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Tage der offenen Höfe und Betriebe in Gelsdorf

Open-Air-Bauernhof für ein Wochenende gewährte einen Blick hinter die Kulissen

Herrliches Herbstwetter sorgte dafür, dass die Straßen in Gelsdorf pulsierenden Lebensadern glichen

23.10.2018 - 12:21

Gelsdorf. Ein Landwirt lebt im Einklang mit der Natur und ist abhängig vom Wetter, das erfuhren die Besucher am Wochenende bei der 23. Auflage der „Tage der offenen Höfe und Betriebe“ in Gelsdorf.

Und der Wettergott meinte es in diesem Jahr besonders gut mit den Veranstaltern vor der Interessengemeinschaft Offene Höfe und Betriebe e.V. mit ihrem Vorsitzenden Dirk Sonntag an der Spitze. Herrliches Herbstwetter sorgte dafür, dass die Straßen im Dorf pulsierenden Lebensadern glichen mit tausenden von Gästen aus nah und fern.

Die waren auf der Suche nach der heute nur noch schwer zu findenden „Landwirtschaft zum Anfassen“, denn dafür ist die Traditionsveranstaltung in Gelsdorf weithin berühmt.

Die Landwirte, Handwerker und Gewerbetreibenden boten erneut ein umfangreiches Programm für die ganze Familie und insbesondere für die kleinen Gäste und präsentierten das landwirtschaftlich geprägte Dorf für ein Wochenende als riesengroßen „Open-Air-Bauernhof“ mit einer ausgewogenen Mischung aus Tradition und Moderne.


Mehr Kopfarbeit als Muskelarbeit


Dass das heutzutage nur noch bedingt gilt, machte IG-Vorsitzender Dirk Sonntag in seiner Begrüßungsansprache klar: „Ein Landwirt muss heute mitunter mehr Kopfarbeit als Muskelarbeit leisten – aber auch das ist manchmal unheimlich schwer.“ Bei vielen der Betriebe, die von Anfang an dabei seien, sei mittlerweile die zweite oder sogar die dritte Generation am Start und führe die jeweilige Familientradition fort.

„Ich ziehe meinen Hut vor den jungen Leuten, die sich trotz aller Probleme dazu entschlossen haben, ihren elterlichen Betrieb zu übernehmen. Vor 23 Jahre hätte beispielsweise noch niemand daran gedacht, dass eine funktionierende Landwirtschaft heute ohne geschützten Anbau und Zusatzbewässerung fast gar nicht mehr zu machen ist.“ Sonntag riet den Besuchern: „Schauen Sie alles an, fragen Sie – aber genießen Sie auch?“

Im Offenstall der Limousinzucht von Thomas Gerharz begrüßte Sonntag unter anderem den Kreisbeigeordneten Friedhelm Münch, Bürgermeister Achim Juchem, Ortsvorsteher Andreas Ackermann, Kreisbauernpräsident Franz-Josef Schäfer, Pfarrer Alexander Burg, Ahrweinkönigin Irena Schmitz und nicht zuletzt den Erfinder der „Tage der offenen Höfe“, Maternus Fiedler. Sie und viele weitere Gäste der Eröffnung wurden vom Schulchor der Schule Obere Grafschaft mit leidenschaftlich vorgetragenen Liedern verwöhnt, dirigiert von Rektorin Jeannette Schroerlücke und an der Gitarre begleitet von Lehrer Carsten Brückner. Als Dank erhielten sie eine ganze Kiste voller Äpfel und Birnen, auf die sich die Kinder mit Begeisterung stürzten.


Der Lieblingsplatz der Kinder


Der Stall von Thomas Gerharz ist ohnehin der Lieblingsplatz der Kinder, denn hier steht die Mutterkuhherde zum Anfassen bereit, und natürlich dürfen die Kinder auf der großen Strohburg nach Herzenslust toben. Gleich nebenan bei Theo Münch präsentierte sich der ansonsten sehr lichtscheue Chicorée einmal ganz im Scheinwerferlicht, die Gäste konnten alle Schritte seiner Verarbeitung verfolgen und auch noch einige leckere Gerichte aus dieser edlen Pflanze verkosten.

