Am Karnevalssamstag tagte wieder das Hohe Gericht der KG Erpel
Ohne ne jeringe Stroof wurde kein Delinquent entlassen
Selbst vor der Richterfrau, Ex-Richtern und Prinzen machten die Chef-Ankläger nicht halt
Erpel. Eine Ära ist diese Session in Erpel zu Ende gegangen. Nach 18 Jahren hat der „Kammerpräsident“ des Hohen Gerichts der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft, Fritz Dreesbach, sein Amt niedergelegt. Dabei hatte der gebürtige Wachtberger, der seit 1985 im Erpeler „Zoch“ aktiv ist, nur ein einziges Mal als Richter „geschwänzt“, das aber aus gutem Grund, war er doch 2008/09 als Fritz II. Prinz der Erpeler Jecken gewesen. Damals standen ihm neben seinem Freund und Elferratskollegen, Verteidiger Herbert Buchmüller, auch Kai Kruse als „Verhafteter“ sowie Uwe Kochems und Präsident Jörg Buchmüller zur Seite, der damals schon als Chefankläger fungiert hatte. Diese Rolle hatte er auch am Samstagnachmittag zusammen mit Hansi Freund übernommen, während Kai Kruse und Uwe Kochems die Pflichtverteidigung der Muutzebuckel, Schlafmütz un Fastelovendsmuffel übernahmen. In die Rolle von Fritz Dreesbach war Nordlicht und HSV-Fan Werner Henneker geschlüpft, der im Vorjahr noch versucht hatte, für die von der Prinzengarde und den Stadtsoldaten eingefangenen Delinquenten dem Tribunal eine milde Stroof abzuringen.
Nach relativ harmlosen Fällen ging es dann am Samstag bei der zehnten Verhandlung richtig zur Sache, war doch als Richterfrau Ingrid vor die Schranken des Gerichts gezerrt worden. „Du gibst vor, mit deinen Zuckerperlchen die Erpeler heilen zu wollen, deinen armen Mann aber lässt du schon früh am Abend im Stich. Dabei ist es dir völlig egal, dass damit die Bierversorgung in Eurem Haus nicht mehr gewährleistet ist“, warf Jörg Buchmüller der Heilpraktikerin vor. Die, so Hansi Freund, habe ja nicht einmal ihrem Mann helfen können, als der sich im Urlaub verletzt habe. Wochenlang habe der keine Veranstaltung im Ort besuchen können. „Die Perlen sind Homis und helfen ganz toll. Außerdem ist es für die Patienten gut, dass Ingrid Henneker so früh ins Bett geht, weil sie dann tagsüber total ausgeruht ist. Und ohne sie würde unser Richter immer noch hilflos im Schnee liegen“, argumentierte Uwe Kochems. Er versuche bereits seit 35 Jahren, aus seiner Frau eine Nachteule zu machen, ohne auch nur den den kleinsten Erfolg“, beklagte der Richter, um diese dann dazu zu verdonnern, ganz Erpel zu heilen, was Ingrid Henneker dann doch bewog, sich lieber freizukaufen.
Und dann schlug sogar für den Ex-Richter die bittere Stunde, sich zusammen mit seiner Frau Helga vor dem Tribunal rechtfertigen zu müssen. „Hinterrücks hat man us aus dem Haus gezerrt, das wir herrlich dekoriert haben und kostümiert sind wir doch wohl auch“, zweifelte er die Rechtmäßigkeit seiner Verhaftung und die seiner Frau an. „Seit Jahren verkaufst du zentnerweise Sand, nachdem du ihn durch unzulässiges Wässern schwerer gemacht hast“, warf Hansi Freund dem ehemaligen Prinzen Fritz II. anhaltenden Betrug vor. Außerdem beinhalte ein solches frevelhaftes Verhalten auch noch eine Wasserverschwendung, ergänzte Jörg Buchmüller. „Du hast so in unserem schönen Ort ein Feuchtbiotop entstehen lassen, wo eigentlich alles pulvertrocken sein müsste“,warf er Fritz Dreesbach vor. Der habe auf diese Weise doch nur ein heimisches Moor für den örtlichen Wellnesstempel schaffen wollen. Außerdem sei der Mann schon seit Jahrzehnten in der KG aktiv, so der Verteidiger Uwe Kochems. Diesem Argument konnte Werner Henneker zwar nicht widersprechen, ohne ne jeringe Stroof wurde von ihm aber kein Delinquent entlassen. Aber auch die erschien dem Ehepaar als höchst ungerecht, so dass es sich mit Scheinchen aus der Affäre zog, anstatt ihr Häuschen „rut-wiess“ anzupinseln. Da knatterte der vergitterte „Erpeler Klingelpütz“ draußen schon wieder los, weitere Bürger einzusammeln, die zum Lachen in den Keller gehen. Aber nicht nur diese wurden von den Stadtsoldaten und der Prinzengarde dem Hohen Gericht vorgeführt. Selbst Bürgermeisterin Cilly Adenauer und Gregor Noll entgingen den KG-Häschern nicht, so dass die Gerichtskasse am Samstagabend gut gefüllt war. DL
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