Fünf Jahre neues Wochenmarktkonzept in Bendorf
Positive Zukunft für die alte Markttradition
Buntes Programm zum Jubiläum auf dem Kirchplatz
Bendorf. Seit nunmehr fünf Jahren ist der Bendorfer Wochenmarkt am Freitagnachmittag wieder eine attraktive Anlaufstelle für alle, die Wert auf frische Ware und individuelle Beratung legen. Dabei stand er im Jahre 2013 bereits kurz vor dem endgültigen Aus, ein Schreckensszenario für Bürger und Stadt, hat der Markt doch eine schon über 450 Jahre alte Tradition. Bereits im Jahre 1560 wurden der Stadt per kaiserlichem Dekret die Marktrechte verliehen, damit ist Bendorf einer der ältesten „Marktflecken“ Deutschlands.
Nachdem die Abteilung Wirtschaftsförderung mit ihrem Leiter Werner Prümm die Verantwortung für den Markt übernommen hatte, entwickelte seine Mitarbeiterin Sabine Schmidt ein neues Konzept für den Traditionsmarkt und setzte ihre Vorstellungen mit ihrem Team konsequent um. Allein ihre Idee, die Marktzeit von Donnerstagmorgen auf den Freitagnachmittag zu verlegen und damit ein breiteres Publikum sowohl aus der Stadt als auch aus dem Umland zu erreichen, war ein voller Erfolg und ist ein guter Garant für das weitere Fortbestehen der alten Markttradition. Großen Wert legt das Organisationsteam auf ein frisches und überwiegend regionales Angebot der Markthändler. Auch die mehrmals im Jahr stattfindenden Motto Märkte, die sich unterschiedlichen Themen widmen, bringen ein ganz besonderes Erlebnis auf den Platz vor der Doppelkirche. Dazu sind immer wieder Bendorfer Vereine und Institutionen, wie z.B. Schulen, Kindergärten und Feuerwehr mit ihren Ständen auf dem Kirchplatz präsent. Ebenso ist die Marktmusik zum Abendläuten in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirchengemeinde St. Medard jeweils am ersten Freitag im Monat fester und beliebter Bestandteil geworden. Neben dem klassischen Markttreiben in entspannter Atmosphäre ist es der Stadtverwaltung Bendorf wichtig, die Bürgerinnen und Bürger zusammenzubringen und ein Gemeinschaftsgefühl zu wecken, was ihr zunehmend besser gelingt.
Frau Schmidt zu Blick aktuell: „In diesem Jahr haben wir unseren Markt für die Händler attraktiver gemacht, indem wir auf Standgebühren verzichten, dadurch haben wir neue Fieranten werben und damit das Warenangebot erweitern können.“
Zur Geburtstagsfeier erwartete die Besucher auf dem Bendorfer Wochenmarkt ein besonderes Programm. Der Weinstand und die Markttafel boten beste Gelegenheit, um in netter Runde die ein oder andere Leckerei zu sich zu nehmen. Die Händler hatten von Backfisch über Wildspezialitäten, Antipasti-Variationen und Käse bis hin zu Kuchen für jeden etwas dabei und der Förderverein der Katholischen Kita St. Medard wartete mit einem bunten Geburtstagsbuffet auf. Daneben gab es für die kleinen Gäste auf dem Kirchplatz Kinderschminken, Entenangeln und einen Luftballonwettbewerb. Für Partylaune sorgte Alois Müller alias „Der Sayner“. Er präsentierte zusammen mit Gitarrist Jürgen Schlöffel bekannte Stimmungslieder und animierte in seiner ihm eigenen Art alle Besucher zum Mitsingen. Da nicht jeder so textsicher ist wie „Der Sayner“ hatte dieser für die Besucher farbige Flyer mit den Texten der von ihm gespielten Liedern vorbereitet und an der langen Markttafel für jedermann bereitgelegt. Die Gäste folgten daher auch gerne zahlreich seinem Aufruf und sangen die allseits bekannten Gassenhauer kräftig mit. Eine großartige Party mit voller „Hütte“ und bester Stimmung. Auch durch die hin und wieder durchziehenden Regenschauer ließen sich die zahlreichen Gäste die gute Laune nicht verderben. Mit diesem neuen Konzept können Stadtverwaltung und ‚Marktfrau‘ Sabine Schmidt weiter positiv in die Marktzukunft schauen.
Beigeordneter Bernhard Wiemer eröffnet den Jubiläumsmarkt flankiert von Werner Prümm und ‚Marktfrau‘ Sabine Schmidt.
Das Geburtstagsbuffet des Fördervereins der Kita.
Alois Müller alias ‚Der Sayner‘.