Internationaler Starpianist wieder zu Gast in Königsfeld
Reise in den Westen Mexikos
Romayne Wheeler tritt am 9. Juli in der Pfarrkirche St. Nikolaus auf
Königsfeld. Am Samstag, 9. Juli findet um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Königsfeld wieder ein Konzert statt. Der amerikanische Starpianist Romayne Wheeler spielt nun schon zum dritten Male berühmte Klassiker in Königsfeld. Außerdem bringt er dem Publikum die Musik der Ureinwohner im Westen Mexikos näher, in dem er Eigenkompositionen präsentiert, die auf die Melodien der Indios zurückgehen. Romayne Wheeler wurde 1942 in Kalifornien geboren. Erste musikalische Eindrücke sammelte er durch die Musik der Völker Südamerikas, die tief mit der Natur verbunden sind. Später studierte er an der Musikhochschule und am Konservatorium in Wien und am Mozarteum in Salzburg. Bei seinen musikwissenschaftlichen Forschungen stieß er auf die Indios der Sierra Tarahumara, die in der Canyonlandschaft im Westen Mexikos fernab der Zivilisation leben. Diese Raramuri, wie sie sich selbst nennen, sind von ernster, gleichzeitig aber auch freundlicher Lebensart. Für sie bedeutet Glück, wenn es allen gut geht und wenn sie gemeinsam Dinge erleben, die zum Glücklichsein dazu gehören. So ist es keine Seltenheit, dass sie zu Familienfeiern bis zu 80 Kilometer zu Fuß zurücklegen. Die Tarahumara lieben die Musik, besonders Mozart hat es ihnen angetan. Wenn Wheeler auf seinem Steinway-Flügel spielt, hören sie ihm fasziniert zu. Romayne Wheeler betrachtet sich als Mitglied dieser Gemeinschaft und verlässt sein Dorf Munerachi , ein Ort mit etwa 380 Familien, nur zu seinen Konzertreisen. Mit den Einnahmen aus seinen Konzerten fördert er die schulische Bildung der jungen Indios und sichert ihnen damit eine langfristige Perspektive zum Bestreiten des eigenen Lebensunterhalts. Auch die Sicherstellung der medizinischen Versorgung ist ihm wichtig. Gleichzeitig legt Wheeler Wert darauf, dass auch die religiöse Bildung nicht zu kurz kommt. Romayne Wheeler beschreibt vor und während seiner Konzerte die schwierige Situation der Tarahumaras in ihrer kargen Heimat. So erhält der Besucher ein umfassendes Bild von den Projekten, die er unterstützt. Nach dem Konzert steht ein mexikanischer Imbiss für alle Besucher bereit. Eine kleine Ausstellung informiert die Besucher über die Arbeit Romaynes bei den Indios. Zudem kann jeder Gast CD’s des Künstlers günstig erwerben. Der Pianist gibt gerne Auskunft über seine Entwicklungsarbeit, Besucher können ihn nach dem Konzert ruhig ansprechen. Der Eintritt ist kostenfrei. Um eine Spende für die Tarahumara im Westen Mexikos wird gebeten.
