Allgemeine Berichte | 12.07.2017

Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR

Projekt RAWIS vorgestellt

Projektleiter Dr. Jens Klare vom Fraunhofer FHR erläutert Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka die Funktionsweise des Ortungssystems für die Rettungskräfte. Fraunhofer-Institut

Wachtberg. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium des Innern (BMI) haben in einer gemeinsamen Pressekonferenz für das Förderprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit“ exemplarisch das Projekt „Radar-Warn- und Informationssystem für Anwendungen im Katastrophenschutz“ (RAWIS) vorgestellt. Vor Ort waren Bundesforschungsministerin Johanna Wanka sowie Bundesinnenminister Thomas de Maizière.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert seit 2007 mit dem Rahmenprogramm der Bundesregierung „Forschung für die zivile Sicherheit“ umfassende Sicherheitslösungen.

Im Rahmen dieses Programms wurde das Projekt RAWIS (Radar-Warn- und Informationssystem für Anwendungen im Katastrophenschutz) im Rahmen des Themenfelds „Zivile Sicherheit - Schutz und Rettung bei komplexen Einsatzlagen“ durchgeführt. Das Fördervolumen beträgt rund 3,6 Millionen Euro. Die Projekte im Rahmen des zivilen Sicherheitsforschungsprogramms beschäftigen sich mit realitätsnahen Szenarien. Damit Sicherheitslösungen auf die Bedürfnisse in der Praxis abgestimmt werden können, arbeiten Forschende aus Natur-, Technik- und Geisteswissenschaften mit Endanwendern, wie zum Beispiel der Polizei und Rettungskräften sowie der Industrie, eng zusammen. Als Beispiel dieses erfolgreichen Förderkonzepts wurde RAWIS daher auf der gemeinsamen Pressekonferenz vorgestellt.

THW-Präsident Albrecht Broemme betonte: „Forschung ist wichtig für unsere Einsatzkräfte, denn arbeiten Forscher und Anwender zusammen, entstehen erfolgreich Systeme, die im Einsatz Leben retten.“

Im Projekt RAWIS hat das Fraunhofer FHR mit seinen Konsortialpartnern ein neuartiges Überwachungssystem zum Schutz der Rettungskräfte in Katastrophengebieten entwickelt. Das Gerät, das gemeinsam mit dem THW, der Universität Siegen, der Ruhr-Universität Bochum und der Firma indurad entworfen und aufgebaut wurde, überwacht die Einsatzstelle kontinuierlich und lückenlos.

Es besteht aus einem Hauptradarsystem sowie kleinen Unterstützungsgeräten, wodurch es kompakt und mobil ist. „Dank der besonderen Eigenschaften von Radar arbeitet das System unabhängig von Regen, Nebel, Staub und Rauch. Die Rettungskräfte müssen keine Reflektormarken oder ähnliches anbringen, sich also zur Einrichtung des Systems nicht in Gefahr begeben. So kann zudem wertvolle Zeit für die Bergung von Personen gewonnen werden“, erläuterte Projektleiter Dr. Jens Klare vom Fraunhofer FHR. Kontinuierlich testete das Entwicklerteam das System in gemeinsamen Übungen mit dem THW, so zuletzt im März 2017. An der groß angelegten Kampagne auf einem Gelände bei Mönchengladbach nahmen mehrere Ortsverbände des THW teil. Das Gerät basiert auf dem MIMO-Prinzip. Hierbei wird durch eine intelligente Signalprozessierung der Hardwareaufwand deutlich reduziert, was zu einer Kostenreduktion für das Gesamtsystem führt. Active-RFIDs („Tags“) der Firma indurad ergänzen den Radarsensor. Die Tags werden an der Kleidung der Einsatzkräfte angebracht und ermöglichen deren räumliche Ortung und somit eine gezielte Alarmgebung. Dies wurde bei der Pressekonferenz auch demonstriert: Beide Minister setzten sich einen Helm mit Tag auf und konnten ihre Bewegung auf einem großen Monitor verfolgen. Das Projekt läuft noch bis Jahresende. Es wird eine abschließende Demonstration auf einem THW-Übungsgelände geben. Das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik FHR betreibt als eines der führenden europäischen Institute umfassende Forschung im Bereich Hochfrequenz- und Radartechnik. Kernthema der Forschungsarbeiten sind Sensoren für präziseste Abstands- oder Positionsbestimmung sowie bildgebende Systeme. Das Anwendungsspektrum dieser Geräte reicht von Systemen für Aufklärung, Überwachung und Schutz bis hin zu echtzeitfähigen Sensoren für Verkehr und Navigation sowie Qualitätssicherung und zerstörungsfreies Prüfen. Weitere Informationen erhalten Interessenten unter:

https://www.fhr.fraunhofer.de/de/geschaeftsfelder/sicherheit/radar-warn-und-informationssystem-RAWIS.

Pressemitteilung des

Fraunhofer-Instituts

Projektleiter Dr. Jens Klare vom Fraunhofer FHR erläutert Bundesinnenminister Thomas de Maizière, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka die Funktionsweise des Ortungssystems für die Rettungskräfte. Foto: Fraunhofer-Institut

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Image Anzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Titelanzeige KW 15
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Anzeige KW 15
Blütenfest
Anzeige Radiologie & Nuklearmedizin
Empfohlene Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
58

Region. Auch in unserer Region gibt es sie: die stillen Stars des Alltags. Menschen, die anpacken, helfen, Verantwortung übernehmen oder einfach für andere da sind. Ob Feuerwehrmann, engagierte Ortsbürgermeisterin, unermüdliche Nachbarschaftshelfer oder die gute Seele im Sportverein – sie alle sind Heimathelden! BLICK aktuell möchte diesen Menschen eine Bühne geben und der Öffentlichkeit vorstellen – in einer neuen Serie in unserer Zeitung.

Weiterlesen

Symbolbild.  Foto: pixabay.com
35

Region. Wir von BLICK aktuell möchten wissen, wo in eurer Heimatstadt oder Kommune der Schuh drückt! Aus diesem Grund haben wir die neue Serie „HeimatCheck“ ins Leben gerufen. Ob kleine Ärgernisse oder große Probleme: Schreibt uns, was euch bewegt, und wir berichten für euch! Handlungsbedarf gibt es eigentlich immer, sei es bei:

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: ROB
108

Jugendliche um drei Uhr nachts von Polizei angehalten

11.04.: Bad Ems: 15- und 13-Jähriger unternehmen nächtliche Spritztour mit Auto

Bad Ems. In den frühen Morgenstunden des 11.04.2026, gegen 03:00 Uhr, wurde durch eine Streifenwagenbesatzung nach einem Hinweis von Zeugen ein Pkw im Stadtgebiet Bad Ems, im Bereich der Straße Am Weißen Stein, kontrolliert. Hierbei wurde festgestellt, dass der Fahrzeugführer erst 15 Jahre alt und demnach nicht im Besitz der erforderlichen Fahrerlaubnis war. Sein Beifahrer war nochmals zwei Jahre jünger.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Daueranzeige 2026
Dauerauftrag 2026
Werbeplan 2026
Wir helfen im Trauerfall
Wir helfen im Trauerfall
Titelanzeige
Kleinanzeigen
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Wohnträume
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Blütenfest in Meckenheim
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Anzeige Lagerverkauf
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Anzeige Beratertage Schlafexperte