Geistliches Konzert „La Fête de Saint Hubert“ erklang im Kloster Engelport
Parforcehörner erschallten im Flaumbachtal
Treis-Karden. Ein geistliches Konzert der Extraklasse boten am vergangenen Sonntag die Jagdmusikfreunde „Wilde Endert“ im Kloster Engelport.
Unter der Leitung von Hornmeisterin Wilma Wagner spielten die sieben Akteure auf ihren Parforcehörner „La Fête de Saint Hubert“. Prior Kanonikus Richard von Menshengen begrüßte neben den zahlreichen Zuhörern vor allem Konzertorganist Sven Scheuren, der die Jagdmusikfreunde auf der Orgel begleitete und die musikalische Gesamtleitung der Veranstaltung hatte.
Hornmeister Josi Becker verstand es sehr gut, zu jedem Musikstück eine passende Einführung zu geben, wobei er zunächst an den Schutzheiligen der Jäger, den Heiligen Hubertus erinnerte, der am 3. November Namenstag feiert. Bereits zum vierten Mal waren die Anbetungsschwestern und Oblaten des Instituts Christus König und Hohepriester Gastgeber dieser Art von geistlichem Konzert. Der harzige Klang der Parforcehörner, die noch heute im Jagdbetrieb eingesetzt werden, erfüllte das Kirchenschiff und hallte bis weithin ins beschauliche Flaumbachtal. Die hohe Kunst des Spielens ohne Ventile, verlangt vom Künstler auf dem Parforcehorn eine Menge Übung. Neben mehreren Stücken wie Introit, Kyrie, Hommage aux Piqueux im Zusammenspiel mit der Orgel bewies Sven Scheuren mit Praeludium und Concerto g-Moll seine Spitzenklasse auf der Königin der Instrumente. Elévation und vor allem Cloches beeindruckten die Zuhörer, wobei letzteres an das Läuten von Glocken erinnert. Mit Sortie und einem gemeinsam gesungenem und gespielten „Großer Gott, wir loben dich…“ beendeten die Musiker ihr geistliches Konzert, ehe die Klostergemeinschaft alle Zuhörer und die Akteure zu einem gemeinsamen Imbiss ins Refektorium einlud. Man nutzte die Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen und den Tag gemütlich ausklingen zu lassen.
TT
