Wachtberger Kunstwerk hängt bald in Berlin
Quiltwachteln spenden für den Jugendförderverein Villip
Marten Mattick aus Berlin gewinnt den Hauptpreis der Tombola, einen wunderschönen Wandquilt
Berkum. Wer meint, bei den „Quiltwachteln“ handele es sich um merkwürdige Vögel, der liegt völlig falsch. In Wahrheit hat sich unter diesen lustigen Namen fünf fröhliche Damen aus Wachtberg zusammengetan, die sich dem „Quilten“ mit künstlerischem Anspruch verschrieben haben. Seit sieben Jahren stellen sie ihre textilen Kunstwerke im Rahmen der Wachtberger Kulturwochen aus, die ersten fünf Jahre im Limbach Stift und seit dem vergangenen Jahr im Köllenhof. Dort eignen sich die Räumlichkeiten mit ihrer Aufteilung und der Deckenhöhe viel besser für die Quiltdecken und Wandbehänge.
Diesmal hatten sie die Ausstellung unter das Motto gestellt: „Die Farbe Rot“. Gezeigt wurden neben jeweils individuellen Motiven unterschiedliche Interpretationen der Quilt-Ladies zu dieser Vorgabe, die knallige Farbe leuchtete den Besuchern in ganz unterschiedlicher Zusammensetzung entgegen. Darüber hinaus waren handgearbeitete Taschen und Sets ebenso im Angebot wie schöne Krabbeldecken für den Nachwuchs. Bei der Ausstellung veranstalteten die fünf Damen um Brigitte Pfeiffer auch eine Tombola, bei der ein wunderschöner Wandquilt zu gewinnen war.
Wie gemacht für die Bürgermeisterwand
Den hatten Brigitte Pfeiffer, Ingrid England, Marlies Mattick, Gabi Böhlken-Nagel und Annelore Walz gemeinsam hergestellt nach dem „Round Robin“-Prinzip: Eine fängt in der Mitte an, und die anderen ergänzen dies dann reihum mit jeweils einer Reihe. Vorgaben gab es dafür keine, jede der fünf Handarbeits-Künstlerinnen machte gerade das, was ihr in den Sinn kam – die Vielfalt ergänzte sich perfekt zu einer sehenswerten Harmonie. Herausgekommen ist ein wunderschöner Quilt mit roter Hauptfarbe und schwarzen und weißen Nebenfarben, der exakt an eine Wand des Dienstzimmers von Bürgermeisterin Renate Offergeld passt.
Dort hatten sich die „Quitwachteln“ eingefunden, um den Gewinner dieses repräsentativen Objektes zu ermitteln. Und der bleibt einerseits sozusagen in der Familie, andererseits wird er künftig in Berlin zu bewundern sein. Denn „Glücksfee“ Renate Offergeld zog das Los von Marten Mattick, dem erst zweijährige Enkel von Marlies Mattick, aus der Lostrommel. Der Kleine wohnt, mit seinen Eltern in Berlin – bis die Familie allerdings wieder nach Wachtberg kommt, um das gute Stück abzuholen, darf es im Bürgermeister-Dienstzimmer als Leihgabe hängen bleiben, sehr zur Freude von Offergeld. Die hatte die Spendensumme von 173 Euro auf 200 Euro aus eigener Tasche aufgestockt, Nutznießer ist der Jugendförderverein Villip.
JOST