Allgemeine Berichte | 26.11.2019

18 Projektteilnehmer zu Seelsorgern in Altenhilfeeinrichtungen qualifiziert

Nicht nur körperliche, sondern auch seelische Pflege

Unter den 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind auch Petra Gombert aus Rheinböllen, Beate Mallmann aus Bad Breisig, Sr. Magdalena Mini aus Kirn, Melanie Schmitt aus Kaisersesch und Gabriele Wagner aus Kirchberg.Foto: Bistum Trier

Trier. Am Ende des Lebens braucht der Mensch nicht nur körperliche, sondern auch seelische Pflege: Dieser Maxime folgend qualifiziert das Bistum Trier in Kooperation mit katholischen Trägern der Altenhilfe seit 2017 Frauen und Männer aus dem sozialen und pflegerischen Bereich zu Mitarbeitenden in der Seelsorge. Nun feierten die 18 Projektteilnehmerinnen und -teilnehmer des zweiten „Jahrgangs“ den Abschluss ihrer Weiterbildung in einem Gottesdienst mit Weihbischof Franz Josef Gebert und erhielten ihre Zertifikate. Getragen wird das Projekt vom Bistum Trier, dem Diözesan-Caritasverband Trier, den Barmherzigen Brüdern (BBT)-Gruppe, der Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken (cts), den Franziskanerbrüdern vom Heiligen Kreuz und der Marienhaus Stiftung. In dem rund einjährigen Kurs aus mehreren Modulen beschäftigten sich die Teilnehmer mit seelsorgerlicher Gesprächsführung, Sterbebegleitung, der Gestaltung von Wortgottesdiensten, religiösen Ritualen und Einheiten zur Krankenkommunion. Als besonderen Höhepunkt empfanden viele Kursteilnehmer die Exerzitientage in St. Thomas. „Ich war wirklich begeistert von der Gemeinschaft, die untereinander entstanden ist“, erinnert sich Christiane Hermes, die im Altenpflegeheim St. Wendelinus in Wittlich arbeitet. „In der täglichen Arbeit spüren wir ganz oft, dass die Menschen zu kurz kommen, dass sie ein Bedürfnis danach haben, mitzuteilen, was ihnen auf dem Herzen liegt. Oft fehlte die Zeit für intensivere Gespräche.“ Einrichtungsleiter Manfred Kappes stimmte ihr zu: „Wir haben durch die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen da jetzt eine festere Struktur vorgegeben. Schon seit Längerem möchten wir den Blick von der rein handwerklichen Pflege darauf richten, was der Mensch ebenfalls braucht: eine würdige, auch seelsorgliche Begleitung im letzten Lebensabschnitt.“ Von diesem Konzept profitierten die Bewohner und ihre Angehörigen, aber auch die Teams. Weihbischof Gebert sagte in seiner Predigt im Dankgottesdienst in der Liebfrauenbasilika, dass Jesus die Menschen dazu aufgefordert habe, ihre Talente und Gaben einzusetzen und nicht brach liegen zu lassen, aus Angst vor möglichen Fehlern. Gerade in der Altenhilfe und im Pflegebereich seien alle Talente und Bemühungen wichtig, damit der Mensch in Würde leben und sterben könne. Deshalb sei er dankbar und gratuliere den neuen Seelsorge-Mitarbeitenden für ihren Mut, sich auf eine neue, anspruchsvolle Aufgabe einzulassen. Auch Mechthild Schabo, Direktorin des Bereichs Pastoral und Gesellschaft im Bischöflichen Generalvikariat, dankte allen Teilnehmern und der Projektleitung bei der Zertifikatsübergabe im Kolpinghaus Warsberger Hof. „Durch Sie bekommt die Seelsorge in den Altenhilfeeinrichtungen ein neues Gesicht und ich bin sicher, dass ihre Arbeit reiche Frucht tragen wird.“ Die Abteilung Pastorale Grundaufgaben gehe seit dem Start der Qualifizierungen neue Wege in der Seelsorge, betonte auch Brigitte Scherer, Projektkoordinatorin des Bistums Trier. Dabei seien die Einrichtungen ganz im Sinne der Synodenumsetzung „Orte von Kirche“, an denen die neuen Seelsorgerinnen und Seelsorger durch ihre Kompetenzen und ihre Fähigkeiten Kirche lebendig werden ließen. In ihren Einrichtungen werden die neuen Seelsorger nun beauftragt und die zusätzlich geschaffenen Seelsorge-Stellen zur Hälfte vom Bistum und zur anderen Hälfte von den Trägern finanziert. Ihre Qualifikation zu Mitarbeitenden in der Seelsorge abgeschlossen haben: Monika Argiolas und Heike Ruff, Neunkirchen; Beate Baldes und Sabine Meng, Püttlingen; Dirk Büser, Kempenich; Anja Dittlinger, Dillingen; Petra Gombert, Rheinböllen; Christiane Hermes, Wittlich; Inge Hower, Ürzig; Alexandra Lauck, Tholey-Hasborn; Beate Mallmann, Bad Breisig; Marliese Meyer und Kerstin Wissmann, Prüm; Sr. Magdalena Mini, Kirn; Katinka Müller und Tanja Zimmer, Sulzbach; Melanie Schmitt, Kaisersesch; Gabriele Wagner, Kirchberg.

Mehr Informationen gibt es bei: Brigitte Scherer im Bischöflichen Generalvikariat Trier, Tel. (0 65 1) 71 05 33 3, E-Mail: brigitte.scherer@bistum-trier.de

Pressemitteilung des

Bistums Trier

Unter den 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind auch Petra Gombert aus Rheinböllen, Beate Mallmann aus Bad Breisig, Sr. Magdalena Mini aus Kirn, Melanie Schmitt aus Kaisersesch und Gabriele Wagner aus Kirchberg. Foto: Bistum Trier

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