Allgemeine Berichte | 08.03.2017

Flüchtlinge aus den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr besuchten den Nürburgring

Ökumenische Flüchtlingshilfe begleitet junge Männer

Mal selbst in einem Rennwagen sitzen ist schon ein tolles Gefühl. Da durfte jeder mal ans Steuer.privat

Nürburgring. Für eine Gruppe junger Männer aus Syrien, Somalia und Afghanistan war der Besuch des Ringwerks am Nürburgring ein besonderes Erlebnis. Speziell junge Erwachsene ohne Familie hatte die Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. (ÖFH) eingeladen. Die jugendlichen Flüchtlinge begeisterte die Erlebniswelt des Nürburgrings mit ihrer Mischung von Museum und der Präsentation innovativer Entwicklungen rund ums Auto.

Damit hatte der Besuch neben dem Spaßfaktor einen durchaus lehrreichen Charakter. In Kleingruppen und mit einem Fragenkatalog ausgerüstet sollten die Teilnehmer Wissenswertes sammeln und sich dabei ohne Begleitung in den weitverzweigten Hallen zurechtfinden. Eine gute Übung zum Erlernen der deutschen Sprache, wobei sie sich spielerisch mit Details über die Region und dem Motorsport auseinandersetzten.

Ein junger Mann, zu Friedenszeiten war er LKW- und Busfahrer in Syrien, dachte an seinen alten Beruf und dass er hier den erforderlichen, deutschen Führerschein dennoch neu erwerben muss. Ein Landsmann mit Einser-Abitur im mathematischen Bereich sprach von seinem Traum, nach dem erforderlichen Deutschkurs ein Ingenieurstudium zu beginnen. „Was Deutschland für mich getan hat, werde ich nie vergessen“, sagte er voller Dankbarkeit.

Nicht immer machen sich junge Leute, die Schutz suchend zu uns gekommen sind, so klare Gedanken über ihre Zukunft wie diese beiden Syrer. Viele bemühen sich nicht um eine Ausbildung, sondern möchten als ungelernte Arbeiter möglichst schnell Geld verdienen. Die negativen Folgen wie Arbeitslosigkeit und Rückfall ins soziale Netz sind ihnen nicht bewusst.

Dauerhafte Perspektive als Ziel

Die Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. investiert viel Zeit und Geld, diesen jungen Menschen ein Wissen über die notwendigen nächsten Schritte und damit eine dauerhafte Perspektive zu geben. So beteiligen sich die ÖFH-Mitarbeiter an der Suche nach Praktika und helfen, Ausbildungsplätze zu finden. Werner Rex, Vorsitzender der ÖFH: „Viele dieser jungen Leute haben das Potenzial und bei entsprechender Betreuung auch die Bereitschaft, eine Ausbildung als Fachkraft zu absolvieren.

Und Fachkräfte werden dringend gesucht. Unternehmen und Betriebe, die Interesse an geeigneten Praktikanten beziehungsweise Auszubildenden haben, können sich unverbindlich mit der Ökumenischen Flüchtlingshilfe in Verbindung setzen.

Für die finanzielle Unterstützung unserer wichtigen Arbeit sind sie sehr dankbar.“ Ökumenische Flüchtlingshilfe Rhein-Ahr e.V. im Mehrgenerationenhaus, Weststraße 6, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel. (0 26 41) 3 02 95 55 oder Tel. (01 78) 8 68 22 24, E-Mail: info@oefh-aw.de, www.oefh-aw.de.

Spenden unter dem Stichwort „Flüchtlinge im Kreis Ahrweiler“ auf eines der beiden ÖFH-Konten unterstützen diese wichtige Arbeit: Kreissparkasse Ahrweiler: IBAN: DE78 5775 1310 0003 0369 77 und Volksbank Rhein-Ahr-Eifel: IBAN: DE66 5776 1591 0705 2022 00.

Mal selbst in einem Rennwagen sitzen ist schon ein tolles Gefühl. Da durfte jeder mal ans Steuer.Foto: privat

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