Allgemeine Berichte | 17.07.2016, 10:15 Uhr

Kindertagesstätte Lantershofen

Nur fliegen ist noch schöner

Baldige Schulkinder unternahmen Abschiedsausflug zum Flughafen Köln-Bonn

Die gut gelaunte Gruppe vor der historischen Fokker. privat
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Lantershofen. „Nur richtig fliegen ist noch schöner“, war die einhellige Meinung aller „Schuwidu-Kinder“ des Lantershofener Kindergartens St. Katharina bei ihrem Besuch des Köln-Bonner Konrad-Adenauer-Flughafens. Erzieherin Claudia Grießel: "Schuwidu-Kinder ist unser Name für die Sechsjährigen, die unter dem Motto 'Schulkind wirst du' mit dem neuen Schuljahr 2016/17 wechseln zu den Grundschulen in der Grafschaft." "Wir wollen den Kindern im letzten Kindergartenbesuchsjahr so viel Lebenswirklichkeit wie möglich hautnah und vor Ort vermitteln. Da stehen nicht nur Feuerwehr, Bäckerei oder Polizei auf dem Programm, sondern eben auch ein Tagesausflug zum Großflughafen Köln-Bonn“, so die begleitenden Erzieherinnen und Erzieher Claudia Grießel, Ina Scholl, Gisela Klodner, Hanni Ros-Ferriols, Nicole Schüller und Andreas Lafontaine. Schritt für Schritt eroberten die Sechsjährigen aus der Mäuse-und aus der Katzengruppe für sich einen der größten Verkehrsflughäfen Deutschlands, der ein bedeutendes Tor zur Welt darstellt. Die Kinder erfuhren beispielsweise, dass 13.400 Menschen auf dem Flughafen beschäftigt sind oder jetzt in der Ferienzeit bis zu 400 Flieger Köln-Wahn anfliegen oder von dort starten. Nina Schöben von der Flughafen Köln/Bonn GmbH begrüßte die Kleinen und händigte ihnen eigene Besucherausweise mit ihrem Namen aus.

Alarmglocke schlug an

Schon das Betreten des Flughafenvorfeldes verlief spannend, zum einen durften die jungen Besucher durch den Pilotenausgang aufs Flugfeld, zum anderen aber mussten sie wie normale Reisende eine Sicherheitsschleuse passieren, die Rucksäcke wurden durchleuchtet, wer einen Gürtel trug, musste ihn ablegen, und Metallgegenstände wurden geortet. Zur Freude der Kinder schlug die Alarmglocke an, als Erzieherin Claudia Grießel die Schleuse passieren wollte, sie musste nun sogar ihre Schuhe ausziehen.

Geschützt in einem der Flughafenbusse sitzend, konnten die Kinder danach verfolgen, wie die Koffer der Reisenden auf einem Förderband in den Bauch des Fliegers verschwinden. An anderer Stelle sahen sie, wie die Koffer aus den Flugzeugen herauskommen, wie die Flieger mit Kerosin betankt werden und wie Getränke und Verpflegung für die Fluggäste an Bord gelangen. Nina Schöben hatte sich eine besondere Überraschung für die Kinder ausgedacht. Sie stattete Emma und Joel Oliver mit Sicherheitswesten aus und nahm sie mit in einen sogenannten Pushback. Gewitzt konnte Collin den Sinn dieses Bodenfahrzeuges erklären: "Flugzeuge haben keinen Rückwärtsgang" Stehen sie mit dem Bug am Flugsteig, müssen sie rückwärts auf die Rollbahn geschoben werden, denn die meisten Flieger besitzen keine Möglichkeit, aus eigener Kraft rückwärts zu rollen.

Welch ein Staunen bei Kindern und Erziehern, als plötzlich ein weißer Jet der Flotte der Bundesregierung abhob. "Ob da unsere Kanzlerin mitfliegt?", wollten die Besucher von Nina Schöben wissen. Nach dem aufregenden Morgen stürmten alle Kinder ein Schnellrestaurant im Flughafen- Gebäude. Ein Großvater hatte es sich nicht nehmen lassen, allen zukünftigen Schulkindern ein Mittagsmenü zu stiften. Nina Schöben, die mit viel Beifall verabschiedet wurde, lud die Rasselbande noch zu einem Gruppenfoto vor einer ausrangierten historischen Fokker VFW 614 aus dem Jahr 1977 ein. Natürlich mussten nun alle, ob Kind oder Erzieher, zuerst eine Sicherheitsweste überstreifen.

Die gut gelaunte Gruppe vor der historischen Fokker. Foto: privat

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