Allgemeine Berichte | 22.01.2018

Große Prunksitzung der KG Grün-Weiß Oberwinter mit fantastischem sechsstündigem Spitzenprogramm aus Kölle und Wölle

Rund 400 knatschjecke Narren gerieten außer Rand und Band

Ob „Et Rumpelstilzche“ oder „Cat Ballou“, ob die „Paveier“, das Tanzcorps „Fidele Sandhasen“ Oberlar oder die Tanzcorps aus Wölle, Linz und Büllesbach

Zu Beginn der Sitzung wurde Bürgermeister Herbert Georgi, mit Gattin Andrea, auf dieBühne gebeten. Sie wurden mit einem Glasbild und einem Orden ausgezeichnet. Fotos: -AB-

Oberwinter. Einmal mehr eine wirkliche Spitzensitzung bot die KG Grün-Weiß Oberwinter um Vorsitzenden Benjamin Kauert und Sitzungspräsidenten Ralf Otto am Sonntag im prächtig geschmückten Wölle-Glaspalast. Schon lange ist sie kein Geheimtipp mehr, sondern eine zuverlässige Größe, die Prunksitzung der KG, bei der sich Spitzenkräfte aus den Karnevalshochburgen Kölle und Wölle die Klinke in die Hand geben. Karten für diese Sitzung sind heiß begehrt und der Saal schon früh ausverkauft. So auch in diesem Jahr. Knubbelig eng feierten die geschätzten rund 400 Gäste eine Sitzung, die es wirklich in sich hatte. Da wurden die Spitzenkräfte aus Kölle ebenso bejubelt wie die aus Wölle, Linz, Bonn und Büllesbach. Da gab es so manches Mal kein Halten mehr, der Saal stand, sang und schunkelte. Von der ersten bis zur letzten Minute herrschte Hochstimmung im Publikum und das schien offensichtlich auch die Akteure zu begeistern.

Den Start ins Programm machte der Einmarsch des Oberwinterer Tambourcorps mit der KG Grün-Weiß Oberwinter mit Elferrat um den Vorsitzenden und den Sitzungspräsidenten Ralf Otto, der, wie gewohnt, bestens vorbereitet, die Sitzung glänzend moderierte und stets wusste, wie er die Auftretenden in den Mittelpunkt stellte. Otto begrüßte die vielen Jecken im Saal, besonders den Bürgermeister Herbert Georgi mit Gattin Andrea, den Ortsvorsteher Norbert Matthias, Pastor Michael Schankweiler, den Senatspräsidenten Hermann-Josef Jahn und die Vizepräsidentin Helga Schäfer, sowie eine Reihe weiterer Ehrengäste. Das Tambourcorps Oberwinter, immer da, wenn in Wölle was los ist, um Vorsitzende Katja Pertz brachte gleich zu Beginn musikalisch Stimmung in den Saal unter der Stabführung von Klaus Wiest.

Ehrung für Bürgermeister Herbert Georgi

Eine Ehrung gab es direkt danach für Bürgermeister Herbert Georgi und Gattin Andrea. Wenn er auch zum letzten Mal als Bürgermeister auf die Bühne gebeten wurde, so bedeute dies, so Ralf Otto, keinen Abschied. „Wir wünschen ihnen beiden im Ruhestand nur das Beste und werden uns sicherlich an der ein oder anderen Stelle wieder begrüßen können“, betonte Otto, bevor er den Bürgermeister mit einem Glasbild mit Motiv der „Wölle-Sesselbahn“, die auch den KG-Orden ziert, überraschte. Gemeinsam sangen alle mit den Narren im Saal das Oberwinterlied „Oh Oberwinter, du Juwel am Rhein“. Eine Supertruppe kam mit dem Husarencorps Grün-Weiß Linz, die nicht nur tänzerisch mit tollen Tänzen mit viel Akrobatik begeisterten, sondern auch mit schmissigen Klängen aus Fanfaren und auf Landsknechttrommeln. Ein herzliches Dankeschön galt dem Tanzpaar Nadja Klein und Genadi Winnekes, der Choreografin Sarah Korf und den Trainern Tobias und Hendrik Derek. Das Publikum war hin und weg und offensichtlich hatte die Truppe auch selbst eine Menge Spaß bei ihrem Auftritt. Und wieder einmal eine absolute Augenweide war das Tanzcorps der Hafengarde mit seinen ausgesprochen akrobatischen Tänzen. Ein großes Lob galt nicht nur den Tänzerinnen und Tänzern der Wölle-Hafengarde, sondern auch Trainerin Alexandra Gilles für ihre tolle Choreografie. Genesungswünsche galten Frank Gilles, der in diesem Jahr aufgrund einer Verletzung nicht mittanzen könne, aber dennoch mit der Fahne dabei sei. „Was ihr jedes Jahr mit einer Gruppe auf die Beine bringt ist hervorragend. Aus meiner Sicht werdet ihr von Jahr zu Jahr besser“, lobte der Sitzungspräsident in höchsten Tönen. Nach der Zugabe durfte sich die Hafengarde über die erste Rakete des Abends freuen.

