Allgemeine Berichte | 30.03.2020

So geht der Reitverein Bruchhausen e. V. mit der Krisensituation um

Reitunterricht trotz Corona? – Nein!

Auch während der Isolation müssen die Pferde versorgt werden. Foto: Marie-Claire Schmatulla

Bruchhausen. Wo sonst der erste Weg zum Lieblingspferd führt, geht es momentan als aller erstes zum Händewaschen ins Reiterstübchen. Natürlich, ohne vorher irgendetwas anzufassen. Eine der Auflagen, unter der zurzeit die Pferdeversorgung beim Reitverein Bruchhausen e. V. vorgenommen wird. An Inklusionsarbeit ist seit dem 17.03.2020 nicht mehr zu denken. Zu groß ist die Ansteckungsgefahr mit SARS-Covid-19. Der Reitbetrieb von Mike Hentschel sowie das Vereinsleben des Reitvereins wurden, wie auch in vielen anderen Sportvereinen, erst einmal auf Eis gelegt.

Was in anderen Sportvereinen lediglich mit dem Ausfall der Trainingsstunden verbunden ist, hat beim Sport zusammen mit Tieren größere Auswirkungen. Ärgerlich ist es für jeden. Doch wo beim Tischtennis oder Fußball das Sportgerät nach dem letzten Training einfach weggeräumt wird, gilt es hier, die Tiere trotz aller Einschränkungen weiterhin dem Tierschutz entsprechend zu versorgen und gesund zu halten. Bei 9 Pferden sowie zwei Katzen, Ziegen und Hühnern eine kleine Herausforderung.

Mike Hentschel kann zu seinem Glück auch in dieser Situation wie immer ganz auf seine Vereinsmitglieder zählen. Eine kleinstmögliche Gruppe von Reit- und Pflegebeteiligungen wurde ausgewählt und ausgestattet mit „Passierscheinen“ und Eigenerklärungen, um ihn nun in der Krisenzeit zu unterstützen. Hierbei geht es ausschließlich um die, zur Gesunderhaltung notwendige Versorgung und Bewegung der neun Pferde. Dabei werden die strengen Hygienevorschriften und der gebotene Mindestabstand immer eingehalten. In schnellstmöglicher Zeit werden die Pferde gepflegt und bewegt. Für alle beteiligten eine sehr ungewohnte und neue Situation, so ganz ohne Reitunterricht und immer mit dem Hintergedanken, so wenig Zeit wie möglich für alles zu benötigen, um sich selbst zu schützen aber vor allem auch keinen von den anderen Helfern zu gefährden. Die Pferde geben ein klein wenig Trost in dieser Zeit der Isolation.

Auch während der Isolation müssen die Pferde versorgt werden. Foto: Marie-Claire Schmatulla

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