Dekanat Remagen-Brohltal: Pfarreien erarbeiten Schutzkonzepte zur
Prävention sexueller Gewalt
Remagen/Brohltal. In den Pfarreiengemeinschaften des Dekanates Remagen-Brohltal sind schon länger Schutzmaßnahmen zur Prävention sexueller Gewalt eingeführt. Jetzt haben die Pfarreien damit begonnen, auf dieser Grundlage umfassende Schutzkonzepte zur Prävention sexueller Gewalt an Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen zu erarbeiten. Zur Unterstützung wurde eine Arbeitsgruppe auf Dekanatsebene gebildet, die die Prozesse vor Ort begleitet und unterstützt. Die Fachberatung dieser Gruppe hat Christof Ewertz, Leiter der Lebensberatungsstelle Ahrweiler, übernommen. Außerdem arbeitet Joachim Otterbach, Pädagogischer Referent der Fachstelle Kinder- und Jugendpastoral Andernach mit.
„Minderjährige und auch erwachsene Schutzbefohlene vor sexualisierter Gewalt zu schützen, ist Auftrag für alle, die in der katholischen Kirche haupt- oder ehrenamtlich tätig sind. Um dieses Ziel zu erreichen, gehört zur Präventionsarbeit in den Pfarreien die gemeinsame Erarbeitung eines Schutzkonzeptes“, erläutert Christof Ewertz.
In einem ersten Schritt werden alle Hauptamtlichen, Gremien und Pfarrangehörige über das Vorhaben informiert. Dann wird eine Arbeitsgruppe gebildet, die das Schutzkonzept erarbeitet und die Umsetzung in die Wege leitet. Grundlage dafür ist eine Risikoanalyse, die mögliche Schwachstellen in den Arbeitsfeldern der Pfarrei in den Blick nimmt. Kernstück des Schutzkonzeptes ist ein Verhaltenskodex mit klaren und transparenten Regeln für ein gutes und achtsames Miteinander in einer Pfarrei. Nach Prüfung durch die Fachstelle Prävention Trier soll das Konzept im Herbst 2022 durch den Vertreter des Rechtsträgers der Kirchengemeinde in Kraft gesetzt werden.
„Bei der Erarbeitung des Schutzkonzeptes geht es nicht um ein Hochglanzpapier für die Schublade. Es geht um eine gemeinsam vereinbarte praktische Haltung und um konkrete Schritte hin zu einer Kultur der Achtsamkeit in unseren Gemeinden“, so Dekanatsreferent Christoph Hof, „Wichtig ist eine intensive Kommunikation mit möglichst vielen Pfarreiangehörigen, die ihre Meinungen und Sichtweisen einbringen. Nur gemeinsam kann die beste der möglichen Umsetzungen eines Schutzkonzeptes verwirklicht werden. Darum laden wir alle ein, sich vor Ort mit ihrer Meinung, ihren Hinweisen und Impulsen an der Erarbeitung zu beteiligen.
Ansprechpersonen für Fragen und Anregungen sind die Verantwortlichen der Pfarreiengemeinschaften: Gemeindereferentin Barbara Brötz (Pfarreiengemeinschaft Kempenich-Weibern), Pfr. Moritz Neufang (Pfarrei Brohltal), Pfr. Günter Marmann (Pfarreiengemeinschaft Breisiger Land), Kooperator Frank Werner (Pfarreiengemeinschaft Sinzig), Gemeindereferentin Sabine Gilles (Pfarreiengemeinschaft Remagen) oder Dekanatsreferent Christoph Hof (Dekanatsbüro Waldorf, Tel. 02636-809771).
Pressemitteilung
Dekanat Remagen/Brohltal