Die Lacher auf seiner Seite hatte der Bauchredner Klaus Rupprecht

Gern gesehene Gäste sind Jahr für Jahr bei der Spitzensitzung in Wölle Klaus & Willi, Bauchredner Klaus Rupprecht mit seinem vorlauten Affen Willi. Und auch dieses Jahr brillierten die beiden einmal mehr mit flotten Sprüchen, die das Publikum hellauf lachen ließ. So meinte Klaus angesichts des gerade abgelaufenen Verkehrschaos mit dem Sturm: „Sag mir eine Bahn, auf der der Verkehr noch normal läuft“. Willi trocken dazu: „Die Reeperbahn“. Besonders der ehemalige Fußballfunktionär Reiner Calmund bekam sein Fett weg mit so Sprüchen wie „Das Runde muss ins Eckige, Calmund muss ins Bett“. Auch die Veganer nahmen die beiden aufs Korn.

Die könnten nicht am Ballermann Urlaub machen, weil da tierisch gesoffen würde. Und kaum hatte Affe Willi den Bürgermeister Georgi mit seiner eingeschränkten Haarpracht entdeckt, ging es wieder los. Klaus schimpfte mit Willi, aber der sagte, der Bürgermeister sei heilig, weil er in der Bibel stehe.

Dort heiße es, selig sind die, die „aushaaren“. Dann war dann noch die Rede von der bekifften Kuh, dem Dope-Rind oder dem Türsteher Manuel, denn an der Tür stehe ein Schild „Tür öffnet manuell“.

Die Narren hielten sich die Bäuche vor Lachen.

„Cat Ballou“ rockte den Saal

Musikalisch ging es weiter mit der deutschen Rockband „Cat Ballou“, die den Saal zum Rocken brachten, ebenso wie die 14 junge Leute von der Brass & Perfomanceband „Druckluft“. Da gab es angesichts der Musikerinnen und Musiker, die hüpfend mit ihren Instrumente über die Bühne rockten, kein Halten mehr im Publikum. Standing ovations gab´s für „Druckluft“. Tänzerisch begeisterten das Tanzcorps „Fidele Sandhasen“ Oberlahr und das Tanzcorps „Grün-Weiß“ Kölsch Büllesbach, die sich zunächst herzlich für die grün-weiße tolle Dekoration bedankten, mit wirklich herausragenden Tänzen, von der Choreografie bis zur Akrobatik. In die Bütt stieg erneut in Wölle „Achnes Kasullke“, alias Annette Esser, die als Putzfrau mit Klops nach Klops um ihren Ehemann Erwin und das heimische Geschehen im Erotikparadies die Lachmuskeln der Narren attackierte. „Et Rumpelstilzche“ alias Fritz Schopps, nahm in Bestform die Weltpolitiker wie Trump, Erdogan und Putin aufs Korn.