Ein fester Bestandteil der Tage der offenen Höfe sind die Oldtimer-Traktoren, die Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wecken. Auch diesmal präsentierten sich wieder etwa 100 schön anzuschauende Trecker an beiden Tagen und machten außerdem auf einer Rundfahrt durch den Ort auf sich aufmerksam. Mit modernstem Gerät hingegen rückte Oliver Schulz einem dutzend Baumstämmen zu Leibe, denn der Kettensägen-Künstler aus Löhndorf schuf wieder seine erstaunlich filigranen und naturnahen Skulpturen. Erstmals mit dabei war die Bundeswehr, die gleich einen 2,30 Meter hohen Radpanzer Fuchs A1 mit einer zwölf Meter langen Peilantenne obenauf mitgebracht hatten: Hauptmann Jens Fahrenbruch, Oberstabsbootsmann Jörg Sohnius und Stabsfeldwebel Manfred Eykens hatten jede Menge Fragen zu beantworten.


Kartoffeln, Eier und Goldsaft


Kartoffeln konnten die Besucher gleich zentnerweise im Sack mit nach Hause nehmen, Eier von freilaufenden Hühnern waren ebenso beliebt wie der „Grafschafter Goldsaft“ aus dem benachbarten Meckenheim, und Michael Groß bot seine selbstgebundenen Reisigbesen zum Verkauf. Die Monschauer Senfmühle hatte den Mostrich in zahlreichen Geschmacksrichtungen und Schärfegraden vorrätig. Das Forstamt Ahrweiler zeigte die Geschichte von 200 Jahren Waldentwicklung im Kreis Ahrweiler, passend dazu fuhr die Kreisjägerschaft Ahrweiler mit ihrer rollenden Waldschule vor. Der Kreisimkerverband präsentierte sich und das Leben der Biene, während die Landjugend Ahrweiler über ihre vielfältigen Aktivitäten informiert.

Die Landfrauen verkauften ihre Produkte in der „Land-Vitrine“ und boten Kaffee und Kuchen im Landfrauencafé an, während die kfd ihre Backkunst im katholischen Pfarrheim feilbot. Dort hatte auch der Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V. einen Infostand mit einer Tombola, der Ahrtal-Tourismus Ahrweiler informiert über die vielfältigen touristischen Angebote im Ahrtal.


Holz, Gehölze, Lebensräume


Wie in jedem Jahr stand auch diesmal wieder der Nachwuchs im Rampenlicht: Der Bio-Obsthof Johannes Nachtwey bot „Wilhelm Tells Apfelschießen“ und Fahrten mit dem Apfel-Express in die Plantagen an. Im Obsthof Sonntag durften die Kinder mit Naturmaterialien basteln und warme Apfelringe essen, hier gab es auch einen kleinen Herbstmarkt für die Erwachsenen. Die Möbeltischlerei Holzwerk hatte ihren Auftritt unter das Motto „Holz, Gehölze, Lebensräume“ gestellt und bot zehn Schülern der achten Klasse der Ahrweiler Boeselager-Realschule in einem Workshop die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten als Schreiner auszuprobieren und ein hübsches Bücherregal herzustellen.

Vor dem „Holzwerk“ hatte sich der Verein „Frankensiedlung Nithrindorp“ aufgebaut. Die Mittelalterfans um den Vorsitzenden Mathias Heeb boten nicht nur Flammkuchen aus dem Lehmofen an, sondern machten auch Werbung für ihr „Solawi-Projekt“ mit Gemüse, Obst, Eiern und Honig aus eigenem Anbau im Frankensiedlungs-Garten. Mittelalterschmied Philipp Sobotka zeigte dabei, wie das Schmiedehandwerk anno dazumal ausgeübt wurde.

