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Reisetagebuch der Ahrweinkönigin Annika Schooß

Rückblick auf ein Jahr im Dienst des Ahrweins

Rückblick auf ein Jahr im Dienst des Ahrweins

Annika Schooß trug das Amt der Ahrweinkönigin 2018/2019. Copyright: Andreas Ennenbach

11.06.2019 - 12:01

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Am 18. Mai 2018 wurde Annika Schooß aus Ahrweiler zur Ahrweinkönigin 2018/2019 gewählt. Seit diesem Tag repräsentiert sie die Winzer der Ahr und ihre hervorragenden, vielfach prämierten Weine.

Das Amtsjahr von Annika neigt sich dem Ende zu. Im Rahmen des Weinmarktes der Ahr wurde die neue Majestät in einer geheimen Wahl gewählt. Bevor sie die Krone an ihre Nachfolgerin weitergibt, lässt sie das vergangene Jahr Revue passieren:

„Ein unglaublich aufregendes und spannendes Jahr liegt hinter mir. Nachdem ich meine Heimatstadt Ahrweiler ein Jahr lang als Burgundia repräsentieren durfte und viele neue Einblicke in die Traditionen und Bräuche der Stadt erhalten habe, hatte ich nun die Möglichkeit als Botschafterin für die Winzer und Weine des gesamten Ahrtals unterwegs sein zu dürfen. Von einigen besonderen Terminen möchte ich nun hier berichten.


Amtsjahr beginnt auf dem Ahrweiler Pfingstweinmarkt


Das Amtsjahr der Ahrweinkönigin beginnt auf dem Pfingstweinmarkt der Ahr. Der Tag meiner Wahl wird mir immer in Erinnerung bleiben. Zunächst war da die unglaubliche Aufregung vor einer Jury von ca. 40 Personen Fragen zum Wein und zum Ahrtal gestellt zu bekommen. Ich weiß noch genau, wie nervös ich morgens war. Eine Ortsweinkönigin nach der anderen schwand im Laufe des Nachmittags in den Juryraum.

Als der Vorsitzende des Ahrwein e.V., Peter Kriechel, abends auf der Bühne vor einer riesigen Menschenmenge schließlich meinen Namen aussprach, traute ich meinen Ohren kaum. Ich war überglücklich und gespannt, was mich in der nächsten Zeit erwarten würde.

Die kommenden drei Tage waren bereits voller schöner Termine. Neben der Eröffnung des Kurstadtcups durfte ich gemeinsam mit meiner Vorgängerin Irena Schmitz die Weingüter des Weinmarktes vorstellen und meine erste eigene Autogrammstunde abhalten. Am Pfingstmontag begleitete mich der Spielmannszug heraus aus dem Obertor bis zu meinem Familienweingut Peter Kriechel. Dort empfingen mich meine Familie sowie viele Freunde, Bekannte und wichtige Vertreter des Ahrtals mit einem langen Fackelspalier, über das ich mich wahnsinnig gefreut habe und den ich niemals vergessen werde.

Am darauffolgenden Wochenende baute ich am historischen Trinkzug in Ahrweiler einen Altar für die Schützen auf. Da ich nun in doppelter Funktion, als Burgundia und Ahrweinkönigin, unterwegs war und mich nicht zweiteilen konnte, nahm ich diesen Termin als Ahrweiler Burgundia wahr und teilte mir das Altärchen mit Bürgermeister Guido Orthen.


Auch Termine außerhalb des Ahrtals auf dem Programm


Für meinen ersten Amtstermin außerhalb des Ahrtals machte ich mich im Juni auf den Weg nach Worms zum Rheinland-Pfalz-Tag. Dort durfte ich mir bei strahlendem Sonnenschein den Festumzug von der Ehrentribüne aus gemeinsam mit Julia Klöckner und Malu Dreyer ansehen. Hier lernte ich auch meine Majestäten-Kolleginnen aus den anderen Anbaugebieten kennen.

