Allgemeine Berichte | 16.02.2018

Kinder der St. Martin Grundschule Remagen besuchten die Notaufnahme im Verbundkrankenhaus Linz-Remagen

Neugierig auf das Krankenhaus

Interessiert verfolgen die SchülerInnen die Ausführungen der Pflegekraft.Paul Effelsberg

Remagen. Was passiert mit mir, wenn ich nach einem Unfall ins Krankenhaus komme? Was machen die mit mir in der Notfallambulanz? Muss ich Angst haben? Was machen Ärzte und Pflegepersonal? Wie messe ich Puls und Blutdruck?

Zehn Mädchen und Jungen der Grundschule St. Martin nutzten die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Krankenhauses zu werfen. Rosemarie Pante, die an der Grundschule die Arbeitsgruppe „Remagen“ leitet, hatte den Besuch im Krankenhaus Maria Stern organisiert.

„Mit dem „Projekt Remagen“ geben wir den Kindern die Gelegenheit, einen Blick in verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens zu werfen. So lernten sie zuvor schon das Remagener Rathaus und die Polizeistation kennen. Vielleicht sind dies schon erste Eindrücke, die später einmal die Berufswahl beeinflussen können. Es ist wichtig mit Kinder frühzeitig über Gesundheit, aber auch über Krankheit und deren Folgen zu sprechen. Dieses Thema wird sie ihr ganzes Leben begleiten.“

Viele Fragen und auch Unsicherheiten begleiteten die Kinder beim Betreten des Krankenhauses, wo sie von der stellvertretenden Pflegedirektorin Manuela Ruhlandt begrüßt wurden. Einige der Kinder waren selbst schon einmal zur Behandlung oder hatten Angehörige besucht. Für viele war dies aber der erste Kontakt mit einem Krankenhaus.

Für Kinder ist eine Behandlung im Krankenhaus oder sogar ein Klinikaufenthalt oft mit Ängsten verbunden, besonders wenn sie von der Familie getrennt werden und die Geborgenheit der Familie verlassen müssen. Gerade in Situationen, wo ein Krankenhausaufenthalt nicht geplant werden kann, etwa bei einer akuten Blinddarmentzündung oder einem Unfall.

Beim Besuch in der Notfallambulanz konnten die Kinder aber schnell feststellen, dass man dort vor den Ärzten und dem Pflegepersonal keine Angst haben muss. Anfangs etwas zurückhaltend, wurden sie schnell neugierig und nutzen die Gelegenheit die Mitarbeiter der Ambulanz, ihre Aufgaben und ihren Arbeitsplatz kennen zu lernen. Sie merkten schnell, dass Untersuchungen von Herz, Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung völlig schmerzfrei sind und die Arbeit in der Notfallambulanz sehr spannend sein kann.

Rund um die Uhr in wenigen Minuten aus einem Röhrchen Blut wichtige Informationen über die Gesundheit erhalten? Röntgenbild auf dem Computerbildschirm? Kunststoffverbände, die in wenigen Minuten hart werden? Viele Eindrücke für die jungen Besucher.

Die stellvertretende Pflegedirektorin Ruhlandt fügte hinzu: „ Uns ist es wichtig, eventuell vorhandene Ängste oder Unsicherheiten der Kinder abzubauen. Auch in wirklichen Notsituationen versuchen die Mitarbeiter die Eltern und Angehörigen von Kindern immer bestmöglich in die Untersuchungen und Behandlungen mit einzubeziehen, damit die Behandlung im Krankenhaus nicht zum Trauma für die Kinder wird. Außerdem wollen wir mit solchen Aktionen den Kindern die Vielfalt der Berufsmöglichkeiten im Gesundheitswesen zeigen und möglicherweise das Interesse an einer späteren Tätigkeit in diesem Bereich wecken. Bereits heute ist es schwierig, Fachpersonal zu finden. Angesichts der demographischen Entwicklung unterstützen wir darum besonders das Engagement der Erzieher(innen) schon vom Kindergartenalter an und freuen uns über jeden Besuch“.

Interessiert verfolgen die SchülerInnen die Ausführungen der Pflegekraft.Foto: Paul Effelsberg

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