4. Oktoberfest in Montabaur
O'zapft war in der Almhütte
Neuer Besucherrekord - beide Tage ausverkauft
Montabaur. Diese Aufgabe hatte sich Gerhard Frink, 1. Beigeordneter der Stadt Montabaur, wohl etwas leichter vorgestellt. Er hatte die ehrenvolle Aufgabe, das 4. Oktoberfest mit dem obligatorischen Fassbieranstich zu eröffnen, da Stadtbürgermeisterin Gabi Wielandt wegen eines wichtigen Termins anderweitig verhindert war. Hatte sie etwa eine Ahnung, was auf sie zukommen könnte? Der Zapfhahn zeigte sich äußerst resistent gegen die Schläge des Beigeordneten, erst nach dem 18. Schlag und mit Hilfe eines Hebels, konnten die ersten Maßkrüge mit dem edlen Festbier unter die Durstigen in der neuen Almhütte verteilt werden. Die Wartezeit nahmen die Gäste in der Almhütte mit Humor, erhielten sie doch aus dem 30 Literfass „Freibier“ ausgeschenkt.
Vor dem Fassbieranstich begrüßte Oliver Krämer vom Kulturbüro der VG Montabaur, der zusammen mit Verena Schmitt, und vielen weiteren Helfern, das Oktoberfest organisiert hatte, die zahlreich erschienenen Gäste in der Almhütte. Der besondere Dank galt den Stadtarbeitern vom Bauhof, die mit ihrer Arbeit wesentlich zum Gelingen des Oktoberfestes beigetragen haben. Stolz konnte Oliver Krämer vermelden, dass sämtliche Tickets für die beiden Festtage am Freitag und am Samstag mit je 1.300 Gästen verkauft wurden. Die Almhütte spielt beim diesjährigen Oktoberfest eine große Rolle, kann man dort „Vorglühen“, bevor das Programm im Zelt beginnt. Auch zum zum „Nachglühen“ ist die Almhütte wieder geöffnet, kann aber auch ein Hort der Ruhe sein, falls der Trubel im Zelt jemandem zu viel wird.
Am Freitag begann das Programm im Zelt mit dem Auftritt des Musikvereins Nentershausen, der die in das Zelt strömenden Massen mit zünftiger Blasmusik unterhielt. Das große Festzelt war bereits früh fast vollständig besetzt, wobei besetzt eigentlich der falsche Ausdruck ist, denn vom Sitzen hielten die Besucher nicht viel. Kaum hatten die „Partyräuber“, eine geniale Party-Cover- und Stimmungsband, zu ihren Musikinstrumenten gegriffen, steppte der Bär. Kaum jemand, der nicht auf den Bänken stand. Umso beeindruckender, und bewundernswert, waren die Servicekräfte, die bayerische Speisen, und Maßkrüge, ohne Unterlass, an die Tische schleppten.
Derweil ließen die Jungs von den „Partyräubern“ es so richtig krachen. Die Band hatte es natürlich recht leicht, da das Feiervolk im Zelt einfach nur schwofen, singen und tanzen wollte. Alle Ohrwürmer der letzten Jahre spielten die „Partyräuber“ rauf und runter. Egal ob ein Abba-Medley, oder die besten Songs von Andreas Gabalier, Jürgen Drews, Udo Lindenberg oder Mickie Krause, jeder Song wurde frenetisch gefeiert. Schmusesongs hatten eher keine Chance, im Zelt war nur Feiern angesagt, „des woar a Moards-Gaudi“ für die Buam und Madeln. Es gab im Zelt kaum jemanden, der nicht in der typisch bayerischen Tracht gekleidet wart, die Madeln im mal mehr oder weniger hochgeschlossenen Dirndl, und die Buam natürlich in „Krachledernen“ und Trachtenhut. Das bayerische Ambiente wurde durch die für Bayern landesüblichen Speisen abgerundet: Leberkäs, Weißwürstl, Hendl und Haxn. An dieser Stelle gebührt Natalie Mays als Festwirtin ein dickes Extralob, die zusammen mit ihrem Team, für die reibungslose Versorgung der Besucher sorgte.
Mit der Eröffnungsveranstaltung am Freitag, gelang ein fulminanter Start in das 4. Oktoberfest. Weitere Höhepunkte sollten am Samstag folgen: Der Musikverein Siershahn wird den Gästen zuerst mit richtiger „Dicke-Backe-Musik“ einheizen, bevor die Partyband „Bayernmän“ wieder das Zelt zum Kochen bringt. Man musste kein großer Prophet sein, um erneut einen großen Partyabend, mit überbordender Stimmung, zu vorherzusagen.
Das Feiern in Montabaur ging nach dem Oktoberfest noch weitergehen, da am Sonntag der verkaufsoffene Sonntag anstand. Die „Bimmelbahn“ pendelte regelmäßig zwischen der Almhütte und dem Stadtzentrum. Am Konrad-Adenauer-Platz gab es unter anderem eine Street-Food-Meile mit kulinarischen Köstlichkeiten.
Das Oktoberfest in Montabaur hat sich inzwischen zu einer der größten Veranstaltungen im Westerwald gemausert. Die Karten sind sehr begehrt, und gehen weg wie warme Semmeln, deshalb ist es ratsam, sich Tickets für 2020 zu besorgen, sobald der Vorverkauf startet.
Girls-Power war sehr angesagt
Gerhard Frink, Natalie Mays, Markus Schenkelberg, Verena Schmitt und Oliver Krämer stoßen an.
Kaum jemanden hielt es auf den Sitzen.
Die „Partyräuber“ geben alles.