Ganz besonders gefreut habe ich mich über die Einladung zum Sommer- und Stiftungsgründungsfest des Calvarienberg. Als ehemalige Schülerin des Gymnasiums war es eine große Ehre für mich nun als Ahrweinkönigin ein Grußwort an „meiner Schule“ sprechen zu dürfen und von meiner Schulzeit auf dem „Berg“ berichten zu können, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere.

Das „Weinblütenfest“ in Mayschoß war das erste Weinfest im Ahrtal, welches ich als Ahrweinkönigin miterleben durfte. Auf diesem Wege bedanke ich mich noch einmal bei Martin Warlich, der mich mit seinem wunderschönen alten goldenen Cabrio auf den zahlreichen Umzügen durch unsere idyllischen Weinorte gefahren hat. Ich habe jeden einzelnen Winzerfestumzug wirklich sehr genossen!

War ich 2017 noch selbst als Teilnehmerin beim 5km-Firmenlauf des „Ahrathons“ dabei, so durfte ich 2018 gemeinsam mit den anderen Ortsweinköniginnen die Läuferweine und -weingüter vorstellen und die Läufer mit einem Startschuss auf den Weg schicken. Im Anschluss liefen auch wir einen Teil der Strecke ab, feuerten die Läufer kräftig an und stärkten uns an den Ständen der Winzer.


Neue Autogrammkarten mit tollen Fotos mussten her


Für mein neues Amt mussten natürlich auch neue Autogrammkarten her. Es entstanden wunderschöne Fotos in den Weinbergen und im Weinkeller der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich dort im Jubiläumsjahr der Genossenschaft Fotos machen durfte.

Im Juli durfte ich den Sinziger Weinsommer eröffnen. Hier gab es ein breites Spektrum an Weinen, die nicht nur von der Ahr, sondern auch aus den Anbaugebieten Nahe und Pfalz kamen. Ich bin mir sicher, dass für jeden etwas dabei war.

Später beim Burgunderfest begrüßte ich den ganzen Nachmittag über viele Gäste von nah und fern neben der Ahrweiler Winzerkapelle. Gemeinsam mit ihnen genoss ich den herrlichen Blick hinunter auf meine Heimatstadt und stieß mit ihnen auf einen schönen Tag an. Später zog es mich weiter auf den Festplatz, wo ich vielen interessierten Besuchern auf den Strohballen von meinem Amt und unseren hervorragenden Ahrweinen erzählen konnte.

„Wie wird man denn Weinkönigin?“ lautet die Frage, die ich in meinem Amtsjahr wohl am häufigsten gestellt bekam. Immer wieder gerne antwortete ich darauf, denn ich freue mich sehr über das Interesse der Gäste an unseren Traditionen.

Im August startete die Saison der Weinfeste im Ahrtal und somit wurde der neue Majestäten-Jahrgang 2018/2019 nach und nach vollzählig. Sehr gerne unterhielt ich mich auf den Winzerfesten mit den vielen Einheimischen und Gästen über unser schönes Ahrtal und seine wunderbaren Weine. Ich hoffe, ich konnte die Menschen für unseren Ahrwein begeistern und neue Freunde für unser Tal gewinnen.


Ahrweiler Winzerfest bleibt in ganz besonderer Erinnerung


Natürlich wird mir das Ahrweiler Winzerfest in ganz besonderer Erinnerung bleiben. Am ersten Septemberwochenende endete mein Amtsjahr als Burgundia von Ahrweiler und ich übergab Krone und Kette an meine Nachfolgerin Elena Platz. Es war schön, dass meine Amtszeit hier noch nicht vollkommen endete.

Große Freude hatte ich daran die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr in Mayschoß mitgestalten zu dürfen. Gemeinsam mit der Mayschosser Weinkönigin Nadine Münch richtete ich eine Ansprache an die Festgäste, in der wir auf den langjährigen Erfolg der Genossenschaft und ihre Prämierungen eingingen.

