Allgemeine Berichte | 22.11.2017

Mitgliederversammlung des Hospizvereins Cochem-Zell

Sachstand mit Rück- und Ausblick

Trauerbegleitung ist ein wichtiger Aspekt in der Hospizarbeit

So entspannend können Mitgliederversammlungen sein (Birgit Mai und Silvia Louboutin).privat

Cochem.Zell. Auf zwanzig Jahre Hospizverein konnte der 1. Vors. Pfarrer Thomas Werner bei der diesjährigen Mitgliederversammlung zurückblicken. Einige der Anwesenden waren schon damals mit dabei. Sie kennen ihre Vorstellungen von damals, und sie wissen, ob der Verein, so wie es ihn heute gibt, ihren damaligen Vorstellungen entspricht. Auf jeden Fall hat sich in dieser Zeit eine Menge getan. „Und trotzdem tun wir noch immer das, was wir von Anfang an getan haben. Wir begleiten Menschen, die am Ende ihres Lebensweges angekommen sind“ stellt Pfarrer Werner in seiner Rede klar. In der Anfangszeit war es sehr schwierig, diese Arbeit in die Öffentlichkeit zu bringen. Heute sind 37 Hospizhelfer/ - innen im aktiv, und allein in diesem Jahr gab es bisher 84 abgeschlossene Begleitungen. Zur Zeit werden 34 Menschen und ihre Angehörigen betreut. Dieser rasante Anstieg ist zu einem großen Teil der Zusammenarbeit mit der Fachstelle für ambulante Hospizarbeit des Caritasverbandes geschuldet. Zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen, Silvia Louboutin und Beate Fatzaun, vermitteln die Begleitungen an die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Hospizvereins, und auch immer mehr stationäre Pflegeeinrichtungen nehmen das ambulante Hospiz- und Palliativangebot an.

Welthospiztag

In gemeinsamer Öffentlichkeitsarbeit kamen Haupt- und Ehrenamt am Welthospiztag und beim Klostermarkt in Maria Martental mit den Menschen ins Gespräch. Gemeinsam besuchten sie in diesem Jahr den Ruheforst in Mastershausen und absolvierten eine Tagesfortbildung im Seminarhaus Jonathan auf dem Valwiger Berg. Außerdem finden regelmäßig Gruppentreffen statt, und die Ehrenämtler werden in einer vierteljährlichen Supervision betreut.

Außerdem bietet der Hospizverein einen Trauergesprächskreis an, der einmal monatlich im Seniorenheim Pro Seniore in Cochem stattfindet. Diese Abende werden geleitet von den beiden Ehrenamtlichen Irmgard Blätter und Dr. Ewa Piechotta. Die Trauerbegleitung ist ein wichtiger Aspekt in der Hospizarbeit und soll in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden. Außerdem beginnt Anfang des nächsten Jahres ein neuer Befähigungskurs, der ebenfalls von Haupt und Ehrenamt gemeinsam durchgeführt wird. Der Kassenbericht und der Bericht der Kassenprüferin leiteten die Entlastung des Vorstandes ein, der einstimmig erfolgte.

„Berührungen sind Balsam für die Seele“.

Nach diesen Formalien erwartete die Anwesenden noch ein sehr unterhaltsamer und berührender Vortrag der Fachberaterin für Demenz, Frau Birgit Mai. Das Thema des heutigen Abends war „Berührungen sind Balsam für die Seele“. Eindrücklich schilderte Frau Mai die Welt eines Kranken, der am Ende seines Lebens zur Bettlägerigkeit gezwungen ist. Wie klein wird die Welt, und wie lang ist ein Tag, wenn er fast nur noch daraus besteht, die Decke zu betrachten und etwa alle drei Stunden einmal umgelagert zu werden. Der Kranke kann nichts mehr für sich fordern. Deshalb ist der Betreuende gefordert, das zu hören, was der Kranke nicht mehr sagen kann. Kommunikation ist oft nicht mehr möglich. Es zählt nur noch das Dasein. Mit sanften und feinfühligen Berührungen (Shiatsu) ist es möglich, den Patienten zu erreichen und ihm zu zeigen, dass es noch Menschen gibt, die für ihn da sind. Mit praktischen Übungen untereinander konnten die Anwesenden sich von der Wirksamkeit der Entspannungsübungen überzeugen. Wer mehr über den Befähigungskurs des christl. Hospizvereins erfahren möchte, kann sich unter Tel. (0 25 42) 97 17 45 oder (0 65 42) 96 04 64 melden. Willkommen sind natürlich auch Menschen, die die Arbeit des Vereins mit ihrer Mitgliedschaft unterstützen möchten.

Pressemitteilung

Hospizvereins Cochem-Zell

So entspannend können Mitgliederversammlungen sein (Birgit Mai und Silvia Louboutin).Foto: privat

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