Allgemeine Berichte | 12.05.2017

Kreisentscheid Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Oberdreis und Hardert siegen in der Hauptklasse

- Leutesdorf siegt in der Sonderklasse - Sonderpreise für Steimel und Niederhofen

Oberdreis beeindruckte die Kommission in besonderem Maße mit den zahlreichen Projektenund Aktivitäten der Bürger und den Planungen für die Zukunftsfähigkeit des Dorfes. Foto: Kreisverwaltung

Kreis Neuwied. Oberdreis holt sich mit dem ersten Platz den Sieg im Kreisentscheid des Landeswettbewerbes „Unser Dorf hat Zukunft“, unmittelbar gefolgt von der Gemeinde Hardert, die den zweiten Platz erreicht hat.

Mit dem Sieg in der Hauptklasse sind Oberdreis und Hardert nun für die Teilnahme am Gebietsentscheid im Juni qualifiziert. Obwohl sich Niederhofen in diesem Jahr nicht durchsetzen konnte, bleibt die Gemeinde dennoch nicht ohne Auszeichnung. In der Hauptklasse werden die Gemeinden zusammengefasst, die sich zum ersten Mal am Wettbewerb beteiligen oder in früheren Wettbewerben noch nicht im Gebietsentscheid waren.

Die Verbesserung der Zukunftsperspektiven sowie der Lebensverhältnisse in den Dörfern, die Dorfgemeinschaft und das Bürgerengagement fördern, das sind die Ziele des Wettbewerbs. „Der Wettbewerb soll auch im Kreis Neuwied dazu beitragen, das Verständnis der Bevölkerung für ihre eigenen Einflussmöglichkeiten und die bürgerschaftliche Mitwirkung zu stärken, für aktuelle Themen und Herausforderungen der Zukunft sensibilisieren, wie z.B. die demographische Entwicklung oder eine nachhaltige Energieversorgung“, betont der Erste Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach.

Die Schwerpunktthemen, die die Kreiskommission bei ihren Rundgängen durch die Dörfer bewertet hat, betreffen die Bereiche „Entwicklungskonzepte und -perspektiven, Bürgerschaftliches Engagement, Baugestaltung und -entwicklung sowie Grüngestaltung“.

Dabei beeindruckte Oberdreis die Kommission in besonderem Maße mit den zahlreichen Projekten und Aktivitäten der Bürger und den Planungen für die Zukunftsfähigkeit des Dorfes: Die Entwicklung der dorfgerechten Gemeinbedarfseinrichtungen im um- und angebauten Dorfgemeinschaftshaus, das zusammen mit der ev. Kirchengemeinde genutzt wird sowie weiteren Infrastruktureinrichtungen (Jugendtreff, Sport- und Spielplätze) und wirtschaftlichen Initiativen zur nachhaltigen Energieversorgung im Rahmen der Nutzung erneuerbarer Energien.

Hardert punktete mit der Schaffung eines neuen, zentralen sozialen und kulturellen Mittelpunktes und der Funktionsbündelung im Zusammenhang mit dem umgebauten Dorfgemeinschaftshaus mit Jugendtreff, mit dem ausgeprägten Vereinsleben und den vielfältigen Maßnahmen und Bestrebungen um die hohe Lebensqualität als Wohnstandort weiter auszubauen. Die Kreiskommission erkannte Niederhofen den Sonderpreis in der Hauptklasse für vorbildliches Miteinander der Generationen zu. Die traditionelle Feste und zahlreichen Aktionen verbinden Jung und Alt. Sie würdigte damit das große Bürgerengagement und die zahlreichen Selbsthilfeleistungen der Gemeinde.

In der Sonderklasse werden die Gemeinden zusammengefasst, die die in früheren Jahren bereits im Gebietsentscheid waren.

Sieger in der Sonderklasse ist die Gemeinde Leutesdorf, die sich gegen Steimel durchsetzen konnte.

Leutesdorf überzeugte neben seinem ausgeprägten und aktiven Vereinsleben und dem Bürgerengagement, mit den Zukunftsiniativen zur Weiterentwicklung des Ortes, den besonderen Bestrebungen und Aktivitäten zur Innenentwicklung und Belebung des touristischen Potenzials als Weinort sowie zahlreichen Maßnahmen zur gestalterischen Aufwertung des Ortes, sowie den vielen vorbildlich sanierten und historischen Gebäuden.

Die Kreiskommission erkannte der Ortsgemeinde Steimel einen Sonderpreis für besondere ökologische Leistungen im Bereich der Biotoppflege und Gestaltung zu.

Auch Hardert konnte sich für die Teilnahme am Gebietsentscheid im Juni qualifizieren.

Auch Hardert konnte sich für die Teilnahme am Gebietsentscheid im Juni qualifizieren.

Oberdreis beeindruckte die Kommission in besonderem Maße mit den zahlreichen Projekten und Aktivitäten der Bürger und den Planungen für die Zukunftsfähigkeit des Dorfes. Foto: Kreisverwaltung

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