Gemeinsam mit meiner Vorgängerin Irena Schmitz durfte ich die Veranstaltung „Ahrwein des Jahres“ in der Kreissparkasse Ahrweiler moderieren. Viele Winzer nahmen an dem Wettbewerb teil und stellten sich der Jury.

Die Ahrweinkönigin kommt normalerweise nicht in den Genuss eine Ortsweinkönigin krönen zu dürfen. Doch in diesem Jahr war dies in Rech der Fall. Am dritten Wochenende im September feierten die Recher ihr Winzerfest und ich durfte der neuen Recher Weinkönigin Michaela Eller die Krone aufsetzen. Am selben Wochenende fand die Ahrweiler Kulturnacht im Rahmen der Festlichkeiten „1125 Jahre Ahrweiler“ statt. Viele Ahrweiler Bürger öffneten ihre privaten Gebäude. Ich war begeistert, wie viele sich auf unterschiedlichste Weise engagierten.


Ahweinkönigin zu Gast im Vietnam


Im Oktober erwartete mich ein ganz besonderes Highlight: Ich durfte mit dem rheinland-pfälzischen Landesminister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Dr. Volker Wissing und einigen Referenten des Wirtschaftsministeriums RLP für den Tag der Deutschen Einheit in den Vietnam fliegen.

Neben gemeinsamem Ideenaustausch und dem Stärken von Partnerschaften blieb auch noch Zeit für eine Fahrt ins Mekong-Delta und eine Stadtbesichtigung mit Rikscha-Fahrt. Ich habe in der kurzen Zeit viele neue Eindrücke über das Land und die Wirtschaft dort gewinnen können. Bei den Feierlichkeiten im Deutschen Haus in Saigon präsentierte ich hervorragende Weine aus den sechs RLP-Anbaugebieten. Es war eine gelungene Veranstaltung und unsere Weine kamen bei den Festgästen sehr gut an. Diese drei Tage waren für mich ein unvergessliches Erlebnis, für das ich sehr dankbar bin.

Auch Termine, in denen es schwieriger ist, die richtigen Worte zu finden, hatte ich in meinem Amtsjahr. So durfte ich viermal das „Hospiz im Ahrtal“ besuchen und die herzliche Atmosphäre dort wahrnehmen. Ich war dort unter anderem zur Vernissage der Ausstellung „Kunst und Wein“ eingeladen, die das Ahrtal auf unterschiedlichste Weise perfekt einfangen hat und in Erinnerungen schwelgen lässt. Wein steht für Genuss und Lebensfreude, welche in allen Lebensabschnitten eine große Rolle spielt. So auch im Hospiz.

Ein wirklich einmaliger Termin folgte: Nach 47 Jahren der Planung war es schließlich meine Aufgabe gemeinsam mit Ahrvin den Bandschnitt für das neue Stück Umgehung vorzunehmen und als eine der ersten mit Oldtimern über die neue Strecke fahren zu dürfen. Welche eine Ehre!

Da ich ein Ahrweiler Mädchen bin, freute es mich natürlich besonders, dass ich ein zweites Mal an den Hutenfesten teilnehmen durfte. Leider war es mir durch Terminüberschneidungen nicht möglich alle vier Feste wahrzunehmen.


Knapp 150 Termine in einem Jahr mussten unter „einen Hut“ gebracht werden


Nach einem kurzen Besuch auf dem Hutenfest der Oberhut ging es z.B. direkt weiter nach Gelsdorf zum „Tag der offenen Höfe“, welchen ich eröffnen durfte. Bei einem Rundgang durch den Ort konnte ich mich von der Qualität der regionalen landwirtschaftlichen Produkte aus der Grafschaft überzeugen. Im Anschluss machte ich mich auf den Weg zum Jubiläumskonzert des Spielmannszuges Ahrweiler, welches ich mir natürlich nicht nehmen ließ. Schließlich hat der Spielmannszug mich in meiner Zeit als Weinkönigin immer wieder gerne und gut begleitet.

