Fotoausstellung in der Citykirche eröffnet
Reisen zu den Eziden
Bilder des Fotografen Dietmar Guth sind noch bis 11. August zu sehen
Koblenz. Die Fotoausstellung des im Frühjahr verstorbenen Koblenzer Fotografen Dietmar Guth aus seinen Reisen nach Shingal und in andere ezidische Siedlungsgebiete, eine davon mit Vorstandsmitglied Zemfira Dlovani im Jahr 2016, wurde vor Kurzem in der Citykirche in Koblenz eröffnet.
Zahlreiche Teilnehmer waren bei der Eröffnung zugegen. Nach der Begrüßung durch Pater Ludger Widmaier, Citykirche Koblenz, sprach der Oberbürgermeister David Langner sein Grußwort. Er sagte, dass er bei seiner Vorbereitung erstmals festgestellt habe, dass in Koblenz inzwischen eine Vielzahl von Eziden lebe. Das sei ihm so nicht bewusst gewesen. Er betonte insbesondere, dass die Demokratie, die freie Religionsausübung, so wie man sie hier kennt, keine Selbstverständlichkeit ist.
Berührend und erschreckend
Anschließend berichtete Zemfira Dlovani von der Reise und den Umständen, unter denen die ergreifenden, berührenden und erschreckenden Fotos entstanden sind. Sie hob hervor, dass die Ausstellung der Ehefrau des Fotografen, Silke Guth, zu verdanken ist. Denn sie hat das von ihrem Ehemann begonnene Projekt abgeschlossen und die Bilder zur Verfügung gestellt.
Zemfira Dlovani übergab sodann das Wort dem Vorsitzenden des ZÊD, Dr. Irfan Ortac, der über die ezidische Religion referierte. Nach seinem Vortrag gab es einen regen Austausch zwischen den Anwesenden.
Alle waren sich einig: Es besteht weiterer Aufklärungsbedarf über die Eziden und ihre Geschichte, weshalb Veranstaltungen wie diese von großer Bedeutung sind und diese Fotos in wechselnden Ausstellungen möglicherweise noch öfter zu sehen sein werden.
Die Fotoausstellung ist noch bis zum 11. August in der Citykirche zu sehen. Der Ausstellungszeitraum wurde bewusst gewählt, da er den Genozid-Gedenktag der Eziden am 3. August einschließt.
Pressemitteilung Zentralrat der
Eziden in Deutschland
