Allgemeine Berichte | 14.11.2023

Nun genießt die Tollität von 2021 endlich ihre eigene Session

Prinzessin Johanna I. nach Dornröschenschlaf erweckt

Schon 2021 hatte die heute 29-jährige Prinzessin Johanna I. einmal die Insignien der Macht als Tollität der Apfelstadt in Empfang genommen. Doch die Pandemie und die seinerzeit notwendigen Kontaktbeschränkungen hatten Johanna und ihrem Gefolge vor zwei Jahren einen Strich durch die Session gemacht.

Meckenheim. Schon 2021 hatte die heute 29-Jährige einmal die Insignien der Macht als Tollität der Apfelstadt in Empfang genommen. Doch die Pandemie und die seinerzeit notwendigen Kontaktbeschränkungen hatten Johanna I. und ihrem Gefolge vor zwei Jahren einen Strich durch die Session gemacht. Weil sich die Karnevalisten Meckenheims nicht unterkriegen lassen, beschloss man unter den Uniformierten und Kostümierten, dass Johanna I. so bald wie möglich ihre Session nachholen sollte. Damit steht Johanna I. seit dem Prinzessinnenerwecken am Samstag endlich an der Spitze des karnevalistischen Volks.

Den Start in die Session unter dem Motto „Im Hätze jood - met Tradition im Blood“ besiegelte schließlich die nach aktuellem Wissensstand in der Geschichte der Karnevalisten bisher in dieser Form einzigartige Zeremonie in der Jungholzhalle. So lag die Prinzessin zu Beginn der Veranstaltung in einem Himmelbett auf der Bühne und wurde durch den ehemaligen Prinzen wachgeküsst. Kaum aus dem Dornröschenschlaf erwacht, eilte Johanna I. zu ihrem Gewand und erschien bald in vollem Ornat auf der Bühne.

Weil man, wie Bürgermeister Holger Jung richtig feststellte, eine Prinzessin nicht zwei Mal proklamieren darf, überreichte er Johanna I. feierlich eine Prolongationsurkunde. „Und damit, liebe Johanne, bist du unsere Prinzessin.“

Das Karnevalsgen hatte die junge Frau schon von den Eltern und den Großeltern in die Wiege gelegt bekommen. „Meine Eltern waren von rund 30 Jahren Prinzenpaar, meine Großeltern vor gut über 40 Jahren“, sagte die junge Frau im Vorfeld der Proklamation. Auch im restlichen Ahnenstamm der Physiotherapeutin findet man immer wieder Verwandte, die als Teil eines Dreigestirns, als Adjutanten oder in anderer Weise die vergangenen jecken Sessionen mitgestaltet hatten.

„Ich freue mich vor allem darauf, den Menschen bei den Veranstaltungen nach der langen Zeit der Pandemie Freude zu bringen“, sagte Johanna I und fuhr fort: „Es wäre schön, wenn es so gelingt, dass alle den Alltag ein wenig hinter sich lassen können und alle zusammen feiern.“ Beim Prinzessinnenerwecken am 11.11.2023 schien ihr das jubelnde Volk diesen Wunsch auf Anhieb zu erfüllen. So war Johanna I. auf der Bühne mit „Meckem Alaaf“ inmitten des jubelnden Volks sogleich in ihrem Element - mitsamt allen Jecken um sie herum.

Die Prinzengarde ließ es beim Einmarsch krachen.

Die Prinzengarde ließ es beim Einmarsch krachen. Foto: Petra Reuter

Die Stadtsoldaten beim Einmarsch in die Jungholzhalle. Fotos: CEW

Die Stadtsoldaten beim Einmarsch in die Jungholzhalle. Fotos: CEW Foto: Petra Reuter

Schon 2021 hatte die heute 29-jährige Prinzessin Johanna I. einmal die Insignien der Macht als Tollität der Apfelstadt in Empfang genommen. Doch die Pandemie und die seinerzeit notwendigen Kontaktbeschränkungen hatten Johanna und ihrem Gefolge vor zwei Jahren einen Strich durch die Session gemacht. Foto: Petra Reuter

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