Weiter ging es ins Kurfürstliche Schloss nach Mainz zur Prämierung der rheinland-pfälzischen Siegerweine. Am darauffolgenden Tag endete die Jubiläumsausstellung „200 Jahre Raiffeisen“ und ich war zur Finissage in der Volksbank RheinAhrEifel in Bad Neuenahr eingeladen. Die Genossenschaftsidee von Raiffeisen ist aktueller denn je und viele kleine Winzerfamilien bei uns im Ahrtal arbeiten noch heute nach diesem Prinzip.

Im November wurde ich von Bürgermeister Guido Orthen ins Rathaus nach Bad Neuenahr eingeladen. Dort durfte ich mich im Beisein des Stadtrates und meiner Familie ins Goldene Buch der Stadt Bad Neuenahr Ahrweiler eintragen, welches eine besondere Ehre für mich war.

Wenige Tage später fand die Verleihung der Staats- und Ehrenpreise bei der Wein- und Sektprämierung der Landwirtschaftskammer RLP in Trier statt. Auch mehrere Weingüter aus dem Ahrtal wurden geehrt. Ich durfte „meinen“ Winzern die Urkunden und Preise überreichen. Dies erfüllte mich sehr mit Stolz.

Über das Jahr verteilt durfte ich verschiedene Seminare für die Majestäten der Ahr und die Gebietsweinmajestäten besuchen. Hier lernte ich einiges über den Weinbau und die anderen 12 Anbaugebiete. Ein herzliches Dankeschön an Alexander Kohnen und sein Team des International Wine Institute sowie Andrea Schwitalla und Veronika De Winne, die uns mit ihren interessanten und kurzweiligen Seminaren in der Sensorik und Rhetorik unterstützten. Das neu erlernte Wissen konnte ich bei meinen Terminen in der Praxis immer wieder wunderbar anwenden.


Deutschen Weinkönigin zu Gast im Ahrtal


Ein Termin, auf den ich mich sehr gefreut habe, ist der Besuch der Deutschen Weinkönigin Carolin Klöckner mit ihren Weinprinzessinnen Inga Storck und Klara Zehnder. Im Dezember kamen die drei zu uns ins Ahrtal und ich durfte sie gemeinsam mit dem Ahrwein e.V. ein Wochenende lang durch unsere malerische Landschaft begleiten. Wir besuchten viele Weingüter und verkosteten hervorragende Ahrweine. Alle drei fühlten sich in unserem schönen Ahrtal sichtlich wohl und konnten die Gemeinschaft und den Zusammenhalt unserer Ahrwinzer untereinander spüren.

Anfang Januar lud Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu ihrem Neujahrsempfang nach Mainz ein. Wenige Tage später durfte ich bei der Generalversammlung des Bauern- und Winzerverbandes zu Gast sein und in einem kurzen Grußwort von dem Weinjahr 2018 berichten. Ein interessanter Vortrag und viele gute Gespräche folgten.

Ebenfalls im Januar erwartete mich eine aufregende und erlebnisreiche Zeit auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Vier Tage lang war ich am RLP-Gemeinschaftsstand des Ministeriums als Botschafterin für unsere Weine im Einsatz. Auf einem Rundgang über das gigantische Messegelände lernte ich die Winzer aus den anderen Anbaugebieten kennen und kam mit ihnen und vielen Messebesuchern ins Gespräch. Natürlich konnte ich auch wieder viele neue tolle Weine probieren und zahlreiche interessante Erfahrungen sammeln.

Anfang Februar stieg ich mit den Schlahrvino-Winzern in Bonn auf die MS Rheinprinzessin. Während wir den Rhein hoch bis nach Sinzig und wieder zurück fuhren, durfte ich gemeinsam mit Theresa Ulrich die kulinarische Schlemmerreise der Schlahrvinos „Gourmet & Wein: Mit allen Sinnen auf dem Rhein“ moderieren und die Winzer interviewen. 14 grandiose Top-Weine unserer Schlahrvinos und hochwertige Speisen aus der Küche des Vieux Sinzig machten den Nachmittag zu einem unvergesslichen Erlebnis.


