Allgemeine Berichte | 25.06.2017, 09:30 Uhr

Rhein-Lahn-Kreis informiert

Plötzlich Stromausfall - und dann?

Regionalbeirat Rhein-Lahn beschäftigt sich mit Verhaltensregeln im Krisenfall

Rhein-Lahn-Kreis. Das Licht geht aus, der Kühlschrank geht nicht mehr und das Lieblingsfernsehprogramm unterbricht plötzlich. Ein Stromausfall dauert in der Regel wenige Minuten und betrifft oft ein überschaubares Gebiet. Trotzdem ist so eine Störung für alle Betroffenen unangenehm. Während die Stromkunden zu Hause warten, beheben Monteure bei Wind und Wetter die Fehlerquelle. Doch was passiert, wenn die Stromversorgung in einem ganzen Landkreis ausfällt? Und das für längere Zeit? Die Mitglieder des Regionalbeirats Rhein-Lahn betrachteten auf ihrer letzten Sitzung in Lahnstein Krisensituationen und Lösungswege. Jürgen Köchling, der technische Geschäftsführer der Syna GmbH, präsentierte den Anwesenden, was ein großflächiger Stromausfall für einen Netzbetreiber bedeutet. Die Syna GmbH ist die Netztochter der Süwag und somit mit dem Netzbetrieb im Rhein-Lahn-Kreis betraut. In Deutschland baut sich das Stromnetz der Hoch- und Mittelspannung nach dem Prinzip n-1 auf. Das bedeutet: Für jede Leitung die ausfällt, gibt es immer eine andere Leitung, die die Versorgung übernehmen kann. In der Mittelspannung sind hierfür Netzumschaltungen notwendig.

„Neben Umwelteinflüssen müssen wir heute auch auf Angriffe aus der digitalen Welt vorbereitet sein“, erklärt Jürgen Köchling. „Wir lassen uns gemäß den Vorgaben des Ministeriums für IT-Sicherheit und der Bundesnetzagentur zertifizieren, um unsere Infrastruktur sicherer zu machen und zu schützen.“

Damit Krisenmanagement im Ernstfall funktioniert, üben die Fachleute der Süwag regelmäßig. Die Süwag arbeitet eng mit den Einheiten des Katastrophenschutzes zusammen. „Für schnelle Hilfe im Ernstfall brauchen wir eine starke Feuerwehr“, betont Landrat Frank Puchtler in seiner Funktion als Vorsitzender des Regionalbeirats. „Ich freue mich, dass die freiwilligen Feuerwehren im Kreis viele Süwag-Mitarbeiter in ihren Reihen haben“, erklärt er weiter.

Hintergrundinformationen

Die Regionalbeiräte beraten die Süwag in Fragen regionaler Unternehmens- und Energiepolitik, identifizieren regionale Projekte und informieren über kommunalpolitische und -rechtliche Entwicklungen. Die Mitglieder wurden auf Vorschlag der kommunalen Partner durch den Aufsichtsrat der Süwag benannt. In der letzten Sitzung des Regionalbeirats Rhein-Lahn am 7. Oktober 2016 wurde Landrat Frank Puchtler erneut einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte erhielt das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden. Pressemitteilung

Rhein-Lahn-Kreis

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