Allgemeine Berichte | 07.10.2016

Traditionelle Pilzwanderung der NaturFreunde Kettig

Nur wenige Exemplare landeten im Körbchen

Es ist zu warm und zu trocken für Pilze

Kettig. Während der traditionellen Pilzwanderung der Kettiger Naturfreunde, erstmalig am Laacher See, wurden in diesem Jahr kaum Pilze gefunden. Gerade mal eine handvoll konnte die Gruppe unter bewährter Führung von Stephanie Shirazi entdecken. Circa 20 Teilnehmer trafen sich am frühen Morgen am Naturfreundehaus am Laacher See und wurden von der Pilzkennerin und dem Vorsitzenden der Kettiger Naturfreunde, Oliver Hartmann, begrüßt. Beim gemeinsamen Spaziergang durch den umliegenden Wald wurden dann doch einige Objekte gefunden. Stephanie Shirazi gab zur Einführung für „Anfänger“ wieder eine theoretische Einleitung mit guten Tipps und Ratschlägen. Die Tochter von Bruno Wörnle erklärte, wie man die richtigen Pilze erkennt und wo man suchen muss, um bestimmte Arten zu finden.

„So gibt es nur eine Regel beim Pilze sammeln - dass es eben keine Regeln gibt“, erklärte Stephanie Shirazi. „Faustregel: Einen Pilz, den man nicht hundertprozentig bestimmen oder erkennen kann, lässt man dort, wo er ist.“ Eine kleine Fehleinschätzung und Bestimmung können ein böses Ende nehmen. Ein paar giftige Exemplare, wie der „Gewöhnliche Kartoffelbovist“, der „grünblättrige Schwefelkopf“, waren auch dabei. Der giftigste jedoch von allen ist der „Gelbe Knollenblätterpilz“. Selbst vor dessen Berührung warnte die Pilzkennerin dringend. In diesem Jahr landete der äußerst giftige Geselle jedoch in keinem der Spankörbe. „Vom „Schwefelporling“, „Netzstieliger Hexenpilz“ oder den „Zunderschwamm und Bilkenporling“ hat man nichts zu befürchten, die sind alle essbar“, erklärte die Pilzexpertin aus Engers.

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