Als Botschafterin in Berlin, Amsterdam und Bremen...


Auch durfte ich unsere Winzer sowie den Ahrwein e.V. während meiner Amtszeit auf den Ahrweinpräsentationen in Amsterdam und in dem atemberaubenden Ambiente des Bremer Ratskellers unterstützen. Gemeinsam mit unseren anderen Ahrwein-Majestäten war ich dort als Botschafterin für unsere hochwertigen Ahrweine im Einsatz. Uns erwarteten ein unglaublich interessiertes Publikum und viele tolle Gespräche über die Ahrregion und ihre Spitzenweine. Viele der Gäste waren bereits im Ahrtal und freuten sich, unsere großartigen Weine nun auch einmal in ihrer Heimat verkosten zu können.

Mitte März konnte ich bei der „Großen Weinprobe“ der WeinSteigWinzer einmal „über den Tellerrand“ hinausblicken und in Leutesdorf verschiedene Weine aus unserem benachbarten Anbaugebieten verkosten. Unser Weinexperte Paul Gieler führte mit Wissenswertem rund um den Wein von Ahr und Mittelrhein durch den Nachmittag. Schön war natürlich der Besuch auf der ProWein in Düsseldorf, die ich bereits im letzten Jahr als Burgundia besuchen durfte. Ich konnte viele neue Eindrücke mitnehmen.

Selbstverständlich durfte auch ein Besuch bei unseren Ahrwinzern nicht fehlen. Beim Blanc de Noir Check hatte ich die Möglichkeit auf 4 Etagen den neuen Jahrgang 2018 zu probieren. Neben dem, an der Ahr, klassischen Blanc de Noir aus Spätburgundertrauben, durften wir uns auch über Blanc de Noirs aus anderen Rebsorten freuen und die Favoriten für die Sommer-Saison ermitteln.

In meinem Jahr als Ahrweinkönigin habe ich die verschiedenen Winzertypen von der großen Genossenschaft bis hin zum Winzer, der seine Weine in seiner Garage erzeugt, sehr zu schätzen gelernt. Diese große Vielfalt und die Geschichten, die dahinterstecken, faszinieren mich sehr.

Im April durfte ich auf dem Burgunder-Abend im Restaurant Hohenzollern die perfekt auf die köstlichen Gänge abgestimmten, hochwertigen Burgunder-Weine und die dazugehörigen Winzer vorstellen. Schön, dass auch viele Winzer selbst privat anwesend waren. Das freute nicht nur mich, sondern auch die vielen interessierten Gäste.

Am nächsten Morgen drehte sich beim Frühburgunder-Forum im Kloster Marienthal alles um die Rarität des Ahrtals. Über 20 Winzer präsentierten bei strahlendem Sonnenschein in der tollen Atmosphäre der Klosterruine ihre hervorragenden Frühburgunder. Interessante Vorträge vermittelten spannende Fakten über die Rebsorte.

Ebenso wie bereits meine Vorgängerinnen durfte ich den „Zukunftspreis Heimat“ der Volksbank RheinAhrEifel in Polch moderieren. Ich war begeistert, wie viele engagierte Menschen wir in der Region haben und wie viele tolle Projekte von ihnen realisiert werden. Die Moderation des Abends war für mich eine tolle Erfahrung und eine große Ehre.

Gerne war ich wieder beim „Tag der offenen Weinkeller“ dabei. Im letzten Jahr schaute ich mir als Burgundia die Keller der Ahrweiler Weingüter an und so zog es mich in diesem Jahr an die beiden „Ränder“ des Ahrweinanbaus zu den Winzern nach Bad Neuenahr und Mayschoß. Von dort aus besuchte ich die Winzer ahrabwärts. Viele schöne Begegnungen und Gespräche und vor allem tolle Weine und Keller machten den Tag unvergesslich.