Den krönenden Abschluss lieferte die kölsche Band „Paveier“, die den Saal mit ihren Songs auch im Jahr ihres 33-jährigen Bestehens noch mal so richtig aufmischten. Da gehörte „Leev Marie“ selbstverständlich dazu. Der Saal stand, das Publikum schunkelte, tanzte und sang, ein wahrlich krönender Abschluss unter ein Spitzenprogramm. Ganz toll am Rande war vor allem auch die Sitzungskapelle Willi Bellinghausen´s Dancing Sound. Wirklich zu jedem Vorgang auf der Bühne fiel denen spontan der passende Song ein, einfach nur gut. AB

Nicht wegzudenken bei der Prunksitzung, ist auch der Auftritt desTambourcorps, unter der Stabführung von Klaus Wiest.

Nicht wegzudenken bei der Prunksitzung, ist auch der Auftritt des Tambourcorps, unter der Stabführung von Klaus Wiest.

Rund 400 knatschjecke Narren gerieten außer Rand und Band

Zu Beginn der Sitzung wurde Bürgermeister Herbert Georgi, mit Gattin Andrea, auf die Bühne gebeten. Sie wurden mit einem Glasbild und einem Orden ausgezeichnet. Fotos: -AB-

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
  • K. Schmidt: Das "Sicherheitskonzept" überzeugt. Ein Polizeieinsatz, "geringe Anzahl" Rettungsdienst, keine Feuerwehr nötig. Im Haushaltsplan 2025 hatte Boppard 10.000 Euro für ein Sicherheitskonzept vorgesehen, in...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
Heizölanzeige
Maifest in Gönnersdorf
Stellenanzeige Kaufmännische/r Angestellte/r
Save the Dates
Innovatives rund um Andernach
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Maifest Dedenbach
Empfohlene Artikel
Die Weinmajestäten von Altenahr, Rech und Dernau (von links) eröffneten gemeinsam mit Ingrid Näkel-Surges und Helmut Fischer (WeinKulturDorf Dernau e.V.) auf dem Dernauer Weinfestplatz den Weinfrühling Mittelahr. Fotos: DU
74

Dernau/Rech/Mayschoß/Altenahr. Was einst als „Dernauer Weinfrühling“ begann und am vergangenen Wochenende seine 17. Auflage erlebte, hat sich als erweitertes Gemeinschaftswerk der Mittelahr-Orte Dernau, Rech, Mayschoß und Altenahr längst auch als „Weinfrühling Mittelahr“ fest etabliert. Eben jener findet 2026 schon zum vierten Mal statt und ist ein unbestrittener Frequenzbringer, auch über die Mittelahr...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
180

Diez. Die Feuerwehren aus Diez, Altendiez und Heistenbach löschten den Brand zügig. Entgegen der ersten Meldungen kam es nicht zu einem Vollbrand des Mehrfamilienhauses oder einer einzelnen Wohnung. Das Feuer brach auf einem Balkon im Erdgeschoss aus, griff jedoch nicht direkt auf die Wohnung über.

Weiterlesen

Die „Koppelaner“ bedanken sich bei Magdalene und Ralf Ueberall, die die Kosten des Frühstücks gespendet haben.  Foto: Ralf Ueberall
12

Pflegesaison auf dem Koppel-Plateau eröffnet

Koppelaner starten in die neue Sommersaison

Rheinbreitbach. Seit vielen Jahren pflegen und reinigen die „Koppelaner“ das Koppel-Plateau und die umliegenden Fußwege „Weinbergsweg“ und „Unterm Heilig“. Die „Koppelaner“, eine ehrenamtliche Gruppe von 25 rüstigen Rentnern, trafen sich Anfang April und eröffneten voller Tatendrang und bei Sonnenschein auf dem Koppel-Plateau die Pflegesaison. Es wurden fleißig die Beete neu bepflanzt und alles herausgeputzt.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Dienstleistungen
Titelanzeige
Maifest in Gönnersdorf
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Innovatives rund um Andernach
Gesundheit im Blick
Maifest Gönnersdorf
Gesundheit im Blick // Anzeige Kinder
Erzieher
Innovatives rund um Andernach
Servicemitarbeiterin
SB Wahlen
100 Jahre Eifelverein Dernau
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr