„Laacher Orgelkonzerte“ in der Benediktinerabtei Maria Laach
„Romantik pur“
Am Freitag, 3. Juni
Maria Laach. Am Freitag, 3. Juni, findet um 19 Uhr in der Abteikirche Maria Laach das nächste Konzert der Laacher Orgelkonzerte 2016 mit Prof. Tomasz Adam Nowak aus Münster (Organist der Lambertikirche) bzw. Detmold (Professor an der Musikhochschule) statt. Dem vor 100 Jahren verstorbenen „Jubilar“ Max Reger wird mit einer Aufführung von dessen Choralphantasie „Straf´mich nicht mit Deinem Zorn“ Rechnung getragen; es folgen langsame Sätze aus verschiedenen Orgelsonaten von Josef Rheinberger, einem Hochromantiker, den Reger sehr schätzte - sowie ein Werk von Feliks Nowowiejski, einem polnischen symphonischen Romantiker und Choralbearbeitungen von Sigfrid Karg-Elert, bemerkenswerterweise einem der größten Konkurrenten Regers. Den krönenden Abschluss des Programms wird eine improvisierte, das heißt: aus dem Stegreif musizierte Phantasie im Stil Regers erklingen, sodass sich gleichsam nach der anfänglich gespielten Choralphantasie mit diesem sicher gewaltigen Schlusspunkt ein Kreis schließt; Prof. Nowak zählt innerhalb Deutschlands und über seine Grenzen hinaus zu den renommiertesten Improvisatoren seiner Generation. Somit dürfen die Hörer, Interessenten und Freunde der Laacher Orgelkonzerte ein durch und durch romantisches Hörerlebnis mit ruhigem Mittelteil und gewaltigem Schlusspunkt erwarten.
Tomasz Adam Nowak
Tomasz Adam Nowak, geboren in Warschau, studierte an der Frédéric-Chopin-Hochschule seiner Heimatstadt, danach in München, Paris und Amsterdam. Seine Lehrer waren u.a. Joachim Grubich, Franz Lehrndorfer, Marie-Claire Alain und Ewald Kooiman. Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Orgelwettbewerbe. Von 1995–2001 unterrichtete Nowak an der Hochschule für Musik Frankfurt a. M. sowie in Mainz; seit 2001 ist er Professor für Orgel und Improvisation an der Hochschule für Musik Detmold; zudem ist er seit 1999 als Hauptorganist an der Stadt- und Marktkirche St. Lamberti in Münster tätig. Schwerpunkte seiner künstlerischen Arbeit sind das Orgelwerk J. S. Bachs (das er mehrmals komplett aufgeführt und aufgenommen hat), Orgelmusik der Romantik sowie die Kunst der Improvisation. Er konzertierte in vielen bedeutenden Kirchen und Sälen (u.a. Dome zu Berlin, München, Köln, Passau, Brüssel, Wien, Schauspielhaus und Philharmonie Berlin, Gewandhaus Leipzig, Philharmonien St. Petersburg, Bilbao, Warschau). Er unterrichtet regelmäßig bei internationalen Meisterkursen und war Jurymitglied u. a. auch bei den internationalen Orgelwettbewerben in Chartres und Haarlem. Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Sinfonieorchestern im In- und Ausland sowie die künstlerische Leitung des Internationalen Orgelfestivals Westfalen-Lippe runden sein Wirken ab. Der Eintritt ist frei; Spenden zur Förderung der Laacher Orgelkonzerte sind willkommen.
Vorschau
Nächstes Laacher Orgelkonzert findet statt am Freitag, 17. Juni um 19 Uhr mit Marie-Louise Langlais aus Paris, der Witwe des großen, vor 25 Jahren verstorbenen französischen Komponisten Jean Langlais.
Pressemitteilung
Vereinigung der Benediktiner
zu Maria Laach e.V.
