RSC Eifelland Mayen e.V.
Radfernfahrt von Mendig nach Budel feierte Jubiläum
Über 300 Rennradfahrer bewältigten die 235 Kilometer nach Holland
Mendig/Budel. Die jährliche Radfernfahrt von Mendig ins holländische Budel feierte dieses Jahr ihr Jubiläum – seit 20 Jahren besteht die Tour. Der Verein „Stichting Wieler Activiteiten Cranendonck“ (SWAC) um Bér Timmermans hatte über 40 fleißige Helfer im Einsatz. Knapp über 300 Fahrer vor allem aus Holland, Belgien und Deutschland nahmen bei durchwachsenem Wetter die Strecke unter die Räder. Auf der Distanz von 235 Kilometern führte der teilweise neu gewählte Weg über zahlreiche steile Anstiege der Eifel, unter anderem vorbei an der Hohen Acht, später durch den Naturpark Hohes Venn und über die Rurtalsperre. Das Höhenprofil schlug mit zunehmender Dauer immer sanfter aus. Schließlich galt es, „nur“ noch knapp 100 Kilometer durch das deutsche und später niederländische Flachland unter die Räder zu nehmen, bis nach der Überquerung der Maas die nahe Eindhoven gelegene Gemeinde Budel schließlich erreicht war. Unterwegs gab es für die Fahrer notwendige Stärkung an den Verpflegungsstellen in Tondorf, Vossenack und an der Deutsch-Niederländischen Grenze in Waldfeucht.
Von deutscher Seite waren hauptsächlich Sportler des RSC Eifelland Mayen und des VfB Polch mit von der Partie. Wer kurz vor dem Start auf dem Mendiger Marktplatz in die Gesichter der Radsportler sah, konnte ganz unterschiedliche Grade der Anspannung wahrnehmen. Für den einen oder anderen Fahrer geht es bei der Veranstaltung, bei der es sich ausdrücklich um kein Rennen, sondern um eine rein breitensportliche Fahrt handelt, vielleicht um die eigene Bestzeit. Andere Fahrer haben noch nie eine solche Distanz unter die Räder genommen und wissen im Vorfeld gar nicht, ob sie das Ziel erreichen. Glücklicherweise gibt es unterwegs allerdings sogenannte „Besenwagen“, die dafür sorgen, dass niemand auf der Strecke bleibt.
Nach dem Startschuss durch Bürgermeister Hans-Peter Ammel in Mendig setzte sich die Zweiradkolonne in Richtung Bell in Bewegung. Die Wetterbedingungen auf dem Weg nach Budel waren dabei sehr wechselhaft und es kam darauf an, wo auf der Strecke die Fahrer sich gerade befanden, wie oft sie letztlich nass wurden. Nach knapp sieben Stunden Fahrzeit erreichte die erste Gruppe das Ziel, wo die Fahrer sich bis zum Abend in geselliger Runde über die Erlebnisse des Tages austauschten.
Es sollte noch über vier Stunden dauern, bis auch die letzten Fahrer Budel mit gleichem Beifall und der Gratulation für ihre Leistung erreichten. Wie immer waren viele Niederländer auf den Beinen und bereiteten allen Ankömmlingen einen wunderbaren Empfang. Während der Rückfahrt mit dem Bus erlebten die Teilnehmer das EM-Viertelfinalspiel der deutschen Nationalmannschaft „wie früher“. Auf den letzten Kilometern erreichte dann auch die Radioübertragung mit dem spannenden Elfmeterschießen gegen Italien ihren Höhepunkt. Pünktlich zu den einsetzenden Autokorsos erreichte die Gruppe Mendig.
