Allgemeine Berichte | 02.06.2023

Katholische Kirchengemeinde Vallendar

Orgelkonzert zu Trinitatis

Marzellinusmusik am 4. Juni 2023

Johann Schmelzer  Foto: privat

Vallendar. Im Rahmen der Konzertreihe Marzellinusmusik gestaltet der Kontor der Pfarrei Vallendar Johann Schmelzer am Sonntag, 4. Juni 2023, um 18 Uhr in der Vallendarer Pfarrkirche ein Orgelkonzert zum Hochfest der Hl. Dreifaltigkeit. An diesem Abend erklingen Werke von Johann Sebastian Bach und Jean Langlais, die direkt oder zumindest im weiteren Sinne Bezug nehmen zum Wesen der Trinität; insofern spielt unter anderem die Zahl „3“ eine wesentliche Rolle, beispielsweise in der Anzahl der erklingenden Sätze oder auch in der erklingenden Stimmenzahl. Abgerundet wird der Konzertabend mit Orgelimprovisationen von Johann Schmelzer.

Der Eintritt zur Marzellinusmusik ist frei, um eine freiwillige Spende bei der Türkollekte wird gebeten.

Den Auftakt bilden Choralbearbeitungen Johann Sebastian Bachs, die aus seinem bereits zu seinen Lebzeiten veröffentlichten Zyklus mit dem Titel „3. Teil der Clavierübung“ stammen und somit als ausgereifte Spätwerke zu betrachten sind. Dazu gehören „Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit“ (BWV 669), „Christe, aller Welt Trost“ (BWV 670), „Kyrie, Gott, heiliger Geist (BWV 671) und „Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr“ (BWV 662).

Als freies Orgelwerk schließt sich Bachs Toccata in C Dur (BWV 564) an. Dieses formal insgesamt dreiteilige Werk vereint auf engstem Raum die unterschiedlichsten musikalischen Facetten und Affekte und sprüht vor Musizierfreude. Zum Kaleidoskop der verwendeten musikalischen Formen gehören rezitativisch/rhetorische Phasen, ausgeprägte Pedalsoli, dialogisierende Concerto grosso Episoden, colorierte Solomelodik, meditative Akkordfolgen im Durezze-e-ligature-Stil sowie eine tänzerische Fuge.

In einer dreisätzigen Improvisation im sinfonischen Stil in der Satzfolge „Prelude – Adagio – Final“ greift Johann Schmelzer den gregorianischen Introitus des Dreifaltigkeitsfestes „Benedicta sit trinitas“ auf.

Beendet wird das Programm mit „Hymne d’action de graces – Te deum“ des französischen Komponisten und Organisten Jean Langlais (1907-1991).

Dieses Werk paraphrasiert verschiedene melodische Episoden der gregorianischen Melodie mit impressionistischen und modalen Kompositionsmitteln. Der Text dieses alten Lobgesanges, der zumindest partiell Ambrosius von Mailand zugeschrieben wird, hat unter anderem auch einen deutlichen trinitarischen Aspekt.

Die Konzerte der Marzellinusmusik-Reihe finden jeweils am ersten Sonntag im Monat statt und widmen sich verschiedenen kirchenmusikalischen Themen; außerdem laden sie ein, sich Zeit für Musik und Besinnung zu nehmen.

Johann Schmelzer Foto: privat

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