Carl Loewe Musiktage 2022
Romantischer Musikabend am Rhein
Weitere Konzerte am 24. und 25. Juni in der Burg Unkel
Unkel. Das Palmenhaus im Park der Villa Henkel in Unkel war festlich vorbereitet für ca. 70 Gäste, die sich zum Eröffnungskonzert „Carl-Loewe-Prélude“ der Musiktage angesagt hatten. Der Geschichtsverein Unkel und der Konzertleiter Marc Unkel eröffneten den Abend, für den ohne Corona Einschränkungen wieder ein ausführliches Programm als Auftakt der Musiktage geplant werden konnte. Die Musikerinnen und Musiker begeisterten die Zuhörerschaft mit klassischer Musik des 19. Jahrhundert unter dem Leitmotiv „Ostwind“ des Kultursommers Rheinland-Pfalz. Kompositionen von u.a. Dvoràk und Tchaikovsky sowie auch den ukrainischen und russischen Komponisten Bortkiewicz und Glinka zogen das Publikum in ihren Bann. Marc Unkel begeisterte mit seiner Darbietung der Beethoven Sonate „Pathétique“, C-moll op. 13. Zusammen mit der sonnigen Abendstimmung im Park vor der Kulisse von Rhein und Siebengebirge bezauberten die gefühlvollen Klänge auch von Harfe und Cello das Publikum. „Die Uhr“, der Inbegriff der Loewe’schen Ballade und ein mit Beteiligung aller Anwesenden angestimmtes originelles kurzes Seemannslied von Carl Loewe zum Abschluss rundeten das Programm ab. Der Applaus für die Musiker mit Joanne Walter-Unkel, Englischhorn, Andrea Thiele, Harfe, Bernhard Schwarz, Violoncello und Ji Yuan Qiu, Tenor, war herzlich und lang.
Alles wie immer moderiert und am Flügel begleitet durch Marc Unkel, unter dessen Leitung auch die beliebten Chorserenaden im Innenhof der Burg Unkel standen. Über 30 Sängerinnnen und Sänger des Volkschors Bergheim und der Kantorei Unkel brachten Jung und Alt in Stimmung. Der Vortrag eines romantischen Gedichts von J.W. von Goethe und die humorvolle Moderation boten auch an diesem Abend vielseitige Unterhaltung.
Ein Wermutstropfen für die Freunde der Carl-Loewe-Musiktage an diesem Wochenende war die kurzfristige Absage der „Carl-Loewe-Nacht“. Eine Handverletzung des Konzertleiters Marc Unkel nach einem Sturz vereitelte seinen Auftritt. Seine Klavierbegleitung für Joanne Walter-Unkel, Oboe/Englischhorn, und Victoria Granlund-Kaftan, Sopran, war unverzichtbar und ein Ersatz stand kurzfristig nicht zur Verfügung. Das Publikum zeigte Verständnis für diese Situation. Soweit gewünscht wurden Eintritte erstattet oder auch in Reservierungen für die noch kommenden Musikabende am 24. und 25. Juni in der Burg Unkel getauscht.
Die Konzerte „Mazurka“ am Freitag, 24. Juni, 180 und 20 Uhr, und „Dumky Melancholie“ am Samstag, 25. Juni, 18 und 20 Uhr sind mit ihren Kurzformaten beliebt. Beide Konzerte stellen wieder in besonderer Weise den Charme osteuropäischer Klassik heraus und bieten ungewöhnliche Musikerlebnisse. Der Geschichtsverein freut sich über Reservierungen, bitte vorzugsweise per Mail an felicitasweichs@hotmail.com oder unter Telefon 02224 3955.
