Freitagskonzert in der Marktkirche Neuwied
Neuwied kann Kultur - und die Marktkirche sowieso
Neuwied. Das Konzert „Musikalisches Kaleidoskop“ mit Elena Gaponenko im Gemeindehaus an der Marktkirche bot für jeden etwas. Die Künstlerin spannte, abwechselnd auf dem Cello und dem Klavier, einen Bogen von Johann Sebastian Bach über Beethoven, Cassadó bis hin zu Ravel und Debussy.
Elena Gaponenko schwebte geradezu durch die Musik, manchmal fast, als ob sie mit ihrem Cello auf dem Stuhl tanzen würde. Sie begreift die Komponisten nicht nur als reine Musik-Schaffende, sondern als Menschen mit ihrer ganz eigenen Philosophie. Und das hört man ihrer Musikkunst auch an. Für die Zuschauer fasste sie ihre Eindrücke auch in Worte und beschrieb die Komponisten, wie sie als Mensch waren, was noch einmal einen ganz anderen Zugang zur Musik gab.
Ein reines Ausnahmetalent, wie auch Thomas Schmidt in der Begrüßung sagte, so etwas hätte er in seinen 40 Berufsjahren noch nicht erlebt. So sah es auch das zahlreich erschienene Publikum, und Elena Gaponenko kam nicht ohne zwei Zugaben davon. Man merkte ihr auch die Liebe und das Leben für die Musik an. Ein wunderbar liebreizender Mensch mit einer erstaunlichen beruflichen Vita. Auf beiden so unterschiedlichen Instrumenten absolvierte sie das Konzertexamen und gewann zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben, und spielt sonst auch auf ganz anderen Bühnen.
Schön, dass man sie hier in Neuwied erleben durfte. Möglich machte das der Förderverein für Kirchenmusik an der Marktkirche Neuwied.
Elena Gaponenko am Klavier.