Im Obsthof Peter Schöneseiffen wartete das Lagerfeuer wieder auf Stockbrot-Bäcker, eine interessante Kutschenausstellung war bei Willi Hohn zu bewundern, der unermüdlich mit zwei prächtigen Apfelschimmeln und einem vollbesetzten Planwagen seine Runden durch das Dorf drehte. Besonders beliebt bei den Feinschmeckern: das nach italienischer Art gefüllte Schwein bei der „Porchetteria“ Breuer samt sizilianischer Gemüsepfanne. „Tina’s Partyservice“ lockte derweil mit Spießbraten-Brötchen, Sauerkrautsuppe oder Döppcheskoche.

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S. Schmidt:
Ergebnis einer neuen Umfrage in Deutschland: 2/3 der Befragten befürworten ein Abschaffung des EEG und ebenfalls 2/3 würden aus Gründen des Umweltschutzes NICHT auf ihr Auto verzichten. Ziemlich Eindeutig, entgegen dem was uns Politik und Medien ständig einreden. Und ein Supergau für die Feinstaubjünger wenn sich bestätigt, was in Würzburg bereits gemessen wurde: Kein Verkehr und dennoch schlechte Luftqualität.
juergen mueller:
Diese "gespielte" Hilfsbereitschaft täuscht nicht darüber hinweg, dass dies alles nur einem Zweck dient - dem Vorspielen von Für- u.Vorsorge - einfach, weil es zum politischen Geschäft dazu gehört. Poltische Vertreter sind auch nur Menschen, die von jeher nur eines im Sinne hatten - DAS eigene WOHLERGEHEN und das Bedürfnis, daraufhin zu arbeiten, nicht in Vergessenheit zu geraten, in der nächsten Wahlperiode wiedergewählt zu werden. Passend in die Kategorie: "Unglaubhaft, Täuschen und Verlogen". Wenn sich eine Fraktionsvorsitzende als gutes Beispiel bezeichnet, dann ist das nur ein Beispiel dafür, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist den Unterschied zwischen "Ehrlichkeit u.Unehrlichkeit" zu erkennen.
juergen mueller:
Herr Bäker - neueste Erkenntnisse haben in Bezug auf Schutzmasken wie auch auf andere Bereiche Hochkonjunktur, der man nicht alles glauben sollte. Ich finde, dass jeder das tun sollte, was er für richtig hält und demzufolge selbstgefertigte Masken anfertigen/tragen sollte, wenn es denn beruhigt. Es liegt mir fern, den Bemühungen, dieser Krise etwas Gutes abzugewinnen u.etwas persönlich dagegen zu tun,negativ gegenüberzutreten.
Jens-Uwe Bäker:
Herr Müller: die einfachen Masken haben nach neuesten Erkenntnissen sowohl einen nennenswerten Schutz der Mitmenschen als auch einen kleinen, aber ebenso wichtigen Eigenschutz. In sofern in der Pflege und Betreuung ein wertvoller Schutz für alle. So bleiben die medizinischen Masken für die Personen, die in den Infektiösen Bereichen tätig sind.
juergen mueller:
Bei all der sicherlich gutgemeinten Hilfsbereitschaft sollte man nicht vergessen, dass diese vermeintlichen "Mundschutzmasken" KEINEN Schutz vor einer Infizierung darstellen, weil maßgebliche Inhalte wie z.B. FILTER oder angepaßte, schlußdichte Formgebung fehlen. Das alles unter stille Helden zu vermerken, entspricht nicht den Tatsachen u.halte es für übertrieben. Diejenigen, die wirklich für uns da sind, Ärzte, Pflegepersonal in Krankenhäusern/Alten- u.Pflegeheimen, caricative Einrichtungen etc.,das sind die denjenigen, die unsere Hochachtung und unseren Respekt verdienen. Wir neigen dazu, uns in Krisenzeiten etwas anzueignen, was uns ohne groß nachzudenken nicht zusteht, ohne darüber nachzudenken, ob es sinnvoll ist oder nicht.
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