Bündnis für Frieden und Demokratie Remagen ausgezeichnet
Preis für Zivilcourage erhalten
Remagen. In diesem Jahr wurde das Bündnis für Frieden und Demokratie Remagen für sein langjähriges Engagement und seine jährlichen Aktionen gegen Rechtsextremismus mit dem Preis für Zivilcourage ausgezeichnet. Es wurde zusammen mit vier anderen Gruppierungen bzw. Personen von einer Jury des Innenministeriums ausgewählt, im Rahmen der Kampagne ‚Wer nichts tut, macht mit‘. Der Preis besteht aus einer Urkunde, einem Pokal und einem Geldbetrag von 1000 Euro.
Vertreter/innen des Bündnisses erschienen zur Verleihung durch Innenminister Roger Lewentz in der Steinhalle des Landesmuseums Mainz.
„Wir sind sehr erfreut und fühlen uns geehrt, eine solche Würdigung zu erfahren.
Die Aufmerksamkeit, die das Land uns damit schenkt, ist für uns Motivation weiterzumachen, bis der Spuk in Remagen endlich aufhört“, so Karin Keelan, eine der Sprecher/innen.
Das Bündnis besteht seit Januar 2010. Es hatte sich aus unterschiedlichen Gruppierungen und Organisationen, u.a. den Kirchen, zusammen geschlossen, um gegen die sich damals abzeichnenden jährlichen Aufmärsche der Neonazis zu demonstrieren. Eine erste Unterschriftensammlung gegen Rechtsextremismus organisierten Vertreter/innen des späteren Bündnisses bereits 2005. Sie wurde dem damaligen Vorsitzenden des Friedensmuseums Hans-Peter Kürten übergeben.
2012 gründete das Bündnis in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung den ‚Tag der Demokratie‘, der bis heute am Tag des Aufmarsches stattfindet.
Bereits 2012 erhielt es einen Preis für die Verhüllung der Friedenskapelle ‚ Schwarze Madonna‘. Mit immer wieder neuen, kreativen Ideen organisiert vor allem Michaela Schmitt zusammen mit der Organisation EXIT aufklärende Aktionen für Aussteiger.
„Potentielle Aussteiger zu erreichen ist und bleibt uns ein wichtiges Ziel bei unserer Arbeit“, so die Friedensaktivistin.
Ein weiteres Ziel des Bündnisses war es immer, über die Jahre hinweg mehr und mehr Akteure für die Gegendemonstrationen zu gewinnen. So organisiert seit 2013 die Kulturwerkstatt Remagen die Bespielung des Marktplatzes.
Auch die Hochschule ist von Anfang an dabei und beteiligt sich seit 2017 regelmäßig an Veranstaltungen am Campus. „Vielfältige Organisationen, wie Amnesty, Schulen und Jugendeinrichtungen beteiligen sich seit Jahren und es werden trotz Corona immer mehr“, zog Agnes Menacher, eine der Sprecherinnen des Bündnisses Bilanz. „Wer nichts tut macht mit“, scheint bei einer deutlichen Mehrheit hier in Remagen und darüber hinaus angekommen zu sein.
Pressemitteilung
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