Gymnasium im Kannenbäckerland
Red Hand Day
Aktion gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten
Höhr-Grenzhausen. Am 12. Februar eines jeden Jahres findet weltweit der Red Hand Day statt, ein Aktionstag, mit dem auf den Missbrauch von Kindern als Soldaten hingewiesen werden soll.
Derzeit werden weltweit vermutlich etwa 250.000 Kinder, zumeist jünger als 15 Jahre, als Soldaten eingesetzt und gezwungen, zu töten, zu plündern und zu foltern. Dieser Missbrauch hat katastrophale Folgen für das psychische und körperliche Wohl der Kinder, weil sie ihr Leben lang darunter leiden werden. Falls sie ihren Kriegseinsatz überleben, sind sie häufig körperlich versehrt. Die meisten erhielten keine oder nur eine rudimentäre Schulbildung und keine Berufsausbildung. Zudem ist ihre Reintegration in die Gesellschaft sehr schwierig, da sie ein normales und friedliches Miteinander nie kennengelernt haben.
In Zusammenarbeit mit internationalen Hilfsorganisationen wie beispielsweise terre des hommes oder unicef fordert das Deutsche Bündnis Kindersoldaten, dass die Rekrutierung von unter 18-Jährigen weltweit gestoppt wird und bei Zuwiderhandlung die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.
Der Ethikkurs der Klassenstufe 6 des Gymnasiums im Kannenbäckeland wurde in einer Unterrichtsreihe zum Thema Kinderrechte auf die Situation von Kindersoldaten aufmerksam. Die Schülerinnen und Schüler waren so entsetzt über das Schicksal ihrer Altersgenossen, dass sie einen Beitrag dazu leisten wollten, dass zukünftig kein Kind mehr zum Kriegseinsatz missbraucht wird. Dazu sammelten sie in ihren Familien und besonders am 12. Februar in der Schule rote Handabdrücke, die sie am 28. Februar im Beisein von Verbandsbürgermeister Thilo Becker, Herrn Wüst, einem Mitarbeiter von Herrn Seekatz, und Schulleiter Nino Breitbach dem Europaabgeordneten Ralf Seekatz übergaben.
Nachdem auch diese ihre Handabdrücke abgegeben hatten, kamen insgesamt 489 Handabdrücke zusammen.
Herr Seekatz zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Schülerinnen und Schülern. Er versprach, die Kiste mit den roten Handabdrücken mit nach Brüssel zu nehmen und sie dort im Ausschuss für Menschenrechte zu präsentieren, damit auch dort bekannt wird, dass den Schülerinnen und Schülern des GiK das Schicksal der Kindersoldaten weltweit am Herzen liegt.
Als besondere Anerkennung schenkte er der Schule eine große Europafahne, die demnächst auf dem Dach des GiK wehen wird. Auch Thilo Becker betonte, wie wichtig es insbesondere für unser Miteinander hier vor Ort ist, dass sich junge Menschen für soziale Projekte interessieren.
