First-Responder in Bendorf
Schnelle Hilfe durch Ehrenamtliche
Wertvolle Ergänzung im zwölften Jahr
Bendorf. Bendorf kann stolz und zufrieden sein, dass es das „First-Responder-Team“ gibt. In 2018 absolvierte das heute sechsköpfige Team 201 Einsätze, so viel, wie nie in den elf Jahren zuvor seit 2007. Die First-Responder-Einheit wurde im Februar 2007 gegründet, im Januar 2008 wurde als erstes Fahrzeug ein Ford Fiesta in Dienst gestellt, seit Februar 2018 wurde es durch einen Ford Focus abgelöst. Dafür gilt natürlich ein besonderer Dank der Arbeitsgemeinschaft Bendorfer Wirtschaft für die Anschaffung. Die „First Responder“ sind die Erstversorger vor Ort, bis der Rettungswagen eintrifft. Lokal stationiert, sind die Ehrenamtlichen schnell vor Ort und können Ersthilfe leisten. Dies tut das Team in seiner Freizeit für die Bewohner der Stadt Bendorf. 2007 noch ging man von circa 20 Einsätzen pro Jahr aus – und selbst diese Zahl wurde im Gründungsjahr schon übertroffen – so wurde zum Abschluss vergangenen Jahres die zehnfache Zahl schon überrundet. Ein kleiner Blick in die Einsatzzahlen: 2007 (elf Monate) waren es 27 Einsätze, 2008 schon 48 Einsätze, in 2009 85 Einsätze, 2010 dann 97 Einsätze und 2011 mit leichtem Rückgang 89 Einsätze. 132 Einsätze gab es dann in 2013, fünf mehr in 2014. 2014 dann 119 Einsätze, 2015 waren es 151 Einsätze, in 2016 170 Einsätze, in 2017 142 Einsätze und schließlich im vergangenen Jahr unglaubliche 201 Einsätze. Schwerpunkte der Einsätze sind Atemnot, Herzinfarkt, Schlaganfall, Unfälle im Haushalt oder Straßenverkehr, Bewusstlosigkeit, Herz-Lungen-Wiederbelebung und vieles mehr. Da der Ortsverein Bendorf für den First Responder keine finanzielle Unterstützung vom DRK bekommt, ist er auf Spenden jeder Art angewiesen. Dafür bedankt sich das Team „Herzlichen Dank an die Firmen und Privatpersonen, die es mit ihrer Unterstützung ermöglichen, dass es in Bendorf ein First Responder System geben kann“. So war auch 2018 ereignis- und arbeitsreich, es gab 138 internistische Notfälle, 40 chirurgische Einsätze, einen gynäkologischen Einsatz, einen psychischen, neun Bereitstellungen bei Feuerwehreinsätzen, eine sonstige Hilfeleistung und auch elf Fehleinsätze. 109 Einsätze gab es in der Stadt Bendorf, 17 Einsätze im Ortsteil Mülhofen, 41 Einsätze im Ortsteil Sayn, elf Einsätze im Ortsteil Stromberg und einen Einsatz auf der Bundesautobahn 48. Ferner rückte man 22 Mal in die benachbarte Verbandsgemeinde Vallendar nach Weitersburg aus. Monatlich war man zwischen elf und 25 Mal im Einsatz. Bei den Einsatztagen war der Mittwoch besonders beansprucht, die meisten Einsätze wurden zwischen 6 und 14 Uhr angefahren. Wenn man in das Einsatzbuch schaut, tauchen Schlaganfälle häufig auf, Reanimationen, Atemnot, aber auch Suizidversuche, Synkope, Krampfanfälle, Stürze, Frakturen oder Verkehrsunfälle. „Durch unser schnelles Eintreffen an der Einsatzstelle noch vor dem regulären Rettungsdienst können wir bereits erste medizinische Maßnahmen zum Wohl der Patientin oder des Patienten einleiten“, sind die Aktiven zu Recht stolz. Im sozialen Netzwerk von Facebook kann man regelmäßig verfolgen, wenn es Einsätze der First-Responder-Truppe gab. Hier sollen Team und Arbeit künftig auch intensiver vorgestellt werden. Das First-Responder-Team aus Bendorf freut sich über materielle und finanzielle Unterstützung, da immer wieder Sprit, Fahrzeuginspektionen, Reifen etc. bezahlt werden müssen oder Einsatzmaterial neu angeschafft werden muss. Es gibt ein Spendenkonto: DRK OV Bendorf / Stichwort: Spende First Responder; IBAN: DE46 5746 0117 0001 3339 90; BIC: GENODED1NWD; VR-Bank Neuwied-Linz eG. Spendenquittungen können ausgestellt werden.
PS