Umzüge mit Musik und Reiter in den Dierdorfer Stadtteilen Brückrachdorf, Elgert, Giershofen und Wienau
Regen und Kälte zeigten wie wertvoll St. Martins Mantel war
Neues Konzept in Wienau mit Zwischenstopp am Kindergarten
Wienau/Brückrachdorf/Elgert/Giershofen. Diesmal konnte man den Wert des Mantels, den der heilige Bischof St. Martin mit einem armen Bettler teilte, am eigenen Leib schätzen lernen: Bei ungemütlichen nass-kalten Temperaturen weit unter der 10-Grad-Grenze stapften die Kinder und Eltern in den Dierdorfer Stadtteilen am Wochenende durch ihre Orte. Nur die dicken Jacken, die das Gemüt wärmenden Laternen und die prasselnden Martinsfeuer machten den Aufenthalt im Freien erträglich. Und natürlich auch die Aussicht auf einen wärmenden Kakao oder Glühwein am Ende des Martinszuges.
Neues Konzept für den St. Martinszug in Wienau
„Wir probieren dieses Jahr etwas Neues aus“, sagte in Wienau Klaus Müller vom Förderverein, der den Martinszug hier ausrichtet. Bisher hat hier, wie in vielen anderen Orten auch, eine Kapelle den Umzug durchs Dorf begleitet. Aber so richtig kam keine Stimmung auf und man hatte den Eindruck, den Kindern fiel das Mitsingen der von der Kapelle gespielten Lieder schwer. Man hat in Absprache mit dem Kindergarten eine CD bekommen mit Liedern, die die Kinder einstudiert haben. Diese CD wird nun beim Martinszug über die Lautsprecheranlage des Feuerwehrautos abgespielt, sodass die Kinder die ihnen bekannten Lieder mitsingen können. Am Kindergartenparkplatz wird einen Zwischenstopp gemacht, einige Kinder tragen hier Gedichte vor. Das wurde früher oben am Eulentreff am Feuer gemacht, aber das hat sich als nicht so günstig erwiesen, weil sie im Trubel um die Weckmänner untergingen. Nach dem Stopp am Kindergarten ging man zum Martinsfeuer, dort bekamm jedes Kind einen Weckmann und einen warmen Kakao. Im gut geheizten „Eulentreff“, der Grillhütte des Fördervereins konnten die Besucher noch einige Zeit verweilen. An der Spitze des Wienauer Martinszuges ritt Anna-Lena Blum auf der Schimmelstute Sona von Julia Strödter.
St. Martin in Elgert, Giershofen und Brückrachdorf
In Elgert setzte sich, wie schon seit vielen Jahren, die Maxsainer Blaskapelle an die Spitze des Zuges, natürlich auch hier hinter dem (weiblichen) St. Martin auf seinem Pferd. An der Festhalle hatten sich alle getroffen und von dort aus den Marsch durchs Dorf angetreten, von der Feuerwehr begleitet und an den Straßenkreuzungen von dieser abgesichert.
Gleiches taten die zuverlässigen Mitglieder der Feuerwehren auch in Giershofen und Brückrachdorf bei den Martinszügen. In beiden Orten spielte der Posaunenchor der evangelischen Kirche Dierdorf die Martinslieder bei ihren Gängen durch die Straßen. In Brückrachdorf hatte der Förderverein seine hölzerne Weihnachtsbude aufgebaut, aus dem heraus die fleißigen Helferinnen literweise Kakao und Glühwein an die kleinen und großen Teilnehmer ausschenkten. Auch hier durfte sich jedes Kind über einen süßen Weckmann beziehungsweise einer gezuckert Brezel freuen.
In Giershofen hatten die Kinder Spaß mit ihren selbst gebastelten Laternen. Nachdem sie sich kurz am Martinsfeuer aufgewärmt hatten, holten sie sich im Dorfgemeinschaftshaus ihre gezuckerte Brezel ab.
In Elgert startete der Martinszug an der Festhalle. Hier begleitet die Maxsainer Blaskapelle das Ereignis schon seit einigen Jahren musikalisch.
