Allgemeine Berichte | 07.03.2024

Musikalische Montabaurer Pfarrerin wird in ihren Dienst eingeführt – Überraschung während der Predigt

Ricarda Bosse wünscht sich Kirche, die glitzert

Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer (re.) beglückwünscht die neue Montabaurer Pfarrerin Ricarda Bosse zur Ordination. Mit ihr freuen sich Dekan Axel Wengenroth und Pfarrerin Monika Christ (hinten) aus Höhr-Grenzhausen, wo Ricarda Bosse ihr Vikariat absolvierte. Foto: Peter Bongard

Westerwaldkreis. „Kirche mit Glitzer“. So nennt sich die neue Pfarrerin der Evangelischen Kirchengemeinde Montabaur auf Instagram. Den Traum von einer glitzernden Kirche träumt sie aber nicht nur in der digitalen Welt, sondern auch im realen Leben. Dort heißt sie Ricarda Bosse und zauberte in ihrem Einführungsgottesdienst ein Strahlen in viele Gesichter.

In ihrer ersten Predigt als ordinierte Pfarrerin beschreibt die 26-Jährige ihren Traum von Kirche mit Worten aus Psalm 98: „Jubel soll dort sein, Gerechtigkeit, Heiligkeit. Und fröhliche Klänge - wie bei ihrer Einführung: Die BläserInnen der Posaunenchöre aus Montabaur und Höhr-Grenzhausen, die Stimmen des Singkreises und der Gemeindegesang erfüllen die Pauluskirche mit Musik. Dann, mitten in ihrer Predigt, singt auch Ricarda Bosse: „Schläft ein Lied in allen Dingen/ die da träumen fort und fort und die Welt hebt an zu singen/ triffst du nur das Zauberwort“, stimmt sie an. Nach und nach singen einige der Gäste mit, schließlich die ganze Gemeinde, und aus dem zarten Solo wird ein mächtiger Kanon.

Ein magischer Moment, ein „Liedwunder“, wie es Ricarda Bosse in ihrer Predigt beschreibt. Kirche ist für sie wie ein Kanon. „Einer, der nicht sofort perfekt klingt“, sagt sie. Aber in dem es diesen einen Moment der Magie gibt: Der Moment, in dem alles zusammenpasst und doch verschieden bleibt: „Dann ist ein Kanon richtig schön.“

Und dann wird auch Kirche richtig schön: Wenn Menschen mit unterschiedlichen Gaben zusammenkommen, um etwas Großes zu schaffen. „Etwas, das die Herzen springen lässt und tief berührt“, sagt sie. „Darauf können wir uns verlassen: Gottes Lied schläft in allen Dingen, und wir finden seinen funkelnden Segen überall.“

Auch Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer findet, dass es in der Montabaurer Kirche noch oft glitzert. „Der Weg, den Sie jetzt gehen, ist ein gesegneter Weg. Gott leuchtet in Ihnen und aus Ihnen“, gibt sie Ricarda Bosse mit auf den Weg und wünscht ihr, dass dieses Licht auch die Menschen erreicht, die Dunkelheit erlebt haben.

Ricarda Bosse geht diesen Weg nicht allein. Als sie zur Pfarrerin ordiniert wird, sprechen ihr auch die KollegInnen aus den umliegenden Gemeinden, Vertreterinnen des Kirchenvorstandes und Mitarbeitende des Dekanats den Segen zu. Und in den anschließenden Grußworten sagen der Montabaurer Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich, ihr katholischer Kollege Steffen Henrich und Kirchenvorstandsmitglied Heike Blaum, wie sehr sie sich auf die Zusammenarbeit freuen - gerade in einer Stadt wie Montabaur, in der sich viel bewegt. Ricarda Bosse ist eben eine, die das Miteinander schätzt und braucht. Denn Glanz verbreitet sich am besten, wenn viele Hände ihn streuen. BA

Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer (re.) beglückwünscht die neue Montabaurer Pfarrerin Ricarda Bosse zur Ordination. Mit ihr freuen sich Dekan Axel Wengenroth und Pfarrerin Monika Christ (hinten) aus Höhr-Grenzhausen, wo Ricarda Bosse ihr Vikariat absolvierte. Foto: Peter Bongard

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