Ein wunderschönes Ambiente für die Präsentation der Weine aus dem Weinland Nr.1 – Rheinland-Pfalz – bot die Veranstaltung „Wein im Schloss“ in Koblenz. Gemeinsam mit zwei Ahrwinzern war auch ich dort Anfang Mai anwesend und sammelte auch hier wieder viele Erfahrungen. Ein Raum widmete sich z.B. den Orange Weinen.


Gebührender Abschluss beim „Ball des Weines“


Den gebührenden Abschluss meines aufregenden Amtsjahres bildete der „Ball des Weines“ in Wiesbaden. Hier konnte ich mit den anderen 12 Gebietsweinmajestäten und den Deutschen Weinmajestäten noch einmal einen wunderschönen Abend mit tollen Weinen und gutem Essen verbringen.

Neben all diesen einmaligen Terminen begleitete ich viele Weinproben und kam mit zahlreichen Menschen über den hervorragenden Ahrwein und unser schönes Ahrtal ins Gespräch. Vor Kurzem durfte ich sogar eine Gruppe Chinesen durch die Weinberge begleiten. Nicht unerwähnt lassen möchte ich zudem den Gesprächskreis Ahrwein, an dessen informativen Vorträgen ich in meinem Amtsjahr immer wieder gerne teilnahm. Auch nach meiner Amtszeit werde ich sicherlich dort anzutreffen sein.


Eine Regentschaft über 365 Tage


Da Pfingsten dieses Jahr spät liegt, geht meine Regentschaft über die 365 Tage hinaus. Dennoch neigt sie sich in großen Schritten dem Ende entgegen. Nach einem so wunderbaren Jahr mit zahlreichen unvergesslichen Erlebnissen ist es nun an der Zeit „Danke“ zu sagen.

Zunächst danke ich meiner Familie und meinen Freunden, die mich in meinem Amt als Ahrweinkönigin auf vielfältige Weise unterstützt haben. Es war nicht einfach, die knapp 150 Termine zeitgleich mit meinem Referendariat zu händeln.

Besonders danken möchte ich auch „meinen“ Ahrwinzern für ihr Vertrauen und ihre offenen Türen, auch über das offizielle Amt hinaus. So durfte ich nicht nur Betriebe besichtigen und tolle Weine verkosten, sondern auch beim Abfüllen helfen, Frostreben schneiden, mit der Pflanzmaschine fahren, Reben setzen sowie vieles mehr. Ein ganz herzliches Dankeschön dafür. Es war mir eine große Ehre Euch und Eure großartigen Weine repräsentieren zu dürfen und ich habe mich bei Euch immer sehr willkommen gefühlt!

Weiterhin danke ich dem Team des Ahrwein e.V. für die gute Vorbereitung und die Koordination meiner Termine. Bei Fragen ward ihr fast rund um die Uhr für mich erreichbar. Danke! Ein weiterer Dank richtet sich an meine Sponsoren, vor allem an das Kaufhaus Moses, welches mich mit tollen Outfits eingekleidet hat.“

Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Ahrwein e.V., Hauptstraße 80, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Tel. (0 26 41) 91 71 26 oder unter der E-Mail Adresse: info@ahrwein.de.

