Allgemeine Berichte | 27.06.2024

Förderprogramm private Dorferneuerung unterstützt Realisierung

Projekt Zuhause: „Neuer Glanz in Alter Mühle“

Familie Winkler mit Landrätin Anke Beilstein. Fotos: Madeleine Reis

Brohl. Der Landkreis Cochem-Zell fördert aus Mitteln der privaten Dorferneuerung regionaltypische Sanierungen von Wohngebäuden in Ortsgemeinden, die über ein Dorferneuerungskonzept verfügen. Landrätin Beilstein besuchte nun ein gelungenes Beispiel eines Dorferneuerungsvorhabens in Brohl.

Als Daniel und Katharina Winkler im Jahr 2020 die Sanierung des alten Mühlengebäudes begannen, ahnten sie nicht, wie viel Arbeit vor ihnen liegen würde. Doch heute, vier Jahre später, sind sie umso glücklicher, das Abenteuer Altbau gewagt zu haben. Nun wohnen sie mit ihrer kleinen Familie in dem idyllisch gelegenen Bruchsteinhaus am Ortsrand von Brohl.

Im Mühlental gab es früher einige Mühlen. Dabei wurde Wasser des Brohlbachs zu den Häusern umgeleitet, trieb dort das Mühlrad an und wurde schließlich wieder dem Bach zugeführt. Bis in die 70er Jahre wohnten noch die Großeltern von Daniel Winkler in dem alten Mühlengebäude, dann bauten sie nebenan neu. Seitdem stand das alte Mühlenhaus leer. Als Familie Winkler mit der Sanierung begann, stand der Erhalt des Charakters der alten Mühle im Vordergrund. Jedoch sollten auch moderne Elemente Einzug halten. Und so entschieden sie sich, alt und modern miteinander zu verbinden. Das Haupthaus wurde kernsaniert und zum Nebengebäude hin geöffnet. In dem Gebäudeteil befindet sich heute das Wohnzimmer der Familie, welches durch eine große Glasfront mit Blick auf den Brohlbach besticht.

Ohne die enorme Eigenleistung der Familie wäre dieses Bauvorhaben nicht zu stemmen gewesen. Aber auch ein Zuschuss aus dem Förderprogramm der privaten Dorferneuerung hat den Traum vom Eigenheim in dem alten Gemäuer näher rücken lassen.

Landrätin Anke Beilstein zeigt sich begeistert von dem Ergebnis. Ziel der Landrätin ist es, das Förderprogramm der Dorferneuerung attraktiv in die neue Zeit zu bringen. Dazu sollen die Richtlinien fortentwickelt und modernisiert werden und es soll gestalterisch möglich sein, das Neue mit dem Alten zu verbinden.

„Das Vorzeigeprojekt von Familie Winkler macht deutlich, wie wichtig es ist, alte Bausubstanz in unseren Dörfern und Gemeinden zu erhalten und energetisch zu modernisieren. Ganz besonders freut es mich, dass hier eine junge Familie ihr neues Zuhause in den alten Mauern gefunden hat. Das hält unsere Orte attraktiv und lebendig“, so die Kreischefin. „Solche Vorhaben wollen wir mit den Fördermitteln der Dorferneuerung unterstützen – in ortstypischer Bauweise, aber auch unter Beachtung moderner Gestaltungselemente“, so die Kreischefin weiter.

Auch im Innenbereich war es dem Paar wichtig den ursprünglichen Charme des Gebäudes zu erhalten. So finden sich alte Eichenbalken oder auch die ursprünglichen Holzfenster als Dekoelemente im Wohnbereich wieder. Die Fensterbänke sind ebenfalls aus den alten Balken gefertigt worden. Auch energetisch ist das Haus nun auf dem neuesten Stand. Es wurde eine Erdwärmepumpe eingebaut und die Wände wurden von innen gedämmt.

Geplant wurde der Umbau von Architekt Walter Andre aus Ernst. „Gewisse Zwangspunkte in der Architektur geben in Altbauten zwar die baulichen Gegebenheiten vor, sie machen ein solches Vorhaben jedoch auch sehr spannend“, betont Andre.

Als nächstes möchte Familie Winkler den Außenbereich mit einer überdachten Terrasse gestalten. Bereits jetzt genießen sie die ruhige Lage am Brohlbach. Katharina Winkler betont, sie könne sich gar nicht mehr vorstellen woanders als an diesem idyllischen Ort zu wohnen.

Bis heute lebt der Großvater im Nachbarhaus. Auch er sei sehr froh, dass die Familie so nah beieinander ist und sich sein Enkel dazu entschieden hat, das alte Haus zu sanieren und wieder mit Leben zu füllen.

Die private Dorferneuerung kurz erklärt

Cochem-Zell erlangt seinen Reiz durch die zahlreichen kleinen Ortschaften und Gemeinden, die im gesamten Kreisgebiet zu finden sind und den Landkreis ausmachen. Vom Hunsrück über die Mosel bis in die Eifel – überall bieten die charmanten Dörfer ein ansprechendes Zuhause und ruhiges Leben auf dem Land. Um dem Charakter unseres Landkreises, der grünen Natur und nicht zuletzt den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden, spielt die zukunftsfähige Gestaltung der Ortsgemeinden eine große Rolle.

Mithilfe des Förderprogramms der Dorferneuerung unterstützen die Kreiswerke, Eigenbetrieb Wirtschaft & Innovation, private Bauvorhaben mit Fördergeldern. Hierzu zählen u.a.:

• Aus-/Umbau, Sanierung und Umnutzung älterer Gebäude,

• bauliche Investitionen zur Schaffung von örtlichen Versorgungseinrichtungen (bspw. Dorfläden, Gaststätten oder Bäckereien),

• bauliche Investitionen zur Schaffung oder zum Erhalt von wohnortnahen Arbeitsplätzen.

Landrätin Anke Beilstein ermutigt potenzielle Bauherren: „Sprechen Sie meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Diese werden Sie zu den Fördermöglichkeiten für eine Altbausanierung beraten und Ihnen entsprechende Informationen zu den Förderprogrammen zur Verfügung stellen.“

Ansprechpartnerinnen bei den Kreiswerken: Julia Kaboth, erreichbar unter Tel. (0 26 71) 61 -692 oder dorferneuerung@cochem-zell.de und Madeleine Reis, erreichbar unter Tel. (0 26 71) 61 -695 oder unter dorferneuerung@cochem-zell.de

Weitere Informationen unter: Dorferneuerung | Startseite (cochem-zell.de). Pressemitteilung des

Kreis Cochem-Zell

Die alte Mühle vorher.

Die alte Mühle vorher. Foto: Reis Madeleine

Die alte Mühle nachher.

Die alte Mühle nachher.

Familie Winkler mit Landrätin Anke Beilstein. Fotos: Madeleine Reis

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