Allgemeine Berichte | 11.09.2019

Markus Maria Profitlich begeistert Rheinhalle

Programm „Schwer verrückt“ zeigt täglichen Irrsinn auf

Nur mit zwei Stühlen als Deko spielte Markus Maria Profitlich zwei Stunden zur großen Freude der Besucher.Foto: StF

Remagen. „Schwer verrückt“, so lautet der Name des aktuellen Programms, mit dem Markus Maria Profitlich durch die Hallen der Republik tourt. Dabei ist der Name Programm im wahrsten Sinne des Wortes. Denn der Künstler erscheint zunächst in einer weißen Zwangsjacke auf der Bühne, die mit zwei Stühlen äußerst karg dekoriert ist.

„Die ganze Welt ist eine Gummizelle, noch hat keiner den Ausgang gefunden“, so der eingängige Tenor bei der Begrüßung.

Und angesichts der Krisen der Welt könnte man da ja auch so den einen oder anderen Irren finden. Aber der Wahnsinn liegt viel näher, denn wer Verrückte sehen will, der braucht nicht bis ins Weiße Haus zu schauen, ein Blick auf die Familie reicht da völlig aus. Und er liefert auch gleich die passenden Beispiele. So haben 60 Prozent aller Deutschen ein zweites Handy angemeldet, warum das? Nimmt man eines mit in den Sarg, weil man Angst hat, lebendig begraben zu werden? Und um dann im unwahrscheinlichen Fall des Falles festzustellen, dass man keinen Empfang hat.

Oder auch die Frage, die sich viele Männer schon einmal gestellt haben, warum rasieren sich Frauen die Augenbrauen ab, um sie direkt danach wieder aufzumalen.

Der alltägliche Wahnsinn zeigt sich vor allem bei der Ernährung, Smoothies sind ja absolut angesagt, Markus Maria Profitlich steht ganz klar auf Hopfen-Malz-Smoothies am Wochenende.

Oder das Thema Gluten. Nachweislich haben rund 0,3 Prozent der Menschen eine Glutenunverträglichkeit. Man könnte aber meinen, dass sei die Mehrheit. In Dortmund gibt es wahrscheinlich mehr Fans von Schalke 04 als Menschen mit Glutenunverträglichkeit. Daher hat er seit zwei Jahren stets eine Tupperdose mit zwei Frikadellen dabei, den „Flachmann für Fleischesser“, wie er es ausdrückt.

Mit treffsicherer Komik entlarvt Markus Maria Profitlich diesen alltäglichen Wahn, gibt wertvolle Tipps im Umgang mit den eigenen Marotten und beantwortet auf seine unnachahmliche Art unter Einsatz seines ganzen Körpers die Frage, wie verrückt man denn selber sein muss, um den Wahnsinn um sich herum überstehen zu können.

Wobei er da vollen Körpereinsatz im wahrsten Sinne des Wortes liefert, denn er spielt hervorragend pantomimisch Szenen in der Bahn und beim Angeln nach, dies alles untermalt von einer hervorragenden Tontechnik, die sich vieler Effekte bedient und das Spiel des Künstlers hervorragend unterstützt, ohne es zu dominieren.

Die rund 420 Besucher waren jedenfalls begeistert und sparten nicht mit Applaus und als Zugabe gab es dann den einen oder anderen Joke aus dem aktuellen Programm, was stets weiterentwickelt wird. Auch hier hatte er eine nette Szene dabei. Verbringt eine Frau doch die erste Nacht bei ihrem neuen Freund und stellt die Frage, ob er denn auch was Veganes im Kühlschrank habe. Aber klar doch, das Licht, so die treffende Antwort.

Im vergangenen Jahr hatte Profitlich öffentlich gemacht, dass er an Parkinson leide. Dies erklärte er auch offen auf der Bühne und kündigte an, dass er sich damit im nächsten Programm auseinandersetzen wird, im Moment arbeitet er an einem Titel. „Alles außer Mikado“ oder auch „Schütteln vor Lachen“ sind in der engeren Auswahl, dies sei aber noch eine „Zitterpartie“.

Insofern können sich die Zuschauer auch schon auf das nächste Programm freuen, denn von der Krankheit wird sich Markus Maria Profitlich nicht unterkriegen lassen, das ist sicher.

STF

Nur mit zwei Stühlen als Deko spielte Markus Maria Profitlich zwei Stunden zur großen Freude der Besucher.Foto: StF

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