Allgemeine Berichte | 22.04.2022, 16:07 Uhr

Innung für Elektro- und Informationstechnik Mayen: 14 frischgebackene Gesellen

„Ohne Handwerk läuft nichts“

Voller Energie starteten 14 Prüflinge der Innung für Elektro- und Informationstechnik Mayen jetzt in ihre berufliche Zukunft. Foto: privat

Mayen. Voller Energie starteten 14 Prüflinge der Innung für Elektro- und Informationstechnik Mayen jetzt in ihre berufliche Zukunft. Sie haben ihre Gesellenprüfung bestanden, sind fortan keine Auszubildenden mehr und wurden im Hotel Zur Post in Welling nach altem Brauch freigesprochen.

„Als Freisprechung bezeichnet man den feierlichen Abschluss der Ausbildungszeit“, erläuterte Andreas Fuhrmann, stellvertretender Obermeister der Innung. „Sie hat ihren Ursprung im ausgehenden Spätmittelalter, dabei wurde der Lehrling vom Meister losgesprochen.“ Gern übernahm er gemeinsam mit Lehrlingswart Bernd Wagner diese ehrenvolle Aufgabe. „Ihr seid nun Gesellen in einem Handwerk, und darauf könnt ihr stolz sein, denn ohne Handwerk läuft nichts“, bestärkte er die jungen Leute in ihrer Berufswahl. „Ihr habt einen Beruf gewählt, in dem ihr eines sicherlich niemals tun müsst: Arbeit suchen.“

Bernd Wagner ging auf die Tätigkeiten des Elektronikers in der heutigen Zeit ein. Er schilderte den stolzen Neugesellen und ihren mitfeiernden Eltern und Freunden, dass gerade bei den neuesten Technologien kein Handwerker mehr gefragt sei als der Elektroniker - sei es im Bereich Energiegewinnung bei PV- und Windkraftanlagen, im Rahmen der Wärmeerzeugung etwa durch Wärmepumpen, bei der Installation smarter Wohnhäuser oder beim Einrichten von Ladepunkten für Elektromobilität.

Dreieinhalb Jahre dauert die Ausbildung heute. Das war nicht immer so. Thomas Weber, stellvertretender Studiendirektor der BBS Andernach, ging auf die Geschichte der Freisprechung im vorvergangenen Jahrhundert ein im Vergleich zur heutigen Ausbildung. Er berichtete, dass man imFamilienverbund des Ausbildungsbetriebes eingebunden wurde und sämtliche anfallenden Arbeiten in Haus, Hof und Acker zu erledigen hatte. Er erwähnte auch, dass ein Arbeitstag nicht selten 18 Stunden lang war und Ausbildung sowie Werkzeug selbst bezahlt werden mussten. Der Meister entschied, wann die Ausbildung beendet war, ob sie zwei, drei oder sogar fünf Jahre dauerte.

Auch Michael Kaltz, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Mayen, gratulierte den frisch gebackenen Gesellen. Neben der KSK Mayen zählt auch die Volksbank zu den Sponsoren. Beide wechseln sich bei den Reden jährlich ab und überreichen auch im Wechsel die Schecks für die Prüfungsbesten.

Schließlich gab es noch eine Überraschung. Ein ganz besonderer Handwerker erschien, um die Gesellschaft mit viel Humor aufzumischen: Comedian Handwerker Peters mit seinen „130 Kilo geballtem Spezialwissen“. Er erzählte von sich, seinen Kindern, seiner Frau und bedauerte die, die so wie er, verheiratet sind. Jede Menge rund um den alltäglichen Bauwahnsinn wusste HP alias Kai Kramosta zu berichten inklusive Geschichten von seinem Polier „Schöppeschtills Hänns“ von der Baustelle und was dieser dort alles verbockt hat.

Ein Berufsstart mit so viel Gelächter kann nur gelingen.

Schlussendlich richtete Andreas Fuhrmann noch einen herzlichen Dank an die Ausbildungsbetriebe, die die jungen Leute – wie immer – mit so viel Einsatz unterstützten.

Die Prüfungsbesten waren in diesem Jahr: Auf dem ersten Platz Vadim Kremnev (Ausbildungsbetrieb Baywa r.e.Operation Services GmbH aus Bendorf), auf dem zweiten Felix Mohrs und dem dritten Markus Retterath (beide Ausbildungsbetrieb Gebäudesystemtechnik Wagner GmbH aus Weiler).

Pressemitteilung

Elektroinnung Mayen

Voller Energie starteten 14 Prüflinge der Innung für Elektro- und Informationstechnik Mayen jetzt in ihre berufliche Zukunft. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Pellenzer Lehrstellenbörse
Sonderseite Flowcraft
Kirmes Ettringen 2026
Kirmes Ettringen 2026
Empfohlene Artikel
(von links) Pascal Rowald, Jan Ritter und Peter Diewald im großen Sitzungssaal des Rathauses.  Foto: GS
105

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler bekommt einen neuen Ersten Beigeordneten. Jan Ritter wird Peter Diewald ablösen, der zum Jahresende in den Ruhestand geht. Ritter wurde vor großem Publikum unter Sitzungsleitung von Bürgermeister Pascal Rowald in dessen erster Sitzung als Stadtchef im zweiten Wahlgang zum Stadt-Vize gewählt. 21 von 36 Ratsmitglieder haben für den 46-Jährigen gestimmt, der für die CDU im Kreistag von Ahrweiler sitzt.

Weiterlesen

Die Junggesellen freuen sich auf unvergessliche fünf Tage. Foto: privat
37

Bad Bodendorf. Der Sinziger Stadtteil Bad Bodendorf steht wieder ganz im Zeichen der traditionellen Kirmes. Der Junggesellenverein (JGV) Bad Bodendorf lädt von Freitag, 4. September, bis Dienstag, 8. September 2026, zu fünf abwechslungsreichen Festtagen ein. Rund um den Kirmesplatz erwartet die Besucher ein buntes Programm für Jung und Alt, musikalische Unterhaltung und zahlreiche traditionelle Höhepunkte.

Weiterlesen

5

Unkel. Offenes Mitmach-Singen veranstaltet vom Kirchenchor des Seelsorgebereichs Unkel von 19 bis 20 Uhr auf dem Gelände des Christinenstifts in Unkel – bei schlechtem Wetter in der Kapelle - als Mitgestalter eines bundesweit von hunderten Chören gemeinsam ausgerichteten Liederabends anlässlich des Einheitsfestes. Liedrepertoire von altem Volksliedgut bis zu bekannten Liedern neuerer Interpreten, die für Freiheit und Frieden stehen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
940

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen

Öffentliche Bekanntmachung
661

Allgemeine Berichte

Öffentliche Bekanntmachung

Einladung zur nicht öffentlichen Versammlung der Jagdgenossenschaft Sinzig-Franken am Mittwoch, den 23.09.2026, um 19.00 Uhr, in der alten Schule, Maisgasse, 53489 Sinzig-Franken

Weiterlesen

Symbolbild.
556

Ulmen. Am Freitag, den 4. September 2026, ereignete sich gegen 00:10 Uhr im Einmündungsbereich der B259 und K2 in der Ortslage Ulmen ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei Personenkraftwagen. Nach bisherigem Erkenntnisstand befuhr ein Autofahrer die B259 von Ulmen in Richtung Auderath. Ein anderer Fahrer befand sich auf der K2 und wollte nach links auf die B259 abbiegen. Im Einmündungsbereich kam es dann aufgrund einer Vorfahrtsmissachtung zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Weiterlesen