Tag der offenen Tür bei der Löschgruppe Merl der Freiwilligen Feuerwehr
Riesenzuspruch für Merler Wehr
Reibekuchen und Jugendwehr begeistern Alt und Jung
Merl. Der Tag der offenen Tür bei der Löschgruppe Merl der Freiwilligen Feuerwehr ist stets ein besonderer Tag. Zum einen nutzen die Merler diesen Tag gerne, um mal wieder zu feiern und zum anderen bleibt an diesem Tag garantiert in vielen Häusern die Küche kalt. Wer am Abend vorher in Meckenheimer Kneipen unterwegs war, der hörte, das man am Sonntag nach Merl gehen wolle. Denn die Merler Wehr begeistert bereits seit vielen Jahren das Publikum mit selbst gemachten Reibekuchen. Bereits am Samstag trifft man sich, um dann sage und schreibe 325 Kilo Kartoffeln zu schälen. Am Sonntag geht es dann für die fleißigen Helfer in der Küche weiter, denn die Kartoffeln müssen ja verarbeitet werden und die Pfannen angeheizt. Dabei werden nochmals rund 300 Eier benötigt. Dem Zufall überlässt man in der Merler Wehr freilich nichts, denn die Angehörigen hatten im Vorfeld 5000 Flyer in die Haushalte geworfen, die Folge war, dass kurz vor 14 Uhr dann auch die letzten Reibekuchen ausverkauft waren.
Stolz zeigte sich Merls Löschgruppenführer Hans Jakob Ulhaas sowohl über den Zuspruch bei der Bevölkerung als auch über die Leistung der Kameraden. Derzeit umfasst die Löschgruppe Merl 22 Mitglieder im aktiven Dienst und 19 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr. Verstärkt mit Rat und Tat wird man von fünf verdienten Feuerwehrkameraden in der Altersabteilung. Die Merler Wehr genießt einen hohen Rückhalt in der Bevölkerung und auch in der Politik, so lobte Bürgermeister Bert Spilles bei seinem Besuch das hohe ehrenamtliche Engagement der Feuerwehrmänner und auch Wehrleiter Günter Wiegershaus sparte nicht mit lobenden Worten. Geboten wurde den Besuchern vieles, so gab es eine hervorragend bestückte Tombola mit einem Strandkorb als Hauptpreis, leckeren Kaffee und Kuchen und was man unter gepflegten Kaltgetränken versteht, das wissen die Floriansjünger auch sehr gut. Aber vor allem an den Nachwuchs wurde gedacht, denn während die Eltern sich dem Gespräch hingaben, war der Nachwuchs bestens beschäftigt. So konnte man die großen Feuerwehrautos von innen bestaunen und auch zwei Hüpfburgen wurden dankbar angenommen. Für beste Unterhaltung sorgten dabei zahlreiche Wasserspiele und eine Goldwaschanlage. Kinderschminken funktioniert immer und sowohl Popcorn wie auch Eis sind für kleine und große Kinder geradezu ein magnetischer Anziehungspunkt.
Neben den Wehren aus dem Meckenheimer Stadtgebiet konnte man darüber hinaus Wehrleute aus Heimerzheim, Villip, Buschhoven und Köln-Lövenich begrüßen. Gemeinsam mit Ehrenbürgerin Erika Meyer-zu-Drewer und zahlreichen Ratsmitgliedern wurde man Augenzeuge einer Übung der Jugendfeuerwehr. Simuliert wurde ein Fahrzeugbrand und die Aufgabe bestand darin, sowohl aus dem Feuerwehrfahrzeug wie auch aus dem Hydranten mit drei Schläuchen eine Wasserversorgung aufzubauen und den Brand mittels drei C-Rohren zu löschen. Das funktionierte natürlich hervorragend und es gab für die von Christian Kemp ausgearbeitete Übung viel Applaus. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad hatte die Übung jedoch noch einen angenehmen Nebeneffekt, wer wollte, konnte sich zum Abschluss der Übung unter die Wasserwand stellen und bekam so eine erfrischende Abkühlung.
Dass das Leben der Feuerwehrmänner durchaus auch viele ernste Seiten hat, das zeigt ein Blick in die Einsatzstatistik, bereits 31 Einsätze waren für die Einheit Merl in diesem Jahr zu verzeichnen. Daher nutze man auch die Gelegenheit, den im Jahr 2019 neu angeschafften Mannschaftstransportwagen der Öffentlichkeit noch einmal vorzustellen. Dieser hat nicht nur sieben Mann Besatzung, sondern darüber hinaus noch 1200 Liter Wasser und 120 Liter Schaummittel an Bord. Für Rettungseinsätze wurden im Dachbereich eine 4-teilige Steckleiter sowie eine doppelte Multifunktionsleiter mit Erweiterungsteilen untergebracht. Dies wurde notwendig, um für die in Merl vorhandenen Bereiche, die nicht mit einer Drehleiter zu erreichen sind, eine zusätzliche Möglichkeit der Menschenrettung zu schaffen. Für die Verkehrssicherung und das Ausleuchten von Einsatzstellen wurden ebenfalls zusätzliche Gerätschaften im und am Fahrzeug eingebaut. STF
Die frischen Reibekuchen waren kulinarisch der Renner.
Drei C-Rohre mussten gemäß Vorschrift verlegt werden, kein Problem für diesen jungen Feuerwerhmann.
