besuchten attraktiven Programmpunkten Revue passieren. Kassenführer und Vorstand wurden auf Antrag der Kassenprüfer für beide Jahre einzeln, jeweils einstimmig, bei Enthaltung der Betroffenen, entlastet.

Wie geht es weiter? Die außerordentliche Mitgliederversammlung muss eine Entscheidung bringen, derzeit versucht man im Mitgliederstamm Bewerber für die Kandidaturen zu überzeugen.

Die Situation in manchen Vereinen ist ähnlich: Es fehlen jüngere Mitglieder und die Bereitschaft zur Übernahme von Vorstandsämtern wird zusehends schwieriger. Es wäre bedauerlich, wenn dies zu Lasten einer bewährten gesellschaftlichen Infrastruktur führen würde. Die Vereine nehmen eine wichtige Aufgabe wahr, sie haben viel Positives für das Gemeinwohl geleistet.

Der Kunstförderverein EifelArt versteht sich als Forum für Kunst und Kultur im ländlichen Raum. Gefördert werden soll die Aufgeschlossenheit gegenüber Kunst und Kultur in ihrer ganzen Bandbreite, die Achtung vor dem Anderen und Andersdenkenden soll gefördert werden, Toleranz und Akzeptanz in der Bevölkerung gesteigert werden. Durch abwechslungsreiche und gehaltvolle Programmgestaltung hat sich EifelArt einen sehr guten Ruf erworben. Regelmäßig gab es Veranstaltungen und Ausstellungen, Bilder und Fotos wurden präsentiert, Lesungen gehalten, Musikabende mit bedeutenden Interpreten. Auch zum Heimatfest leistet der Verein regelmäßig einen Beitrag.

Aus dem Erlös der Lesung von Raphaela Kehren am 25. November 2023 in der evangelischen Erlöserkirche in Adenau konnte eine Gedenktafel finanziert werden, die dem Gedenken an Josef Franz Heinen gewidmet ist. Er wird in Yad Vashem in Israel als Gerechter unter den Völkern geehrt. Gewürdigt wird sein Verdienst um die Rettung einer jüdischen Familie vor Verfolgung im Unrechtssystem der Nationalsozialisten. Im Jahre 1970 erhielt der ehemalige Betreiber eines Möbelhauses in Adenau das Bundesverdienstkreuz. Die Tafel soll in Kürze in Adenau angebracht werden, zum Gedenken an Josef Franz Heinen und als Mahnung für die Nachwelt. WD

Aus dem Erlös einer Lesung in der Evangelischen Erlöserkirche wurde eine Gedenktafel gestaltet, der Inhaber eines nicht mehr bestehenden Möbelhauses in Adenau hat eine jüdische Familie vor dem Terror gerettet, die Tafel soll demnächst in der Stadtmitte platziert werden. Foto: Werner Dreschers Foto: Werner Dreschers Tannenweg 6 535

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