Allgemeine Berichte | 02.11.2019

Partnerschaftsprojekt MAVEC und Betriebe ermöglichen neue Erfahrungen

Praxistag im Nassauer Land für junge Gäste aus Mabira

Ein Schild überreichte Dietmar Menze in Kördorf an die MAVEC-Auszubildende Rosinatha und Pfarrer Mambo, das das vom Arbeitskreis mit erbaute Ausbildungshaus in Mabira zieren soll.

Rhein-Lahn-Kreis. Für drei junge Leute aus Mabira stand die berufliche Ausbildung im besonderen Focus ihres Besuchs im Rhein-Lahn-Kreis. Zwei von ihnen nehmen in ihrer Heimat am Projekt MAVEC teil, mit dem der Arbeitskreis das handwerkliche Know-how unterstützen möchte, damit sich junge Männer und Frauen eine berufliche Perspektive in der Heimat aufbauen können. Die fünf Buchstaben stehen für Mabira Vocational Education Cooperation, eine Kooperation für berufliche Bildung in Mabira.

„Allein das Werkzeug, mit dem hier gearbeitet wird, ist beeindruckend“, sagt die 23-jährige Rosinatha, die in den Noll-Werkstätten in Fachbach einen ganzen Tag Eindrücke sammelt. MAVEC ermöglicht der jungen Handwerkerin aus Nyambilembe derzeit eine Gründung zur Selbstständigkeit als Zimmerfrau. Was sie dort in mühevoller Handarbeit mit einer großen Handsäge schneidet, übernimmt in Fachbach schon längst eine moderne Schneidemaschine. Und noch eine Erfahrung nimmt sie mit in die Heimat: „Die Disziplin, mit der hier gearbeitet wird“.

Im Nassauer Leifheit-Campus hilft Deocta dem Obermonteur der Firma Pfaff & Haas Tim Pfeiffer beim Einbau von Lampen und dem Verlegen von Netzwerkkabeln für den WLan-Anschluss. Vom Prinzip her kennt der MAVEC-Azubi die richtigen Handgriffe. „Aber das ist natürlich eine viel modernere Installationstechnik als bei uns in Tansania“, freut er sich in Englisch über die Erfahrung, die er in die Heimat mitnimmt.

Der Dritte im Bunde des Praxistages ist Justine (22), der in Mabira Laborant geworden ist und nun als Aushilfslehrer arbeitet. Die Firma chg-Gross in Nassau, seit Jahren Unterstützer der Partnerschaft, gewährt ihm Einblicke in den deutschen Werkzeugbau. „Wenn wir als aufstrebendes Familienunternehmen jungen Menschen aus ländlichen Regionen in anderen Teilen der Welt einen Einblick in die deutsche Berufswelt ermöglichen können, damit diese eine berufliche Perspektive in ihrer Heimat entwickeln können, tun wir das sehr gern“, begründet Geschäftsführerin Isabelle Groß, warum der Gast willkommen ist. Justine selbst ist von den großen Werkzeugen angetan und meint: „Das wäre auch ein interessanter Beruf.“

Auch der Besuch der Adolf-Reichwein-Berufsschule und in der Handwerkskammer Koblenz erweitert den Horizont der wissbegierigen Gäste aus Mabira. Dass das Mavec-Projekt dort bereits Früchte trägt, davon berichtet dessen Initiator Dietmar Menze während des Abschlussabends in Kördorf. Ein von Claudia Wirsch gestaltetes und von der Firma Heymann gefertigtes Schild gab er der Reisegruppe mit auf den Heimweg. Es soll ein gemeinsam von der Karagwe-Diözese und dem Arbeitskreis gebautes Haus in Mabira zieren, in dem die jungen Leute leben und arbeiten können.

Pressemitteilung

Dekanat Nassauer Land

Steffen Linscheid, Ausbildungsbeauftragter bei chg in Nassau, zeigt dem Gast aus Mabira, wie Werkzeuge den richtigen Feinschliff erhalten, während der Elektriker Deocta unter fachkundiger Anleitung von Tim Pfeiffer im Leifheit-Campus Kabel verlegt.Fotos: privat

Steffen Linscheid, Ausbildungsbeauftragter bei chg in Nassau, zeigt dem Gast aus Mabira, wie Werkzeuge den richtigen Feinschliff erhalten, während der Elektriker Deocta unter fachkundiger Anleitung von Tim Pfeiffer im Leifheit-Campus Kabel verlegt.Fotos: privat

Ein Schild überreichte Dietmar Menze in Kördorf an die MAVEC-Auszubildende Rosinatha und Pfarrer Mambo, das das vom Arbeitskreis mit erbaute Ausbildungshaus in Mabira zieren soll.

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