„Nie wieder ist jetzt!“
Andernach. „Nie wieder ist jetzt!“ - so stand es auf einem riesigen Plakat, das an einer Hausfront angebracht war und weithin sichtbar über dem Augsburger Weihnachtsmarkt zu lesen gewesen ist. Auch an vielen anderen Stellen begegnet einem dieser Slogan. Er bringt zum Ausdruck, dass Judenverfolgung und Nazi-Herrschaft, Antisemitismus und Rassismus nie wieder in Deutschland groß werden sollen und dürfen. Und dass es darum geht, in der Gegenwart mit allen Kräften dem gegenzusteuern.
Seit vielen Jahren versucht die Initiative „Erinnern“ durch Veranstaltungen am 9. November und am 27. Januar ihren Beitrag dazu zu leisten. Diesmal in der Form, dass in Kooperation mit zwei Schulen deren Bemühen und Beitrag zum Thema vorgestellt wird. Lehrkräfte und Schüler und Schülerinnen vom Kurfürst Salentin Gymnasium und von der Geschwister Scholl Realschule plus werden am 27. Januar 2025 um 19 Uhr im Historischen Rathaus Andernach ihre Projekte vorstellen. Und von ihren Erfahrungen berichten, die sie im Laufe der Jahre gesammelt haben.
Im Foyer des Kurfürst Salentin Gymnasiums befindet sich ein „Denkmal“ (besser: Mahnmal), das an die Zeit von 1933 bis 1945 erinnert. Jedes Jahr neu wird es von den Schülern einer Jahrgangsstufe so verändert, dass neue Aspekte und Inhalte zur Geltung gebracht werden.
Die Geschwister Scholl Realschule plus veranstaltet jedes Jahr einen Projekttag, an dem sich die Schüler mit der Nazizeit auseinandersetzen und Widerstandsformen wie zum Beispiel das Wirken der „Weißen Rose“ kennenlernen. An diesem Tag gehen Schüler und Schülerinnen dann auch mit weißen Rosen zu Vertretern anderer Institutionen und suchen mit diesen das Gespräch über das Dritte Reich und die Namengeber ihrer Schule.
Im Umfeld der Schulen sind diese Projekte gut bekannt. Durch die Veranstaltung sollen sie nun aber auch einem noch weiteren Kreis von Bürgern und Bürgerinnen vorgestellt werden. Nach den Präsentationen ist Raum und Zeit zur Diskussion. Zu wünschen ist, dass durch zahlreichen Besuch gerade auch das Gespräch zwischen Jung und Alt belebt wird.
