Allgemeine Berichte | 20.02.2026

Drei Unternehmen aus MYK erneut ausgezeichnet

Ökoprofit macht Betriebe fit für die Zukunft

Der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong zeichnete das Berufsförderungswerk Koblenz aus Vallendar, die Firma Finzelberg GmbH & Co. KG aus Andernach und die thyssenkrupp Rasselstein GmbH aus Andernach für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Ökoprofit-Klub-Runde aus. Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt der Landkreise Mayen-Koblenz und Mainz-Bingen sowie der Stadt Koblenz.Foto: Kreisverwaltung/Wiebke Schaaf

Kreis MYK. Der Landkreis Mayen-Koblenz führt seit 2011 das Projekt Ökoprofit durch. Dies erfolgt in Partnerschaft mit der Stadt Koblenz und dem Landkreis Mainz-Bingen. Drei Betriebe aus Mayen-Koblenz haben erfolgreich an der aktuellen Ökoprofit-Klub-Runde teilgenommen. Die Urkunden wurden jüngst im Kreishaus durch den Ersten Kreisbeigeordneten Pascal Badziong an das CJD Berufsförderungswerk Koblenz in Vallendar, die Firma Finzelberg GmbH & Co. KG in Andernach und die thyssenkrupp Rasselstein GmbH in Andernach übergeben. „Herzlichen Dank, dass Sie immer wieder an der Ökoprofit-Klubrunde teilnehmen und den Wert einer professionellen Begleitung im Umweltmanagement zu schätzen wissen. Die Unternehmen sind Vorbilder für andere Unternehmen im Landkreis“, betonte Badziong.

Das CJD Berufsförderungswerk Koblenz in Vallendar konnte im vergangenen Jahr nach zweijähriger Vorbereitungszeit seine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 150 Kilowatt-Peak erfolgreich ans Netz bringen. Boris Betker, Bereichsleiter Administration, zeigte sich erfreut über den erfolgreichen Abschluss dieses Projekts. Der Fuhrpark des Berufsförderungswerks wurde mittlerweile – bis auf ein Fahrzeug – vollständig auf Elektromobilität umgestellt, zudem wurde der Ausbau der Wallboxen in den vergangenen Jahren kontinuierlich vorangetrieben. Geschäftsführer Heinz Werner Meurer hob hervor, dass auch die Deutsche Rentenversicherung verstärkt den Blick auf die Herausforderungen des Klimawandels richtet. Dazu zählen unter anderem präventive Maßnahmen zum Hitzeschutz sowie weitere Inhalte, die an die Rehabilitanden vermittelt werden müssen. Als nächster Schritt steht die Umsetzung eines neuen Blockheizkraftwerks an. Damit sind die wesentlichen Handlungsfelder zur weiteren Energieeinsparung im Berufsförderungswerk zunächst abgeschlossen. Stephanie Scheuch, Leiterin Rechnungswesen/Einkauf, die das Ökoprofit-Projekt maßgeblich begleitet hat, konnte an der Auszeichnung leider nicht teilnehmen, hat jedoch zahlreiche der genannten Projekte angestoßen und deren Umsetzung unterstützt.

Carsten Kinner von der thyssenkrupp Rasselstein GmbH sprach über die aktuellen Herausforderungen durch Zölle aus den USA und deren Auswirkungen auf das Unternehmen. Dennoch sei es dem energieintensiven Betrieb auch in diesem Jahr gelungen, durch Anlagenumstellungen 8,8 Megawatt einzusparen. So wurde eine neue Tafellackieranlage gebaut und in Betrieb genommen, die gegenüber der vorherigen Anlage rund 50 Prozent Erdgas einspart und zudem H2-ready ist. Von großer Bedeutung sei für das Unternehmen auch der mögliche Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur in der Region, da perspektivisch grüner Wasserstoff das Erdgas ersetzen soll. „Wir wollen als Unternehmen klimaneutral werden. Dafür benötigen wir jedoch Unterstützung und sind auf staatliche Beihilfen beim Umbau angewiesen“, so Carsten Kinner. Darüber hinaus befindet sich eine Photovoltaikanlage in der Planung und soll künftig eine Leistung von sechs bis sieben Megawatt-Peak liefern. Wichtig sei zudem, die Kunden mitzunehmen, da der Mehrwert nachhaltiger Produkte derzeit noch nicht von allen erkannt werde.

Die Firma Finzelberg GmbH & Co. KG hat im vergangenen Jahr ein neues Biomassekraftwerk in Betrieb genommen und ist damit zu rund 80 Prozent unabhängig von fossilen Energieträgern. Das Projekt mit dem Betreiber einer Photovoltaikanlage wurde weiter verstetigt und vorangetrieben. Durch verschiedene Dämmmaßnahmen konnten die bisherigen Wärmeverluste deutlich reduziert werden. Angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen, wie den Zöllen aus den USA und hohen Produktionskosten, dürfe das Produkt für die Kunden nicht teurer werden. Umso wichtiger sei es, dass Kunden einen indirekten Nutzen, insbesondere in Form von Umweltaspekten, erkennen. Für die Firma Finzelberg, so Wadim Pfaff (Manager – Health, Safety & Environment; Master Professional of Technical Management (CCI)) und Dr. Tobias Beck (Betriebsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung), spielt auch die kommunale Wärmeplanung künftig eine wichtige Rolle. Hierzu stehe das Unternehmen in engem Austausch mit der Kommune.

In allen drei Unternehmen ist es von zentraler Bedeutung, die Mitarbeitenden auf dem Weg zur Klimaneutralität mitzunehmen. Wadim Pfaff von der Firma Finzelberg berichtete, dass die wöchentliche Freitagsnachricht zum Thema Umwelt ein bewährtes Kommunikationsinstrument sei, um aktuelle Informationen zu teilen. Carsten Kinner von ä Rasselstein und Boris Betker vom Berufsförderungswerk Koblenz waren sich einig, dass insbesondere junge Menschen bei der Jobsuche verstärkt Unternehmen bevorzugen, die sich im Umweltmanagement und in der Nachhaltigkeit bereits aktiv engagieren.

Der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong bedankte sich abschließend für das Engagement der Unternehmen und hob die Bedeutung des Klima- und Umweltschutzes hervor. „Bisher sind diese beiden Bereiche freiwillige Aufgaben der Kommunen. Doch wer Klima- und Umweltschutz ernst nimmt, muss diese Aufgaben als Pflichtaufgaben verankern und entsprechend finanzieren“, bekräftigte Badziong.

Bei Fragen zu Ökoprofit stehen Lina Jaeger, E-Mail lina.jaeger@kvmyk.de, Tel. 0261/108-417, sowie Achim Trautmann, E-Mail achim.trautmann@kvmyk.de, Tel. 0261/108-420, zur Verfügung.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong zeichnete das Berufsförderungswerk Koblenz aus Vallendar, die Firma Finzelberg GmbH & Co. KG aus Andernach und die thyssenkrupp Rasselstein GmbH aus Andernach für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Ökoprofit-Klub-Runde aus. Ökoprofit ist ein Kooperationsprojekt der Landkreise Mayen-Koblenz und Mainz-Bingen sowie der Stadt Koblenz.Foto: Kreisverwaltung/Wiebke Schaaf

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