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Uwe Klasen:
Ökologischer Fortschritt stellt wich aktuell wie folgt dar: Durch die, von Lobbygruppen gesteuerte, verkorkste, unüberlegte, unnötige und, vor allem anderen, UNSOZIALE sogenannte Energiewende häufen sich die Meldungen über Werkschließungen und Unternehmensverlagerungen, auch Traditionsstandorte und bekannte Marken wie z.B. WMF sind betroffen! Die, auf diese Weise, wegbrechenden Arbeitsplätze können durch Öko-Unsinn-Beschäftigungsverhältnisse nicht annährend kompensiert werden!
juergen mueller:
Das "Endlosthema" KLIMANOTSTAND für Koblenz lässt uns nicht los - und das ist gut so. RZ 19.09.2019 - Scharfe Kritik von der FWG.ebenso richtig. Pilger/SPD macht das, was er offensichtlich am Besten kann:"Reden", verbunden mit markigen Worten und ebensolcher Versprechen,die keinen nennenswerten Wahrheitsgehalt haben - eben ein politischer Scheinriese ohne Wirkungsgrad.Ja, und von Heusinger/GRÜNE, ein sich neu als Fraktionsvorsitzender profilierender Grüner,dem anzuraten wäre,sich noch bewusster mit dem Thema Klima auseinander zu setzen. Mit einem liegen Wefelscheid/Altmaier falsch.Es hat in den vergangenen Jahren Beschlüsse/Entscheidungen für eine Verbesserung des Klimas gegeben,die aber entweder NICHT umgesetzt wurden,von vorneherein umstritten waren oder auf Jahre in einen Dornröschenschlaf verfielen.Was in anderen Städten kurzfristig möglich ist,scheitert in Koblenz einmal am fehlenden Geld u.der hinderlichen Gabe,etwas tot zu diskutieren,was unter die Dringlichkeitsstufe 1 fällt.
juergen mueller:
So wie es aussieht,werden wir in Koblenz bald einen KLIMANOTSTAND haben.SPD/GRÜNE spulen in der Ausgabe der RZ vom 18.09.2019,das herunter,was man schon x-mal gehört hat - leeres Geschwätz,langweilig u.ohne Aussagekraft - eine Rechtfertigung für eine nichtssagende Symbolpolitik in Sachen Klima/Umwelt - dem blöden Bürger zu zeigen:"Wir tun was".Glaubt man SPD u.GRÜNE,dann geht in 14 Tagen die Welt unter - ohne verbilligten ÖPNV,ohne Radwegenetz,ohne weniger Autos in der Stadt etc..Schade,denn hätten wir das alles nicht gerne noch miterlebt?Warum ein Herr Pilger schwarz trägt?Weil er insgeheim bei seinen Reden weiß,dass es sich bei seinen Versprechungen vielfach bereits um eine Totgeburt handelt,er aber als Politiker sich verpflichtet sieht,den Märchenonkel zu spielen - und das möglichst glaubhaft.Die GRÜNEN stehen dem in nichts nach.Wie lange träumen wir schon von einem preiswerten ÖPNV,einem Radwegenetz u.weniger Autos in der Stadt? Zu lange,um noch an irgendetwas zu glauben.
Karsten Kocher:
Den Worten im Leserkommentar von Frau Schulz ist zuzustimmen: Der Hang zur immer wiederkehrenden eitlen Selbstdarstellung bei Jan Bollinger ist an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten.
Uwe Klasen:
„Das Betreiben von Parteiausschlußverfahren …. Ein äußerst seltsames Demokratieverständnis“ --- So wie in der SPD gegen Herrn Sarrazin oder in der CDU gegen Frau Schirdewahn oder die Forderungen bei den Grünen bezüglich Herrn Palmer. Einem liberalen Demokraten wird dabei Angst und Bange!
Patrick Baum:
Politische Sacharbeit ist auch nicht so wirklich das Ding von Jan Bollinger. Als Beisitzer im Landesvorstand der AfD Rheinland-Pfalz treibt er dafür umso lieber Parteiausschlußverfahren (PAV) gegen parteiinterne Kritiker voran. Christiane Christen oder Jens Ahnemüller sind hier nur zwei Opfer dieser Maßnahmen mit oft fragwürdigen Begründungen. Meistens scheitern diese Parteiausschlußverfahren dann auch. Aber Hauptsache der Ruf der beschuldigten Personen ist erstmal beschädigt worden. Ein äußerst seltsames Demokratieverständnis des Herrn Bollinger.
Uwe Klasen:
Ironischer Weise empfiehlt das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), der sogenannte Weltklimarat, zur Lösung des, angeblich "menschengemachten", Klimawandels den verstärkten Ausbau der Kernenergie und das Weltweit.
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