Allgemeine Berichte | 26.06.2026, 09:55 Uhr

Vor allem in älteren Schul- und Kitagebäuden wird die Hitze schnell zur Belastung.

Wenn Hitzefrei nicht mehr reicht: Brauchen Schulen und Kitas jetzt Klimaanlagen?

Symbolbild. Foto: pixabay.com
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Region. Steigen die Temperaturen wie im Juni 2026 auf sommerliche Höchstwerte, gibt es an vielen Schulen ein bewährtes Mittel: Hitzefrei. Doch was hilft, wenn es bereits am frühen Morgen zu warm ist und der Unterricht trotzdem stattfinden muss?

Vor allem in älteren Schul- und Kitagebäuden wird die Hitze schnell zur Belastung. Viele Klassenräume heizen sichstark auf, eine ausreichende Kühlung gibt es oft nicht. Notdürftig schaffen Ventilatoren etwas Erleichterung. Oder die Schülerinnen und Schüler greifen selbst zu Papierfächern. Die selbst gebastelten Fächer gehören in manchen Klassen inzwischen genauso selbstverständlich zum Schulalltag wie Geodreieck oder Vokabelheft.

Auch in Kindertagesstätten stellt die zunehmende Sommerhitze Kinder und Beschäftigte vor große Herausforderungen. Angesichts immer häufiger auftretender Hitzewellen wächst der Handlungsdruck.

Dabei gibt es bereits Fördermöglichkeiten. In Nordrhein-Westfalen können Kommunen das Förderprogramm des Bundesumweltministeriums zur Klimaanpassung nutzen. Gefördert werden unter anderem die Erstellung von Klimaanpassungskonzepten sowie konkrete Maßnahmen wie Dach- und Fassadenbegrünungen, Regenwasserspeicher, schattenspendende Pavillons, Sonnensegel oder Wasserspielplätze. Solche Investitionen können dazu beitragen, Schulhöfe und Kitagelände langfristig klimaresilienter und angenehmer zu gestalten.

Doch vielen Eltern sowie Schülerinnen und Schülern gehen diese Maßnahmen nicht weit genug. Mit jeder neuen Hitzewelle wird der Ruf nach Klimaanlagen in Klassenräumen lauter.

Was spricht also für, was gegen Klimaanlagen in Klassenzimmern und Kitaräumen?

Vorteile von Klimaanlagen:

Gesundheitsschutz

•Klimaanlagen verhindern Überhitzung und hitzebedingte Kreislaufprobleme.

•Besonders wichtig für kleine Kinder, die ihre Körpertemperatur schlechter regulieren können.

•Schützen auch Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher.

Bessere Lernbedingungen

•Studien zeigen, dass hohe Temperaturen Konzentration, Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigen.

•Angenehme Raumtemperaturen können die Lernleistung und Motivation verbessern.

Verlässlicher Unterricht

•Ganztagsschulen und Kitas können ihren Betrieb auch an sehr heißen Tagen aufrechterhalten.

Nachteile von Klimaanlagen

Hohe Kosten

•Anschaffung und Einbau sind teuer, insbesondere in älteren Schulgebäuden.

•Hinzu kommen laufende Kosten für Strom, Wartung und Reparaturen.

Hoher Energieverbrauch

•Klimaanlagen erhöhen den Strombedarf.

•Werden sie mit fossilem Strom betrieben, steigen die CO₂-Emissionen.

Gesundheitliche Aspekte

•Falsch eingestellte oder schlecht gewartete Anlagen können Zugluft verursachen oder die Luft stark austrocknen.

•Regelmäßige Wartung ist notwendig, um hygienische Probleme zu vermeiden.

Symbolbild. Foto: pixabay.com

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