„Kommunales Kino“ Andernach
„Oskars Kleid“ begeisterte das Publikum
Andernach. Das „Kommunale Kino“ traut sich was: Im Gemeindesaal der Andernacher Christuskirche ging es diesmal um ein Drama mit komödiantischen Einsprengseln fernab vom Mainstream. Der preisgekrönte Film „Oskars Kleid“ aus dem Jahr 2022 beschäftigt sich mit dem heiklen Thema Transgender. „Es geht um eine Familie mit einem neunjährigen Transkind. Ohne aufgesetzte Dramatik oder billigen Humor werden mit großer Ehrlichkeit die unterschiedlichen Perspektiven von Angehörigen, Freunden und Behörden aufgezeigt“, so Kümmerin Sigrid Schug in ihrer Ankündigung.
Den Vater Ben spielt Florian David Fitz, der auch Drehbuchautor ist. Er mimt einen Polizisten, der von seiner Frau getrennt lebt - und der ziemlich überfordert ist, als sich ihm sein Sohn Oskar eines Tages in einem gelben Kleid mit Rüschenärmeln präsentiert. Darauf weiß er nichts Besseres zu tun, als das Kind zum Psychologen zu schleppen. Im Folgenden muss Ben sich mit seinen Ansichten zu Geschlechterrollen und Diversität auseinandersetzen, was charmant und stellenweise recht witzig, aber dennoch sehr einfühlsam, der Fall ist.
Der Film kam bei den Besuchern gut an.
„Nächstes„Kommunales Kino“
Am Dienstag, 20. Mai 19.00 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) zeigt das „Kommunale Kino“ im Gemeindesaal der Christuskirche in Andernach (Eingang Läufstraße) einen Filmklassiker, der mit seinem genialen Hauptdarsteller und seiner mitreißenden Musik Filmgeschichte schrieb. Der Film entführt in das archaische Griechenland zwischen den beiden Weltkriegen und zeigt die ganze Bandbreite menschlichen Lebens: Verlust, Freundschaft, Liebe, Verrat, Glück, Vorurteile, Mord. Er gipfelt in der Botschaft, den gegenwärtigen flüchtigen Moment zu genießen und die Zeit nicht mit der Suche nach weltlichen Vorteilen zu verschwenden.
Der Titel des Films darf aus urheberrechtlichen Gründen nicht genannt werden.
