Spezialausbildung bei der Feuerwehr Rheinbach
Qualifiziert für die Rettung aus Höhen und Tiefen
aus Rheinbach
Rheinbach. Im April führte die Freiwillige Feuerwehr Rheinbach einen Lehrgang zur „Einfachen Rettung aus Höhen und Tiefen (ERHT)“ durch. In 37 Stunden lernten die 7 Teilnehmenden die Grundlagen, um nun in der entsprechenden Sondereinheit der Rheinbacher Wehr mitzuwirken.
Den Leiterpark der Drehleiter „auf der Rückseite“ hochklettern, macht man nicht alle Tage. Was aber zuletzt in der beliebten Fernseh-Dokumentation „Feuer & Flamme“ im WDR gezeigt wurde, konnten nun auch sieben Feuerwehrkräfte aus Rheinbach hautnah erleben: Im Rahmen des Lehrgangs „Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen“ gehört es zur Gewöhnung an die Höhe und zum Erlernen des Vertrauens in das Material zur Absturzsicherung dazu, die 30 Meter lange Leiter auf diese ungewöhnliche Art zu besteigen und sich anschließend ins Seil zu hängen und von den unten sichernden Kameradinnen und Kameraden frei schwebend abzulassen.
Bevor es aber in die Praxis ging, mussten die Teilnehmenden des insgesamt 37 Stunden dauernden Lehrgang erst einmal Theorie büffeln und sich im Rahmen der Materialkunde mit den Gerätesätzen für ERHT, einem knotenlosen System, vertraut machen.
Als es dann in die Praxis ging, wurde nicht nur auf die schon erwähnte Drehleiter aus dem Fuhrpark der Feuerwehr Rheinbach zurückgegriffen. Einen Vormittag verbrachte der Lehrgang im Euskirchener Werk der Procter & Gamble Germany Holding GmbH (P&G). Von Guido Lanzerath, dem dortigen Feuerschutzbeauftragten, wurden geeignete Übungsobjekte zur Verfügung gestellt: so konnten bei P&G verschiedene Varianten bei der Rettung eines Verunfallten aus einem Schacht geübt werden sowie der gesicherte Aufstieg auf eine Notleiter und das Bewegen auf Dächern mit unterschiedlichen Sicherheitseinrichtungen. Auch ein Turm in der Rheinbacher Tomburg-Kaserne wurde zum Üben genutzt.
Am Ende konnten eine Kameradin und sechs Kameraden den Lehrgang erfolgreich abschließen. Sie verstärken nun künftig die EHRT-Gruppe, die in Rheinbach zusätzlich zu den einzelnen Löscheinheiten alarmiert wird, wenn bei einem Einsatz der Aufenthalt in Bereichen notwendig ist, in welchen ein Absturz auf Grund der möglichen Sturzhöhe zu Verletzungen führen kann oder wenn die Rettung von einer Person durch einfache Rettungsmaßnahmen aus Höhen und Tiefen bis 30 m in einem Einsatz erfolgen muss.
Die Mitglieder dieser Gruppe rekrutieren sich aus den Löscheinheiten Rheinbach, Queckenberg und Flerzheim, auf deren Fahrzeugen auch die ERHT-Gerätesätze verlastet sind. Bei regelmäßigen gemeinsamen Übungsabenden werden die im sechstägigen Grundlehrgang „Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen“ erlernten Fähigkeiten trainiert und vertieft.
Unter anderem wurde das Abseilen in einen Schacht geübt, um eine dort unten verletzte Person retten zu können. Foto: Feuerwehr Rheinbach
