Allgemeine Berichte | 27.08.2018

Eine große Bereicherung für den Neuwieder Zoo

„Prinz Maximilian zu Wied Halle“ wurde feierlich eröffnet

Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig begrüßte in seiner Funktionals Födervereinsvorsitzender die anwesenden Gäste.Fotos: STUKO

Neuwied. Das größte Bauprojekt der Neuwieder Zoogeschichte, die „Prinz Maximilian zu Wied Halle“, ein Neubau für 20 südamerikanische Tierarten, konnte eröffnet werden. Zentral im Zoo gelegen steht sie nun mit weithin sichtbarem Pyramidenglasdach sowie weiteren Besonderheiten, wie zum Beispiel einem direkten Fenster zum neu erweiterten Zoo-Restaurant, anstelle eines alten Huftierstalls und eines Niederaffenhauses. Ein großes Fest also, zu welchem zahlreiche Sponsoren, Mitglieder des Fördervereins, der zugleich Träger des Zoos ist, und Ehrengäste nach Heimbach-Weis kamen. „Die Halle soll mit ihrem Namen an den berühmten Sohn der Stadt Neuwied erinnern, den es als Zoologen und Naturforscher unter anderem nach Brasilien zog“, so Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig, welcher in seiner Funktion als Fördervereinsvorsitzender die Gäste zur Feierstunde begrüßte. Vieles konnte hier auch mit ehrenamtlichem Engagement und der Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestemmt werden. „Wir sind keine Bauherren oder Bauarbeiter, wir sind Tierpfleger und Gehegegestalter“, so Zoodirektor Mirko Thiel, der mit großem Stolz auf sein Team verwies. Die Kosten für dieses Haus belaufen sich auf insgesamt 3,5 Mio. Euro. Damit ist es das größte Bauprojekt in der Geschichte des Zoo Neuwied. Zu der Halle gehörten zwei weitere Bauabschnitte: die bereits zuvor fertiggestellte neue Straußenanlage und der ebenso neue Huftierstall. Für die Gesamtkosten der drei Abschnitte von 4,2 Mio. Euro gewährte das Land Rheinland-Pfalz (bei der Eröffnung vertreten durch Staatssekretär Clemens Hoch) einen Zuschuss von 2,6 Mio. Euro und die Stadt Neuwied einen Zuschuss von 410.000 Euro. Dies bedeutet, dass der Förderverein Zoo Neuwied e. V. rund 1 Mio. Euro aus Spendengeldern und vielen Eigenleistungen aufbringen musste.

Chronologie des Baus

„Der Spatenstich erfolgte am 13. Juli 2016. Es folgten die Erdarbeiten, Leitungen wurden verlegt, Fundamente gegossen, Wände gesetzt, und so weiter. Der kalte Winter 2016/2017 sorgte allerdings für eine kurze Verzögerung der Bauarbeiten. Bei den extremen Minusgraden waren keine Beton- beziehungsweise Bodenarbeiten möglich. Als alle Wände standen und die Unterkonstruktion für das Dach inklusive der großen Lichtpyramide gesetzt waren, konnte am 5. April 2017 Richtfest gefeiert werden“, schildert Architekt Hans Dieter Neuer vom Architektenbüro der Juhr Klein Lörsch Architekten Ingenieure GmbH. Bei ihm und in der Endphase bei seiner Frau Christine Seelbach-Neuer liefen alle Fäden zuverlässig zusammen. Klar, dass hierzu dann auch die besondere Aufgabe der Schlüsselübergabe am Eröffnungstag gehörte.

Sein Dank galt dem Bauherrn für das zum wiederholten Male entgegen gebrachte Vertrauen zur Realisierung dieses Objektes, den Behörden, den Fachingenieuren, allen am Bau beteiligten Firmen und den Kollegen im Büro sowie eben seiner Frau, die ihn aufgrund eines Unfalls in den letzten Wochen an der Baustelle vertreten hat. „Dank auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Zoos Neuwied, die uns auch bei diesem Projekt mit Ihrem Rat zur Seite standen. Stellvertretend für Alle möchte ich hier Zoodirektor Mirko Thiel und Zoopädagogin Franziska Günther nennen“, so Neuer.

Innenausbau komplett in Eigenleistung

Nach dem Richtfest gingen die Arbeiten wie folgt weiter: Fenster und Türen wurden eingesetzt, elektrische Leitungen verlegt, Lüftung und Heizung eingebaut, bevor das Gebäude einen Anstrich in frischen Grüntönen erhielt. Der Innenausbau der Gehege erfolgte komplett in Eigenleistung des Zoos. Gemeinsam gestalteten Zoo-Handwerker und Tierpfleger die Rückwände mit Baumstämmen oder Kunstfelsen, brachten Klettermöglichkeiten für die Tiere ein und bauten Hütten oder Schlafhöhlen.

Nun herrscht Leben in der Halle

Seit Anfang August herrscht nun Leben im neuen Gebäude, Zwergmaras, Sumpfmeerschweinchen, Totenkopfäffchen, Tapire und viele mehr haben dort ihr neues Zuhause gefunden. Im Nachttierbereich sind Fledermäuse, Nachtaffen und Wickelbären zu sehen. In diesem Teil der Prinz Maximilian zu Wied Halle leuchtet tagsüber blaues Mondlicht, sodass es für die Tiere dort Nacht ist und sie aktiv sind. „Wenn es draußen dunkel wird, geht in diesem Bereich die „Sonne“ auf und mit hellem Licht wird der Tag simuliert“, erklärte Zoodirektor Mirko Thiel.

„Wir haben noch einiges vor“

Dieser gab in seiner abschließenden Rede den Dank an den Architekten zurück und warb dafür, dass auch in Zukunft noch dringende weitere Maßnahmen auf dem Zoogelände durchgeführt werden müssten. „Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin“. Der Zoo Neuwied, welcher an diesem Tag auch Besuch und Festreden von befreundeten Zoologischen Einrichtungen und Verbänden erhielt, möchte den hier lebenden Tieren eine Heimat geben und den Besuchern die Vielfalt der Tierarten mit viel Liebe nahebringen. Dies wurde auch bei der anschließenden Begehung der neuen Halle deutlich. Großes Erstaunen wurde hervorgerufen und man zeigte sich sehr beeindruckt, was hier entstanden ist. Dabei werden nicht nur die einzelnen, hier eingezogenen Tiere, vorgestellt, sondern auch Dokumentationstafeln informieren umfangreich

.

„Prinz Maximilian zu Wied Halle“ wurde feierlich eröffnet

Architekt Hans Dieter Neuer (re.) überreichte nach dem Festaktdie symbolischen Schlüssel für die neue Halle.

Architekt Hans Dieter Neuer (re.) überreichte nach dem Festakt die symbolischen Schlüssel für die neue Halle.

„Prinz Maximilian zu Wied Halle“ wurde feierlich eröffnet

Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig begrüßte in seiner Funktion als Födervereinsvorsitzender die anwesenden Gäste.Fotos: STUKO

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